SV Herbern will den Werner SC nicht vorbeilassen

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Dennis Idczak wird dem SV Herbern im Derby gegen den Werner SC aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre nicht zur Verfügung stehen.

Herbern – Zwei Punkte trennen den SV Herbern und Werner SC in der Landesliga (4) vor dem Derby am Wochenende. Wenn es nach Herberns Trainer Holger Möllers geht, dann bleibt es dabei oder es sind im besten Fall am Sonntag um 17 Uhr sogar fünf Punkte. „So einfach kommt man nicht am SV Herbern vorbei“, lautet seine klare Devise.

Seine Mannschaft sehe das ähnlich und sei entsprechend motiviert – zumindest spätestens kurz vor dem Anpfiff. „Wir werden am Sonntag die richtige Motivation auf den Platz bringen. In der Woche davor ist es aber noch relativ ruhig bei uns“, stellt Möllers kein überhitztes Derby-Fieber in seinen Reihen fest. 

Ohnehin ist mit Dennis Kaminski am Ende der vergangenen Saison der letzte Spieler in den Herberner Reihen ausgeschieden, der noch Verbindungen zum Werner SC pflegte und bekanntlich nun für die dritte Mannschaft des Vereins in der Kreisliga B kickt. Verbindungen gibt es ansonsten noch zwischen Simon Mors und Luis Krampe auf Herberner Seite und Henry Poggenpohl, Jorma Hoppe und den Lachowicz-Brüdern auf Werner Seite, die gemeinsam in den Herberner Jugendteams kickten. 

Im Gegensatz zum Werner SC ist der SV Herbern in Pflichtspielen in diesem Jahr noch ohne Sieg, zeigte aber jüngst einen starken Auftritt beim Tabellenzweiten Westfalia Kinderhaus und hätte die Partie gewinnen müssen (1:1). Für Möllers ist klar: „Man kann nur so gut spielen, wie der Gegner es zulässt. Wir müssen uns ärgern, dass wir uns nicht mehr belohnt haben“, stellt der 48-Jährige fest, dass seine Elf die 0:6-Hinspielpleite vergessen machte. „Wenn wir nicht nachlassen, ist auch am Sonntag ein Sieg für uns drin“, braucht es für ihn genau das gleiche Engagement erneut im Derby. 

Verzichten muss er aber auf Stammverteidiger Dennis Idczak. Der holte sich in der Schlussminute wegen Ballwegschlagens die zweite gelbe Karte ab – in Möllers’ Augen eine übertriebene Bestrafung. „Im Moment des Pfiffs schießt er den Ball in Richtung seines eigenen Mitspielers. Da kann man mehr Fingerspitzengefühl zeigen“, stellt Möllers fest. Trotzdem muss er nun mit dem Fehlen eines Spielers, „der eine Menge Ruhe reinbringt und viel Ballsicherheit hat“, leben. „Das ist absolut ärgerlich, aber wir können nichts dagegen machen. Und wer auf unsere Bank schaut, weiß, dass es Alternativen gibt“, sagt der SVH-Coach. 

Als gute Alternative präsentierte sich bei seinem Startelf-Debüt nach Kreuzbandriss Eric Sabe, für den nach 81 Minuten Schluss war. „Wenn mich der gegnerische Betreuer fragt, warum ich meinen besten Spieler vom Platz nehme, dann sagt das einiges über Erics Potenzial aus“, erklärt Möllers. Dem vom Oberligisten 1. FC Gievenbeck zurückgekehrten Ascheberger bescheinigt Möllers nach seinem Kreuzbandriss schon wieder viel Leistungsvermögen, für die Sabe aber noch Zeit brauche, um sie abzurufen. Aber auch der jetzige Leistungsstand wird im Derby sicher schon von Vorteil sein.

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