SVH: Nach dem Kantersieg folgt das Spitzenspiel

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Mehrfach jubeln konnten die Herberner Spieler am Sonntag beim 6:1-Heimsieg gegen den SV Dorstn-Hardt. Nun steht das Top-Duell in Hassel an.

HERBERN - Da kam mit dem Tabellen-14. SV Dorsten-Hardt am Sonntag anscheinend der passende Aufbaugegner für den SV Herbern.

Mit dem höchsten Saisonsieg beim 6:1 (3:1) beendete der zuvor auf Platz fünf abgerutschte Landesligist seine seit dem 17. August dauernde Heim-Misere, die sich durch zwei Remis und zwei Niederlagen ausdrückte. „Wir sind natürlich erleichtert, dass wir mal wieder ein Heimspiel in so überzeugender Manier gewonnen haben“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup nach der Partie.

Und auch die jüngste Negativbilanz mit drei Niederlagen aus vier Spielen beendete Herbern eindrucksvoll, während die Horror-Serie des Westfalenliga-Absteigers aus Dorsten auf nun sieben Niederlagen in Folge und insgesamt zehn sieglosen Spielen in Serie ausgeweitet wurde.

Ein Grund für die Trendwende, die zudem mit dem Sprung auf Platz drei und die Aussicht auf ein Spitzenspiel am kommenden Sonntag beim Tabellenführer verbunden ist, lag auch in den größeren personellen Möglichkeiten, die Bentrup am Sonntag hatte. So kehrte etwa Kapitän Nils Venneker und auch Offensivspieler Mondrian Runde in die Startelf zurück.

„Ich habe immer gesagt, dass, wenn wir unsere Leistung abrufen, wir jeden in dieser Liga – ausgenommen von Hassel, weil ich die noch nicht kenne – schlagen können. Es war wohl eher eine Frage der Einstellung und Herangehensweise “, erklärt der 51-Jährige.

Und jeder einzelne habe sich gesteigert: „Und speziell Johannes Richter hat den nächsten Schritt und ein richtig gutes Spiel gemacht. Gleiches gilt auch für Steffen Hunnewinkel nach seiner Einwechslung“, lobte Bentrup aber doch zwei Spieler, die in der Vorsaison noch in der A-Jugend kickten.

Nun wartet der Spitzenreiter aus dem Gelsenkirchener Stadtteil – den Bentrup damit am nächsten Spieltag kennenlernen wird. Und der Coach hat nicht nur wegen Platz eins großen Respekt vor dem nächsten Gegner YEG Hassel, der ungeschlagen ist und sieben Punkte Vorsprung auf Herbern hat: „Wir waren in beiden Spielen in der vergangenen Saison chancenlos. Hassel war da schon für mich die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben“, erinnert sich Bentrup.

Nun kommt es zum Duell der zweitbesten Heimelf (Hassel hat 16 Punkte bei 9:2-Toren daheim geholt) gegen die beste Auswärtsmannschaft (Herbern hat auf gegnerischen Plätzen 15 Punkte und 16:3-Tore aufzuweisen). „Die Konstellation wollen wir auch mit Leben füllen. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig in der Mannschaft“, sagt der SVH-Trainer.

Und das sich sein Team auch am Sonntag als schwer ausrechenbar im Stadion am Lüttinghof präsentieren kann, hofft Bentrup: „Wir hatten sechs verschiedene Torschützen, das zeugt von enormer Qualität. Ich habe vor dem Spiel gefordert, dass auch aus dem Mittelfeld und der Abwehr wieder mehr Torgefahr kommen muss... Das hat gefruchtet.“

Und da sich am Sonntag die personellen Möglichkeiten weiter verbessern, weil der zuletzt aus beruflichen Gründen fehlende Dennis Kaminski und der zuletzt verletzte Spielmacher Dennis Närdemann wieder zurückkehren, ist auch Bentrups Vorfreude mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden. - lel/fraz

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