SVH: Schnell zurück ins sichere Mittelfeld

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Dennis Närdemann vergibt in dieser Szene in der 90. Minute den 2:2-Ausgleich für den SV Herbern.

Herbern -  Die Anleihen, die SVH-Trainer Christian Bentrup nach der 1:2-Heimniederlage gegen Preußen Lengerich nimmt, sind nicht die allerkleinsten, um den Fehlstart mit fünf Niederlagen aus acht Spielen einzuordnen:

„Man sieht es ja auch bei Borussia Mönchengladbach oder beim FC Chelsea. Wenn man in einer Saison Erfolg hat, muss man ihn nicht automatisch in der darauf folgenden haben.“

Dass man sich Jahr für Jahr immer wieder alles neu erarbeiten müsse, ist zwar eine Binsenweisheit, aber eine wichtige Einleitung für folgende Betrachtung. Viele kleine Facetten führten nun dazu, dass der Vorjahres-Dritte der Landesliga 4 nach fast einem Drittel der Saison im unteren Tabellendrittel steht. „Das hatte ich mir auch anders vorgestellt“, erklärt Bentrup. Seinem Team fehlt es insgesamt an Konstanz und es ist in der Abwehr durch die gesamte Saison gesehen zu anfällig.

„Jetzt geht es nur darum, genügend Punkte zu sammeln, damit wir nicht in Schwierigkeiten geraten“, will Coach Bentrup mit seinem Team so schnell wie möglich ins gesicherte Mittelfeld.

Denn der Vorsprung auf die beiden Abstiegsränge (mit SV Dorsten-Hardt und Hammer SpVg II) beträgt aktuell nur zwei Punkte.

Und in dieser Situation wartet mit Tabellennachbarn Westfalia Gemen unter dieser Voraussetzung ein „Sechs-Punkte-Spiel“ auf die Blau-Gelben.

Trotz der Niederlage war Bentrup nicht unzufrieden. „Es waren ein paar Weichenstellungen, die gegen uns gesprochen haben. Und ab der 70. Minute haben wir gegen eine Mannschaft, die sicherlich nicht zu den besseren der Liga gehört, mächtig Dampf gemacht“, sagt Bentrup.

Die Belohnung in Form des späten Ausgleichs, den Dennis Närdemann mit der besten Chance in der 90. Minute auf dem Fuß hatte, blieb allerdings aus.

Der Linie, dass der SVH einVerein ist, der Spieler entwickelt, bleibt Bentrup natürlich treu. „Aber die Ausbildung der Spieler darf nicht dazu führen, dass wir absteigen“, erklärt der Coach. Aber über den Wettkampf müssten sich die jungen Spieler Erfahrungswerte holen. „Sie bekommen die Chancen ja nicht geschenkt, sondern weil sie sich erarbeit haben“, sagt der Trainer mit Blick auf seinen Sohn carlo und Ahmet Schett, die in die Startelf rückten. Während Carlo Bentrup ein gutes Spiel von seinem Vater trotz vergebener Chancen bescheinigt bekam, wirkte Schett nervös. „Ahmed hatte viel mit sich zu tun. Er muss seine Emotionen in den Griff bekommen“, sagt Bentrup. Dass er dabei Hilfe von seinem Trainer bekommt, steht in Herbern außer Frage.

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