SVH-Trainer Bentrup: „Alles ist im grünen Bereich“

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Christian Bentrup

HERBERN - Sieben Testspiele, davon fünf Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage. Zu meckern gibt es für den Trainer des Landesligisten SV Herbern, Christian Bentrup, wenig. Zumindest sportlich. Was ihn dennoch stört und warum ein Systemwechsel möglicherweise nötig ist, erklärte er im Gespräch WA-Mitarbeiterin Lenneke Lenfers-Lücker.

Die Ergebnisse der Testspiele in der Vorbereitung lassen darauf schließen, dass es gut gelaufen ist. Ist der Trainer auch zufrieden?

Christian Bentrup: Es ist auf jeden Fall schön, dass wir in der Wintervorbereitung alle Spiele absolvieren und vernünftig trainieren konnten. Die Ergebnisse sind auch positiv. Also ist sportlich alles im grünen Bereich.

Das klingt nach einem Ausschlusskriterium. Was war nicht so zufriedenstellend?

Bentrup: Die Verletztensituation. Wir hatten im vorletzten Test gegen Neheim leider zwei Langzeitverletzte zu beklagen. Für Ahmed Schett ist mit seinem knöchernen Ausriss im Sprunggelenk die Saison gelaufen, bei Dominick Lünemann lautet die vorläufige Diagnose Außenbandriss und Anriss des Syndesmosebandes im Sprunggelenk. Wir müssen abwarten wie lange der Heilungsprozess dauert. Dazu konnten Dennis Närdemann und Simon Närdemann die ganze Zeit nicht trainieren und sind gerade erst wieder ins Training zurückgekehrt. Das ist zumindest ein Lichtblick.

Mit den Eindrücken aus der Vorbereitung – was habt ist das Ziel die zweite Saisonhälfte?

Bentrup: Kurzfristig gesehen liegt der Fokus erstmal auf den ersten beiden Heimspielen gegen Mesum, die nur knapp hinter uns stehen, und Gescher. Wenn wir aus den beiden Spielen sechs Punkte holen, dann haben wir den weiterhin Kontakt zum Zweitplatzierten und den haben wir dann auch im Visier. Andererseits wollen wir natürlich so schnell wie möglich den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen, auch wenn mit 28 Punkten nicht mehr viel anbrennen wird.

Kommen wir nochmal auf das Personal zurück. Welche positive Überraschung gab es in der Vorbereitung, wer hat überzeugt?

Sebastian Schütte (l.), eigentlich als Ersatz-Spielmacher vorgesehen, fällt am Sonntag beim SV Herbern aus. - Foto: Lenfers-Lücker

Bentrup: Die A-Jugendlichen, die seit dieser Saison bei uns sind, haben im Winter nochmal einen ordentlichen Sprung gemacht und sind leistungsmäßig nah an die erste Elf ran gerückt. Dadurch wird der Konkurrenzkampf in der Rückrunde natürlich größer. Julian Trapp hat eine Bombenvorbereitung gehabt in den ersten vier Wochen und steckt grade in einem kleinen Loch. Er muss die Frische wieder finden. Julian Richter hat ebenfalls eine starke Vorbereitung gehabt und war in den Zweikämpfen sehr präsent. Er ist sicher eine Option.

Wird es denn Änderungen in der ersten Elf geben? Muss vielleicht sogar ein Systemwechsel erfolgen, weg von der einen Spitze?

Bentrup: Das wird sich zwangsläufig ergeben. Am Wochenende fehlt zum Beispiel schon Sebastian Schütte aus beruflichen Gründen. Außerdem werden wir bald Gelbsperren haben, weil der ein oder andere Spieler mit drei oder vier Gelben Karten belastet ist. Steven Farchmin, der häufig als einzige Spitze vorne drin stand, hat wenig trainiert in der Vorbereitung. Dennis Närdemann, der als Zehner als hängende Spitze agiert hat, ist gerade erst wieder im Training dabei. Da kann es schon sein, dass wir dann aufgrund der Personalsituation auf zwei Spitzen umstellen, dass wird sich dann zeigen.

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