Feinabstimmung im Angriff fehlt noch beim SVH

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Tim Bröer (rechts) bereitete viele Offensivaktionen des SV Herbern über die linke Seite vor, die allerdings allesamt nicht zum gewünschten Ergebnis führten.

HERBERN - Es hätte ein großer Schritt nach vorne werden können, doch am Ende musste sich der SV Herbern mit einem Punkt zum Auftakt der zweiten Serie gegen den SV Mesum (0:0) begnügen. „Das ist natürlich ärgerlich, aber im Grunde ist nichts passiert. Wir sind immer noch vorne dran“, wollte Trainer Christian Bentrup die vergebenen Punkte nicht überbewerten.

Aber auch er musste feststellen, dass die Feinabstimmung vor dem Tor noch nicht ganz passt. Man merkte es drei Minuten vor Schluss. Fast alle Zuschauer hatten den Torschrei schon auf den Lippen, den Mesumer Verantwortlichen war das Herz schon halb in die Hose gerutscht.

Doch Dennis Kaminski vergab die letzte Chance für die Herberner auf den entscheidenden Treffer, als er aus fünf Metern aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei zielte. In jeder Trainingseinheit ist dies ein sicherer Treffer, doch am Sonntag wollte der Ball einfach nicht ins Tor. „Wir haben manchmal den letzten Pass von außen nicht richtig in die Mitte bekommen oder den Torwart angespielt“, merkte Bentrup, wo es hakte.

Entwarnung bei Hölscher und Runde

Dabei hatten sie trotzdem viel mehr Möglichkeiten als die Gäste, waren im Abschluss aber einfach nicht konsequent genug. Anstatt am Strafraum einfach mal schnörkellos den Abschluss zu suchen, kam noch der nächste Schlenker – und die gute Chance war dahin und der Ball landete letzlich bei Gäste-Keeper Max Schmalz. Es schien, als bräuchte der Tor-Motor der Blau-Gelben ein wenig länger, um auch in der zweiten Saisonhälfte wieder an Fahrt aufzunehmen.

Besser wollen es nun die Angreifer des SVH – die sind immer noch mit 38 Treffern die torgefährlichsten in der Landesliga 4 – am kommenden Sonntag im zweiten Heimspiel in Folge mache. Dann stellt sich das Schlusslicht SV Gescher in Herbern vor.

Mehr Freude bereitete Bentrup da schon eher der Einsatz von Johannes Richter auf der rechten Abwehrseite. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht und stand defensiv stabil“, lobte Bentrup den Einsatz einer der Jüngsten im Team.

Richter hatte in der Vorbereitung überzeugt und der Trainer belohnte seinen Einsatz mit einem Platz in der Startelf, auch wenn die rechte Abwehrseite normalerweise nicht die Position des eigentlichen Sechsers ist.

Sorgenfalten ins Gesicht trieb den Herberner Verantwortlichen die verletzungsbedingte Auswechslung von Dennis Hölscher. Wie sich herausstellte, hat es ihn mit einer offenen Wunde und einer starken Prellung des Schienbeins nicht ganz so schlimm getroffen wie befürchtet. „Er kann am Donnerstag vielleicht ins Training einsteigen“, prophezeit Bentrup.

Mondrian Runde, der in der ersten Hälfte unsanft auf der Tartanbahn landete, kam mit einem dicken Bluterguss im Handgelenk davon. Sven Freitag war am Sonntag erst gar nicht dabei. Eine Blase an der Ferse hatte sich beim Keeper so sehr entzündet, dass er kurz vor einer Blutvergiftung stand. Er wurde im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt, ist aber schon auf dem Weg der Besserung. - lel

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