Keine Alarmglocken: Aber SV Herbern braucht noch sechs Punkte

Zu unerfahren für den Abstiegskampf? Herberns Philipp Dubicki spielte im Vorjahr noch in der Jugend. Dass das ein Problem wird, glaubt Frank Heidemann nicht.  Foto: Zöllner

HERBERN -  Nur noch vier Punkte auf einen Abstiegsplatz Vorsprung, in der Rückrundentabelle auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, die jüngsten fünf Partien bei drei Remis und zwei Niederlagen nicht mehr gewonnen: „Das war kein guter Spieltag für uns“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup deshalb.

Es könnten also die Alarmglocken schrillen beim Landesligisten SV Herbern, doch das tun sie nicht. „Wir werden die Mannschaft in Ruhe arbeiten lassen. Es ist keine Situation gegeben, um auf die Mannschaft Druck auszuüben“, sagte der Sportliche Leiter der Blau-Gelben, Frank Heidemann. Und er ergänzt weiter: „Wir werden helfen, wo wir können. Aber das wird keine Hektik sein.“

„Gleise in die richtige Richtung stellen“

Die 0:1-Niederlage am Sonntag im Mittelfeld-Duell gegen die SpVg Beckum ließ das Team von Trainer Christian Bentrup auf Platz neun mit einer ausgeglichenen Bilanz von neun Siegen, sieben Remis und neun Niederlagen rutschen, flankiert vom Torverhältnis (40:40).

Doch das Programm in den kommenden fünf Partien – davon sind drei auswärts – ist dabei durchaus ambitioniert.

Am Sonntag geht es zur Regionalliga-Reserve der Sportfreunde aus Lotte (Platz elf mit 32 Punkten), dann kommt der Tabellen-13. SpVg Emsdetten (30 Zähler), danach müssen die Blau-Gelben zum Spitzenreiter Viktoria Heiden (49 Punkte), ehe sich der Vorletzte Hammer SpVg II (30) im Stadion an der Werner Straße vorstellt. Zum Abschluss muss der SVH schließlich am Pfingstsonntag zum aktuell Tabellendritten Eintracht Coesfeld.

„Letztlich haben wir es selbst in der Hand. Und es ist ja zuletzt nicht so gewesen, dass wir schlecht gespielt hätten“, erklärt Bentrup.

Heidemann rechnet, dass 40 Punkte zum Klassenerhalt „in dieser extrem ausgeglichenen Liga“ reichen werden. „Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die sechs Punkte noch holen werden“, erklärt Heidemann.

„In Lotte und gegen Emsdetten wollen wird die Gleise in die richtige Richtung stellen“, ergänzt Bentrup.

Dass es ein Nachteil sein könnte, dass der SVH über eine junge Mannschaft mit wenig Erfahrung im Abstiegskampf verfügt, glaubt Heidemann nicht: „Wir haben nicht viele erfahrenere Spieler. Bei Simeon Uhlenbrock reicht es momentan zu nicht mehr als Kurzeinsätzen. Also müssen die Jungs, so wie sie da sind, es richten.“

Aber Bentrup weiß auch: „Wenn es zum Saisonende richtig eng werden würde, könnte das ein Problem werden.“

Möglichst schon in Lotte mit dem dritten Rückrundensieg, damit der Druck für das Saisonfinale nicht noch größer wird. Dann wird allerdings wie in der Woche darauf der zentrale Mittelfeldspieler Dennis Kaminski aus beruflichen Gründen fehlen, hingegen gehört Marian Tüns wieder zum Kader. - fraz

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