Große Enttäuschung bei SVH nach 1:3 – Hassel Meister

Sebastian Schütte (rechts) und sein Sinsener Gegenspieler schenkten sich nichts – ein Sinnbild für die intensive Partie zwischen beiden Teams.

HERBERN - Dass der Zweite der Landesliga 4 gegen den Dritten spielte, war der Partie zwischen dem SV Herbern und dem TuS Sinsen anzumerken. Es war ein hochintensives Spiel, dass sich beide Teams boten, und hatte nur einen Unterschied – die höhere Fehlerquote auf Seiten des SV Herbern. Die Konsequenz: Die Herberner verlieren mit 1:3. Zudem ist an der Spitze die erste Entscheidung gefallen...

Landesliga 4: SV Herbern – TuS Sinsen 1:3 (1:1). Die eigenen Fehler waren für SVH-Trainer Christian Bentrup der markante Unterschied, warum es für die Gastgeber nicht zum so wichtigen Sieg im Kampf um (Aufstiegs)-Platz zwei reichen sollte.

Dabei begann die Partie für die Herberner genau nach Plan. Beide Mannschaften spielten ein frühes Pressing, es entstand früh eine enorme Intensität. Doch erstmal gehörten die wichtigen Abschlüsse den Herbernern. Nachdem Schütte in der achten Minuten mit einem Heber in Richtung Sinsener Tor gescheitert war, war es nach einer Viertelstunde so weit. Nach einem genauen Pass von Dennis Hölscher war Schütte genau im richtigen Moment losgespurtet um nicht ins Abseits zu laufen. Er überlupfte den herausgeeilten Gäste-Keeper Emanuel Schmid und traf zur Herberner Führung.

Danach behielt die Partie ihr hohes Tempo, doch die Gastgeber drückten der Partie ihren Stempel auf und drängten die Sinsener immer wieder zu Fehlern. So eroberte Lünemann den Ball am rechten Strafraumeck, in den Abpraller seines Schusses sprintete Sabe rein und Schmid bekam grade noch die Finger dazwischen (24.).

Nach einer starken Kombination von Dubicki und Sabe auf Rechts brachte Sabe den Ball stramm in die Mitte, wo ein Sinsener den Fuß noch dazwischen bekam. Doch Dubicki rauschte noch von hinten heran, bekam aber keinen Druck mehr hinter den Ball.

Sinsen hatte seinen ersten Abschluss erst nach 35 Minuten, kam aber vor der Pause noch zurück ins Spiel. Nachdem die Herberner den Ball an der strafraumkante nicht geklärt bekamen, tauchte plötzlich Dominik Weinhold frei vor SVH-Torwart Sven Freitag auf. Der wusste sich nur mit einem Foul zu helfen – Schiedsrichter Marcel Neuer zeigte Freitag Gelb und direkt auf den Punkt. Glembotzki traf zum 1:1.

In der zweiten Hälfte schienen die Herberner ihrem hohem Tempo Tribut zollen zu müssen, mit dem frühen Wechsel von Sabe musste Bentrup umstellen. Und als Philipp Dubicki der Ball unglücklich vom Oberschenkel vor die Füße von Matthias Müller fiel, stand es 1:2.

Die Blau-Gelben versuchten sich aufzurappeln und hatten ihrerseits noch wichtige Chancen durch Runde, der zweimal nur knapp daneben zielte. Doch auch Sinsen war nah dran an der Entscheidung, die aber erst in der 90. Minute fällt, als alle Herberner beim Eckball vorne sind und Sven Freitag einen Abpraller nicht mehr rechtzeitig erreicht und Yannick Goeke den Ball ins leere Tor schießt.

SVH: Freitag – Hölscher (73. Krüger), Christ, Venneker, Dubicki, Kaminski, Ploczicki, Bröer, Schütte, Sabe (53. Runde), Lünemann (67. Närdemann)

Tore: 1:0 (15.) Schütte, 1:1 (41./FE) Glembotzki, 1:2 (61.) Müller, 1:3 (90.) Goecke

Während in der Fußball-Landesliga 4 der Kampf um den zweiten Platz noch intensiv tobt, strahlt die YEG Hassel als nun feststehender Meister an der Tabellenspitze. Durch den 3:0-Erfolg über die SpVg Emsdetten hat das Team aus dem Gelsenkirchener Stadtteil nun 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten TuS Sinsen. Bei noch vier ausstehenden Spielen kann ihnen den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die Westfalenliga also niemand mehr streitig machen. -  lel

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