SVH: Übermütig und im Hurra-Stil ins Verderben

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Drei Spiele gesperrt: Nils Venneker.

HERBERN -  „Übermut“ und „Hurra-Stil“ bei seiner jungen Mannschaft machte SVH-Trainer Christian Bentrup dafür verantwortlich, dass sie im Landesliga-Spitzenspiel beim Tabellenführer YEG Hassel mit 1:4 unterlag.

„Wir sind böse bestraft worden von einer abgezockten Mannschaft“, führte der Coach weiter aus.

So habe man beim Dreifach-Torschützen Kadir Mutluer dessen gesammelte Oberliga- und Regionalliga-Erfahrung erkennem können: „Was er macht, hat Hand und Fuß“, sagte Bentrup.

Die Niederlage trotz mehrerer Möglichkeiten für eine andere Weichenstellung („Wir hatten alle Möglichekeiten, etwas Zählbares mitzunehmen“) hat zur Konsequenz, dass die Herberner auf Platz vier abrutschten und nun zehn Zähler Rückstand auf den türkischen Verein aus Gelsenkirchen haben.

Bitter war die Niederlage deshalb, weil Bentrup bis zum 2:1 für die Gastgeber in der 72. Minute als klar bessere Mannschaft sah. „Wir haben unsere defensive Grundordnung nach dem 1:1 aufgeben. Wir müssen da einfach sehen, dass wir noch genügend Zeit haben, ein Tor zu erzielen“, kritisierte Bentrup.

Da er sein Team aber keinesfalls zu den Meisterschaftsanwärtern zählt, sei auch nichts passiert. „Wir wollen so lange wie möglich oben dran bleiben. Wenn es ein Platz unter den ersten Fünf wird, ist das herausragend. Aber wir haben och vier schwere Spiele inklusive Pokal in diesem Jahr vor uns. Unser erstes Ziel bleibt es, so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen“, wird Bentrup deshalb nicht müde zu betonen.

Drei Spiele Sperre Nils Venneker

Besonders bitter wurde der Tag für den SVH-Kapitän Nils Venneker, der in der 87. Minute wegen einer angeblichen Notbremse mit Rot vom Platz musste – da stand es aber bereits 3:1. „Er ist selbst schuld. Es war ein klares Foul, das er nicht begehen muss. Auch wenn ich der Meinung bin, dass es nicht mit einem Platzverweis geahndet werden musste, da es keine Notbremse war.“

Der Abwehrspieler fehlt nun in den nächsten drei Pflichtspielen – das sind die zwei Meisterschaftsspiele gegen Roxel und in Lünen sowie im Kreispokal am 20. November bei Vennekers Ex-Klub, dem Bezirksligisten FC Nordkirchen. „Das ist zwar eine Schwächung, aber das hat er sich selbst zuzuschreiben“, sagt noch einmal Bentrup. Der 51-Jährige will die Niederlage abhaken, erwartet aber: „Wichtig ist jetzt, im nächsten Spiel gegen Roxel eine Reaktion zu zeigen, auch wenn die uns eigentlich nicht liegen.“  - fraz

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