SV Herbern auf Tal- und Bergfahrt

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SVH-Innenverteidiger Nils Venneker (links) ist derzeit ebenfalls schwankend in seinen Leistungen.

Herbern - Die Ausschläge sind derzeit extrem, die den Landesligisten SV Herbern durch die nun nicht mehr so ganz junge Saison begleiten. Sie gleichen einer Achterbahnfahrt.

Erst das begeisternde Spiel im Westfalenpokal Anfang August gegen den Westfalenligisten SV Brackel mit dem Aus nach Verlängerung. Das intensive Spiel hatte zur Folge, dass mit Dominick Lünemann und Eric Sabe zwei Leistungsträger, die sonst über die Außen Tempo machen, lange ausfielen. Zudem war mit Mondrian Runde ein Spieler mit den gleichen Attributen schon vorher dauerhaft verletzt.

Danach hatte der SV Herbern, der eine starke Vorbereitung spielte, zum Auftakt der 15er Liga spielfrei – und verlor anschließend seine ersten drei Meisterschaftsspiele – Tiefpunkt war das 1:5 daheim gegen den TuS Haltern. Dann schaffte das Team von Trainer Christian Bentrup gegen Ahaus ein etwas glückliches 2:1 und im Kellerduell beim Schlusslicht und Aufsteiger Viktoria Resse einen Duselsieg, wobei immerhin Sven Freitag als mittlerweile neue Nummer eins den 2:1-Erfolg festhielt.

Aber plötzlich war der Glauben an die eigene Stärke wieder da und es folgten weitere Siege gegen Sporfreunde Stuckenbusch (4:0) und im Kreispokal gegen den Ligarivalen SC Münster 08 (3:0) – und der mit einer auf acht Positionen veränderten Startformation.

Eigentlich schien nun alles dafür angerichtet, dass der SV Herbern als Vorjahresdritter in der Tabelle einen Satz nach vorne macht und den Fehlstart abhakt. Doch bei der 1:2-Niederlage am Sonntag beim SV Mesum zeigte das Team von Christian Bentrup sich erneut schwankend in der Leistung und alles andere als konstant. Wie schon in Resse und gegen Haltern war die Abwehr um die sonst so zuverlässigen Innenverteidiger Nils Venneker und Kapitän Björn Christ extrem anfällig und es lag an Keeper Freitag, dass die Blau-Gelben ohne Debakel die Heimreise antraten.

Allerdings machte die Art der Niederlage Trainer Christian Bentrup erst einmal ein bisschen ratlos. „Wir sind nicht so selbstbewusst auftreten wie ich es nach den jüngsten Siegen erwartet hätte“, musste Bentrup erkennen. Und zudem will er „beim Training am Dienstag mit der Mannschaft besprechen, wieso es bei uns in der Defensive zu solchen Aussetzern kommt.“

Denn das beträfe ja nicht nur die Verteidiger. Denn auch die defensiven Mittelfeldspieler schafften es oft genug nicht, den Druck abzufedern geschweige denn mit eigenen Aktionen für Entlastung zu sorgen. So eine Phase wie in Mesum, als sich der Gast zwischen dem 2:1 in der 62. Minute bis zur 80. Minute fast hochkarätige Chancen im Minutentakt erspielte, dürfte Bentrup in seinen fünf Jahren in Herbern auch eher selten erlebt haben.

Für den Trainer gilt es nun, die in den Kader zurückkehrten Außenspieler wie Lünemann und Runde nach der langen Pause wieder in Top-Form zu bringen, während Sabe noch längere Zeit ausfällt. Dann sollen nach Wunsch des Trainers die Herberner auch wieder ihre Angriffsversuche statt mit langen Bällen über Kombinationen gestalten – am besten schon am Sonntag im Duell mit dem Tabellendritten Preußen Lengerich.

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