Auf den SV Herbern wartet eine unangenehme Aufgabe

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Nils Venneker fehlt dem SVH wegen eines Kurzurlaubs.

Herbern - Es gibt sicherlich angenehmere Aufgaben für eine schwach gestartete und hinter den eigenen Erwartungen gebliebene Mannschaft, als zu einem frühen Zeitpunkt in der Saison bei einem Aufsteiger anzutreten.

Das gilt am Sonntag für den punktlosen Landesligisten SV Herbern, der sich beim noch ungeschlagenen Aufsteiger SC Münster 08 vorstellen und beweisen muss.

Die Gastgeber werden nicht nur von einer Euphoriewelle getragen, sondern haben in ihren drei Spielen bewiesen, dass sie sich auch nicht von Rückständen verrückt machen lassen.

So holte das von Trainer Jens Dietrich zum Saisonstart beim 2:2 in Mesum ein 0:2 auf, zuletzt hatten die „Nullachter“ auf den späten 1:2-Rückstand bei Westfalia Gemen mit dem 2:2-Ausgleich erneut eine passende Antwort. Zudem gab es im ersten Heimspiel ein 2:0-Sieg gegen Preußen Lengerich.

Und es ist nicht so, als ob die Münsteraner dabei mit wehenden Fahnen angreifen. Der Trainer verordnet seiner Mannschaft vielmehr ein engmaschiges Sicherheitskonzept, aus dem immer wieder Angriffe gefahren werden. „Münster ist der am besten gestartete Aufsteiger“, hat Bentrup großen Respekt vor dem Gegner.

Erfolgserlebnis soll unbedingt her

Aber trotz des schwachen Saisonstarts mit den zwei Niederlagen (1:2 in Burgsteinfurt und 1:5 gegen TuS Haltern) stellt der SVH-Coach seine eigene Arbeit nicht in Frage: „Bei uns ist ja auch nicht alles weg, was wir zu leisten im Stande sind. Wir müssen so auftreten, dass es uns gelingt, mit einem Erfolgserlebnis nach Hause zu fahren“, wünscht sich Bentrup die Trendumkehr.

Den Gegner hatte sein „Co“ Ludger Staar am ersten Spieltag beobachtet und gesehen, dass der SC zeitweise mit einer Fünferkette vor der Abwehr verdichtet. „Aber sie sollten so selbstbewusst sein, um auch nach vorne zu spielen“, wünscht sich Bentrup einige Räume.

Aber auch nach der Verunsicherung durch die Meisterschaftsniederlagen verordnet der 52-Jährige seinem Team auch erst einmal eine kompakte Spielweise: „Wir werden sicherlich sehen, dass nichts anbrennt. Und darüber hoffe ich, dass wir auch einmal in Führung gehen.“

Eine Änderung gegenüber dem 1:5 gegen Hiltrup und im Vergleich zum 6:1-Sieg im Kreispokal beim SV Rinkerode wird es in der Abwehr geben. Verteidiger Nils Venneker ist im Kurzurlaub. „Wie ich die Positionen besetze, weiß ich noch nicht“, lässt sich Bentrup diesmal nicht in die Karten schauen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Torjäger Christian Essing, der bereits dreimal für die „Nullachter“ trat.

Torwart Sven Freitag steht trotz gegen Rinkerode erlittener Fingerverletzung zur Verfügung und auch Julian Trapp ist im Aufgebot. Dazu sind Dennis Hölscher und Dennis Kaminski Kandidaten für dieStartelf. Neben Venneker fehlen noch die Langzeitverletzten Runde, Sabe, Lünemann und Bußkamp.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, SC-Sportanlage an der Manfred-von-Richthofen-Str. 56, 48145 Münster

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