SV Herbern mit Vorfreude zum Spitzenreiter Mesum

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Der Einsatz von Dennis Kaminski (rechts) am Sonntag ist fraglich.

HERBERN - Trotz der schier endlosen Verletztenmisere: Die Vorfreude, dass es am Sonntag mit den zweiten Tel der Saison auch für den Landesligisten SV Herbern wieder los, überwiegt doch. Auch wenn es mit zahlreichen Ausfällen zum Spitzenreiter SV Mesum geht, geht SVH-Trainer Christian Bentrup durchaus zuversichtlich in die Partie.

„Das ist eigentlich ein relativ einfaches Spiel“, erklärt Bentrup, und liefert dafür die Begründung auch gleich nach: „Denn in der Hinserie haben wir mit dem Heimsieg gezeigt, dass wir was holen können.“ Und nicht nur der 2:1-Erfolg von Anfang September 2013 stimmt den Coach zuversichtlich. Auch der jüngste Auftritt am vergangenen Sonntag trotz der 0:2-Niederlage beim Westfalenliga-Spitzenteam 1. FC Gievenbeck brachte wichtige Erkenntnisse. Denn die Herberner zeigten, dass sie für den Ernstfall gerüstet sind. „Wir werden auch in Mesum ähnlich wie in Gievenbeck auf eine starke Defensive bauen und versuchen, in der Offensive Nadelstiche zu setzen“, erklärt Bentrup die Marschroute. Dafür sollen wie bereits in der Hinrunde mit Daniel von der Lay und Steven Frachmin die beiden torgefährlichsten Herberner sorgen.

Zudem sei es wichtig, gegen die mit Abstand beste Defensive der Liga – der Rheiner Vorortverein hat in 17 Spielen erst 14 Gegentore kassiert – nicht in Rückstand zu geraten.

Wie aber die eigenen Viererkette besetzt ist, da fangen dann aber angesichts der langen Ausfallliste die Fragezeichen für die Blau-Gelben an. Sicher ausfallen werden die Langzeitverletzten – Steffen Kramer, Daniel Krüger und Simeon Uhlenbrock – sowie die Defensiv-Stabilisatoren Marvin Bruland (Ski-Urlaub) und Kapitän David Brockmeier (Praktikum im Deutschen Bundestag). Zudem bewertet Bentrup die Einsatzchancen von Sebastian Schütte (Adduktoren) und Mittelfeld-Renner Dennis Kaminski (Kapselverletzung am großen Zeh) eher skeptisch.

Positiver in Richtung Einsatzbereitschaft gibt sich der SVH-Coach da schon bei Dominick Lünemann (Bänderverletzung) und Daniel von der Ley (Platzwunde am Kopf). Sicher dabei sind die zuletzt fehlenden Marian Tüns, Philipp Dubicki und Stefan Roters. Für den in der Hinrunde komplett fehlenden Roters würde ein Einsatz sogar das Pflichtspiel-Debüt in dieser Saison bedeuten.

Und da Mannschaftsführer Brockmeier und seine Stellvertreter Uhlenbrock und Kaminski nicht dabei sein werden, wird vermutlich Abwehrspieler Nils Venneker die Binde tragen. Er soll verstärkt eine Führungsrolle übernehmen, wünscht sich Bentrup. „Er sollte auch vorweg gehen. Das erwarte ich aber auch in der Rückrunde von ihm. Er ist erstaunlich weit für sein Alter und ein ganz wichtiger Spieler“. So dürfte der neue Abwehrchef in Mesum zu einer Art Turm in der Abwehrschlacht werden.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Hassenbrockstadion in Rheine - fraz

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