SVH-Jugend geht im Pokal leer aus – Zwei Titel nach Olfen

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Herberns B-Jugendtrainer Andreas Bergmann und viele Zuschauer sahen drei SVH-Niederlagen.

WERNE - Drei Chancen auf den Gewinn des letztmalig ausgetragenen Pokals des Kreises Lüdinghausen vor dessen Auflösung hatte der SV Herbern. Und der SVH ist komplett leer ausgegangen.

Die in der Landesliga spielende A-Jugend verlor am Samstag überraschend mit 2:3 im Sportzentrum Lindert gegen den Kreisligisten SuS Olfen. Die B-Jugend der Blau-Gelben vom SV Herbern unterlag als Bezirksliga-Spitzenteam Union Lüdinghausen mit 1:2, die „C“ mit 0:4 gegen SuS Olfen.

Es war eine historische Chance, und die hat die A-Jugend des SV Herbern vergeben. Nach sechs Kreispokal-Erfolgen in Serie seit 2007 und 26 Siegen in Kreispokalpartien in Folge setzte es wieder eine Niederlage. Damit geht der Pokal nach Olfen – und bleibt auch dort. „Das hat einen großen Stellenwert bei uns, weil wir als Mannschaft da lange drauf hingearbeitet haben“, freut sich Olfens Trainer Dominik Slomka.

In der ersten Halbzeit hatte der zwei Klassen höher spielende SVH die Kontrolle. Olfen stand zu Anfang der Partie defensiv. SVH-Angreifer Lars Bußkamp zeigte erneut seine Klasse als Torjäger, indem er aus 16 Metern zum 1:0 für den SV Herbern traf.

Kurz vor der Pause sichtete SVH-Keeper Simon Mühlbrandt mit zwei klasse Paraden den Blau-Gelben die Führung. Aber er war dann machtlos nach einem Kopfball von Marian Kuhn in der 45. Minute zum 1:1.

In der zweiten Halbzeit nutzte Olfen in der 52. Minute einen gefährlichen Freistoß, getreten von Patrick Bluschke, zur Führung. Der SV Herbern spielte anschließend zu kopflos und schaffte es nicht, den Ball entscheidend nach vorne zu bringen.

Mit etwas Glück schaffte Lars Bußkamp artistisch den Ausgleich, in dem er mit dem Rücken zum Tor den Ball mit der Fußspitze in die Ecke lenkte (62.).

Kurios: Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für sieben Minuten, da alle fünf Bälle im Verlauf des Spiels über die Zäune geschossen wurden und kein Spielball mehr verfügbar war. Das irritierte jedoch nicht den SuS Olfen, der mit Daniel Czempik das Siegtor in der 86. Minute erzielte.

„Unsere Spieler waren unter dem Strich zu hektisch“, erklärt SVH-Trainer Thomas Berndsen, und er gratulierte fair dem neuen Pokalsieger: „Die Olfener haben verdient gewonnen.“

Die B-Jugend des SV Herbern als Titelverteidiger verlor ihr Pokalfinale in der Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Lüdinghausen. Mit einem knappen 2:1-Erfolg sicherte sich der Union-Nachwuchs den letztmals ausgespielten Pokal des Fußballkreises Lüdinghausen.

In der ersten Halbzeit ging es zunächst wild auf beiden Seiten zu. Der höherklassige SVH tat sich extrem schwer, in die Partie zu finden. Das Resultat war ein Abwehrfehler von Johannes Kruckenbaum, den Nils Weimer zum 1:0 für Lüdinghausen ausnutzte. „Wir haben uns anfangs von der Atmosphäre anstecken lassen“, sagt Matthias Struhkamp.

Dann hatte der SVH Glück, denn ein Handelfmeter in der 25. Minute wurde von Nils Struhkamp zum Ausgleich verwertet.

Insgesamt ließ sich das Bezirksliga-Spitzenteam auf das spielerische Niveau des Kreisligisten runterziehen, fand auch Co-Trainer Andreas Bergmann. „Wir haben gepölt und nicht unser Potential abgerufen“.

Kurz vor der Pause rettete SVH-Keeper Jorma Hoppe noch das Unentschieden mit einer starken Parade.

In Hälfte zwei gab es kaum Chancen auf beiden Seiten. Die Entscheidung gelang dann Sascha Schmidt in der 74. Minute mit dem 2:1. Erst danach zeigten die Blau-Gelben etwas mehr. Ein Pfostenschuss kurz vor Schluss von Yannik Lachowicz war die größte Chance für den Bezirksligisten, das Spiel noch auszugleichen. Am Endresultat änderte das aber nichts mehr.

„Wir haben es nicht geschafft, unsere spielerische Stärke umzusetzen“, sagte ein enttäuschter SVH-Trainer Struhkamp.

 Das Pokalendspiel der C-Jugend gewann der SuS Olfen gegen den SV Herbern deutlich mit 4:0.

Mit dem 1:0 in der achten Minute schoss Tobias Mecklenburg Olfen in Führung. „Das war entscheidend. Wir machen selbst einen Fehler, der zum Gegentor führt“, sah SVH-Trainer Thomas Martin die Schlüsselszene.

Denn anschließend lief seine Mannschaft dem Rückstand hinterher, wurde vor der Pause aber noch stärker. „Wir haben Großchancen ausgelassen, Yannik Krüper trifft sogar die Latte. Aber wir haben eben den wichtigen Ausgleich nicht gemacht“, berichtet Martin.

Olfen übte in der zweiten Hälfte wieder Druck aus und entschied das Spiel mit einem Doppelschlag in der 52. und 53. Minute mit den Treffern von Alexander Böckenbrink und Arne Middelmann. „Wir haben dann hinten aufgemacht und kassieren noch ein Tor und das war’s dann“, erklärte Martin.

Mario Rast, Trainer des Pokalgewinners, freute sich über den Sieg. „Die Tagesform hat entschieden. Es ist sehr schön, den letzten Kreispokal zu gewinnen. Wir hatten Glück, aber unterm Strich heißt es: Wer mehr Tore macht, gewinnt“. SVH-Coach Thomas Martin ergänzte: „Klar ist der Endstand zu hoch aber wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt.“ - nip 

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