Werner SC baut mit Sieg gegen Borken Tabellenführung aus

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Burak Katirci (rechts) und der Werner SC zitterten sich gegen Borken zum Sieg. 

Werne – Eine Woche nach der ersten Auswärtsniederlage der Saison bei RW Deuten (0:3) hat der Werner SC mit dem 1:0-Heimsieg (1:0) gegen die SG Borken die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga 4 nicht nur verteidigt, sondern ausgebaut.

Denn parallel verliert Westfalia Kinderhaus daheim gegen Deuten mit 2:3 und fällt auf Platz drei zurück. Neuer Zweiter ist – vier Punkte hinter dem WSC – der SV Mesum. 

Der Sieg der Werner bei strömendem Regen ist am Ende verdient, doch einmal mehr müssen Lars Müller und seine Mannen um den Dreier zittern, weil sie in der Schlussphase für zehn Minuten in Unterzahl spielen (Gelb-Rot Foroghi) und die Chancen zum zweiten Treffer nicht nutzen. Das Tor des Tages erzielt Henry Poggenpohl bereits in der ersten Halbzeit (33.). 

Das Spielerische leidet auf dem künstlichen Kurzflor im Lindert durch das viele Wasser von oben, wobei der WSC immer wieder spielerische Lösungen sucht, am Ende aber doch mit langen Bällen hinter die letzte Kette der Borkener kommen muss. Die erste Chance des Spiels besitzen die Gäste, doch Katirci rettet nach einem Eckball für Torhüter Hoppe (4.). Die Werner sind nach elf Minuten dran: Stöver geht über rechts auf und davon und spielt flach an den ersten Pfosten, doch Torhüter Burkhardt fasst vor Durkalic sicher zu. 

Das zweite Mal muss der SGB-Keeper nach 19 Minuten aufpassen, als der Ball bei einem Freistoß von Foroghi aus gut 38 Meter Entfernung bis zu ihm durchflutscht. Borkens Torjäger Bone hat seine erste von zwei guten Szenen in der 26. Minute, als er bei einer Flanke von rechts an den zweiten Pfosten mit dem Kopf auf Deelmann zurücklegt, doch Hoppe fischt diesem den Ball vom Kopf und wird dabei gefoult. 

Das Tor des Tages ist sehenswert. Katircis Flanke von rechts fliegt bis auf die linke Seite zu Prinz, der zwei Borkener aussteigen lässt und auf Durkalic flankt. Der wiederum legt mit dem Kopf quer zu Henry Poggenpohl, der aus kurzer Distanz zu seinem fünften Saisontor trifft – ebenfalls mit dem Kopf. 

Nach dem Seitenwechsel hat der WSC das Gros der Chancen. In der 49. Minute wird ein Schuss von Martinovic zur Ecke abgefälscht, dann hat Foroghi freie Bahn, schießt Burkhardt aus 17 Metern aber genau in die Arme (60.). Nach Poggenpohls Pass in den Rücken der Abwehr schießt Runde, doch Hahn steht in der Flugbahn des Balles (67.). Stövers Distanzschuss muss Burkhardt Sekunden später mit beiden Fäusten parieren. 

Weil der WSC nicht trifft, geht trotz des leidenschaftlichen Vortrags das Zittern los, denn auf dem glitschigen Boden mag auch der Zufall ein Faktor sein. Doch nur Bones Schuss aus der Drehung sorgt für Gefahr (73.). Wenig später muss Foroghi nach zwei Fouls binnen weniger Minuten mit Gelb-Rot vom Feld, doch die Borkener machen nichts daraus. 

Im Gegenteil, denn für die Werner häufen sich gegen Ende die Konterchancen. So in der 88. Minute nach einem ungenauen Rückpass der Gäste. Marvin Schuster eilt auf das Borkener Tor zu und kann von Jonas Weid nur noch festgehalten werden. Einzige Ausbeute: Rot für den Borkener wegen der Notbremse. In den letzten Minuten eilt auch Keeper Burkhardt immer wieder mit nach vorne, doch der WSC schafft es in mehreren Situationen nicht, den Ball in Richtung des verwaisten Tores zu bringen. So ist nach 94 intensiven Minuten Durchatmen angesagt. 

Werner SC: Hoppe – Link, Martinovic, Holtmann – Poggenpohl (81. Cirak), Foroghi, Katirci (85. Vertgewall), Stöver – Prinz (35. Schuster), Durkalic, Runde 

Tor: 1:0 (34.) Poggenpohl 

Bes. Vork.: Gelb-Rot Foroghi (WSC) für wiederholtes Foulspiel (78.); Rot für Weid (SGB) für Notbremse (Trikot halten, 88.)

Die Trainerstimmen

Lars Müller (WSC): Bis zur 85. Minute kommen wir eigentlich immer gut zum Abschluss, dann musst du aber das zweite Tor machen. Da müssen wir nur den Ball in deren Hälfte kriegen. Es war heute schwierig, was Fußball angeht. Da war zu viel Wasser auf dem Platz Wir haben das Spiel beherrscht und auch in der Unterzahl nichts zugelassen. Gelb-Rot darf nicht passieren, da müssen wir in der Phase cleverer sein.

Sven Eisbeck (Borken): Insgesamt bin ich mit der zweiten Halbzeit, wie wir da Druck aufgebaut haben gegen den Tabellenführer und wie sich das Spiel entwickelt hat, sehr zufrieden. Was ich aber nicht verstehen kann, dass der kopfballstärkste Spieler der Liga bei uns spielt und keinen Ball bekommt. Werne spielt als Tabellenführer mit breiter Brust, sehr agil und kampfstark und mit Bock, auch die Meter zu machen. Das ist in der Liga bekannt.

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