Rückschlag: SV Herbern verliert in Dorsten

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War enttäuscht: SVH-Trainer Christian Bentrup.

Herbern - Nach dem Schlusspfiff verstand keiner aus dem Herberner Lager so ganz, warum sie jetzt mit leeren Händen da standen. Mit 1:3 (1:2) verlor der SVH beim SV Dorsten-Hardt.

„Ich kann nicht verstehen, wie man so ein Spiel noch aus der Hand geben kann“, verstand auch Trainer Christian Bentrup die Welt nicht mehr.

Denn der Spielbeginn war für die Herberner verheißungsvoll. Dominick Lünemann vollendete einen Konter der Blau-Gelben über vier Stationen zu einer zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung. Doch dann folgt nach fast einer halben Stunde der erste Knackpunkt im Herberner Spiel. Ihr bis dahin bester Spieler Sebastian Schütte muss nach einem Zusammenprall mit Dorstens Keeper Emanuel Schmid verletzt vom Platz (28.), eine genaue Diagnose steht noch aus.

Kurz vor der Halbzeit dann aber die entscheidende Szene aus Bentrups Sicht. Nach einem Konter über die rechte Seite kommt der Ball stramm in den Strafraum. Runde, der für den verletzten Schütte ins Spiel kam, verpasst noch, doch dann wartet hinter ihm noch Tim Bröer. Der trifft mit seinem Abschluss aber einen Dorstener Abwehrspieler, woraufhin der Ball ins Feld zurückprallt. Dort nimmt Dorsten dann Fahrt auf und erzielt nach einem Querpass durch Athanasios Mitrentsis den Ausgleich. „Wir haben uns angestellt wie eine Schülermannschaft“, sagt Bentrup resigniert.

Doch damit nicht genug vor der Halbzeit. In der Nachspielzeit verschätzt sich Venneker bei einem langen Ball, Christ rettet so gerade noch zur Ecke. Die wird aber brandgefährlich und Mitrentsis trifft aus zwanzig Metern ins linke Eck. Der 2:1-Schock zur Pause für den SVH. „Eigentlich hätten wir bis zum Ausgleich mit 3:0 führen müssen. Wir sitzen in der Kabine und keiner weiß, wie wir plötzlich zurückliegen“, beschreibt Bentrup.

In der zweiten Hälfte kann der SVH nicht an die Leistung aus Durchgang eins anknüpfen, bekommt aber dennoch ausreichend Gelegenheit ins Spiel zurück zu kommen. Doch Lünemann und Brillowski scheitern aber jeweils an Schmid. Als die Herberner vergeblich auf Freistoß plädieren nach einem vermeintlichen Foul an Ploczicki, pfeift der Schiri Freistoß für Dorsten. Den Abpraller des Schusses versenkt Jürgen Adolf zum entscheidenden 3:1 (81.).

„Dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen, das ist ein Rückschlag für uns, denn wir hätten einen Riesenschritt machen können“, betont Bentrup mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenten, die allesamt für den SVH spielten.

SVH: Freitag – Venneker, Christ, Sabe, Kaminski, Brillowski (80. Bentrup), Schütte (28. Runde), Bröer, Lünemann, Ploczicki, Hölscher (64. Krüger)

Tore: 0:1 (13.) Lünemann, 1:1 (43.), 2:1 (45.+1), 3:1 (81.)

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