SV Herbern verliert Spitzenspiel in Hassel

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Christian Bentrup erlebte mit seinem Team einen „gebrauchten Tag“ beim Spiel in Hassel.

HERBERN - Einen gebrauchten Tag gab es für den SV Herbern im Spitzenspiel bei der YEG Hassel. Mit 1:4 unterlagen die Herberner beim Tabellenführer. „Wir haben das Spiel verloren und einen Spieler mit einer Roten Karte. Da kann man von einem gebrauchten Tag sprechen“, gibt SVH-Trainer Christian Bentrup unumwunden zu.

Landesliga 4: YEG Hassel – SV Herbern 4:1 (1:0). Gerade die Rote Karte gegen Innenverteidiger Nils Venneker ärgerte den Trainer. „Gelb hätte auch gereicht, da waren noch weitere Abwehrspieler in der Mitte“, beschrieb Bentrup die Situation nach einem Diagonalpass in der 87. Minute auf der halblinken Seite. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:1 für den Gastgeber, die Partie schien gelaufen.

Die Herberner hatten sich bis dahin schon zu viele Fehler geleistet, um Zählbares aus Gelsenkirchen mitnehmen zu können. Der erste dicke Fehler unterlief Torwart Sven Freitag schon nach acht Minuten. Einen Schuss von Hassels Torjäger Kadir Mutluer aus rund 30 Metern rutscht ihm durch die Finger – das 0:1 aus Herberner Sicht (8.). Der SVH ließ sich davon aber nicht beeindrucken, spielte weiter mutig nach vorne und verteidigte aggressiv. „Wir haben in der gesamten ersten Hälfte keine Torchance zugelassen“, erklärte Bentrup. Doch selbst vergaben die Herberner ihre besten Chancen auf den Ausgleich. Zuerst war es Mondrian Runde, der nach einem feinen Pass von Steven Farchmin allein vor Hassels Keeper Hikmet Öztürk auftauchte, aber überhastet mit links abschloss und dem Keeper der Ball so nur in die Arme rollte (24.). Kurz darauf war Dominick Lünemann nach einem Pass durch die Schnittstelle frei vor dem Tor, aber auch er schloss zu überhastet ab (29.).

Im zweiten Durchgang bauten die Blau-Gelben dann durch die Einwechslung von Dennis Närdemann und Steffen Hunnewinkel neuen Druck auf und wurden durch den Ausgleichstreffer vom eingewechselten Hunnewinkel belohnt, der nach Pass von Ploczicki in den rechten Winkel traf.

Doch durch einen Konter, bei dem die Herberner Abwehr in Bentrups Augen nicht konsequent genug agierte, fingen sich der SVH den erneuten Rückstand durch Mutluer (72.). „Die Jungs waren zu euphorisch und zu offen“, stellte der SVH-Coach fest. Durch einen erneuten Konter baute Mutluer die Führung in der Schlussphase zum 3:1 aus (84.), das 4:1 in der Nachspielzeit war laut Bentrup überflüssig. „Da sinkt natürlich irgendwann die Moral“, merkte der Herberner Coach an.

SVH: Freitag – Dubicki, Venneker, Christ, Sabe, Runde (62. Hunnewinkel), Kaminski (46. Närdemann), Farchmin, Bröer, Lünemann (75. Schett), Ploczicki

Tore: 1:0 Mutluer (10.), 1:1 Hunnewinkel (64.), 2:1 Mutluer (72.), 3:1 Mutluer (86.), 4:1 Emre Köksal (93.)

Bes. Vork.: Rote Karte für Venneker (SV Herbern) wegen einer Notbremse - lel

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