SVH nun mittendrin im Abstiegskampf

Zu wenig Durchsetzungsvermögen zeigte die SVH-Offensive – wie hier Daniel von der Ley – am Sonntag.  -  Foto: Lenfers-Lücker

HERBERN - Der Begriff Schlamassel wird im Duden wie folgt definiert. „Schwierige, verfahrene Situation, in die jemand aufgrund eines ärgerlichen Missgeschicks gerät.“ So wird sich der SV Herbern wohl auch gefühlt haben nach dem Spiel gegen den direkten Kellernachbarn Emsdetten.

Aber das ärgerliche 0:2-Missgeschick kann noch böse Folgen haben, die Herberner stecken nun mittendrin im Abstiegskampf.

Es ist eine spielerische Blockade zur Unzeit, die dem Team von Trainer Christian Bentrup widerfährt. Dabei hatte der Trainer sein junges Team gewarnt. Aus dem Hinspiel wusste er noch genau, dass Emsdetten in der Defensive um Kapitän Florian Quabeck gestandene, hochgewachsene Abwehrrecken hat, die mit langen Bällen schwer zu bezwingen sind.

Doch genau diese langen Bälle spielten die Herberner wieder und wieder, so dass die beiden Stürmer Daniel von der Ley und Steven Farchmin oft auf verlorenem Posten standen. Viel zu oft kamen die Bälle postwendend zurück oder gingen im Spielaufbau zu schnell wieder verloren.

Die Gäste gingen schon 20 Meter vor dem Herberner Kasten ins Pressing und setzten die Herberner so früh unter Druck. Ein wirksames Mittel, wie sich herausstellen sollte. „Wir kommen mit den Mannschaften nicht zurecht, die aggressiv zu Werke gehen“, gab Bentrup nach dem Spiel offen zu. Das wird dem SV Herbern in den letzten drei Saisonspielen aber durchaus nochmal über den Weg laufen, zum Beispiel im nächsten Heimspiel am Sonntag, 1. Juni, gegen die Hammer SpVg II, die nun zwei Punkte hinter dem SVH den ersten Abstiegsplatz belegt.

In der zweiten Hälfte am Sonntag gegen Emsdetten versuchte Bentrup mit Allzweckwaffe Marvin Bruland mehr Sicherheit ins offensive Spiel zu bringen. Bruland rackerte und ackerte auch trotz seines „Stirnbands“ – er war in der ersten Hälfte mit Emsdettens Rabah Abed zusammengerasselt, der später mit Kreislaufproblemen runter musste. Doch so richtig zündete die Umstellung nicht. Zwar setzten sich die Herberner einmal gegen die Kopfballhoheit der Gäste durch, als Nils Venneker den Ball per Kopf an Dominick Lünemann weiterleitete, der zum Anschlusstreffer traf. Doch dieses eine Mal, es sollte nicht ausreichen.

Nun ist der Vorjahres-Absteiger aus der Westfalenliga seit dem 30. März ohne Sieg und wartet weiter auf den dritten Rückrundenerfolg. Ob der am Sonntag beim frischgebackenen Meister Viktoria Heiden, das Team ist seit Sonntag nicht mehr einzuholen, geholt wird, ist zumindest eine spannende Frage. - lel

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