SV Herbern hat „bis zur Winterpause nur noch Endspiele“

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Schauen derzeit eher sorgenvoll auf ihr Team: Die Herberner Trainer Christian Bentrup (links) und Ludger Staar.

Herbern -   Die vierte Niederlage in Serie am Sonntag im mit 0:3 (0:3) verlorenen Auswärtsspiel bei der SpVg Emsdetten hatte Auswirkungen in der Tabelle. Damit ist der SV Herbern wie schon früh in der Saison wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

„Bis zur Winterpause haben wir nur noch Endspiele“, sagt deshalb auch Co-Trainer Ludger Staar. Neun Punkte aus zehn Spielen lautet die bisherige Bilanz, drei Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber, dazu gab es 22 Gegentore. Das ist der zweitschlechteste Wert in der Landesliga.

Und im Moment ist es für die Gegner ziemlich einfach, gegen die Blau-Gelben zu treffen. So reichte Emsdetten, mit nun vier Siegen und zwei Remis das heimstärkste Team der Liga, ein langer Ball durch Verteidiger Sterthaus auf Asllani und ein Stellungsfehler von Innenverteidiger Nils Venneker – und schon stand es früh 1:0 für die Gastgeber. „Das Tor fällt wie aus dem Nichts“, berichtete Ludger Staar. „Wenn wir wüssten, woran es liegt, würden wir es abstellen“, zeigt sich Staar angesichts der Niederlagen-Serie ratlos.

Der SVH zeigte trotz des frühen Rückstandes in Emsdetten eine gute mannschaftliche Leistung und spielte auf Augenhöhe mit. Doch die zahlreichen sich bietenden Chancen wurden fahrlässig ausgelassen. „Wir haben über weite Strecken guten Fußball gezeigt. Doch wir hätten hier noch zwei Stunden spielen können, einen Treffer hätten wir wohl nicht gemacht“, fasste SVH-Trainer Christian Bentrup ein weiteres Dilemma für sein Team zusammen, dem 18 Akteure und damit ein ziemlich voller Kader zur Verfügung standen. Bis zur Pause war durch zwei weitere Gegentore die Partie entschieden.

Nun stehen die Herberner 14 Tage lang auf einem Abstiegsrang. Und es gilt für die Trainer, den Spielern wieder eine gewisse Leichtigkeit zu vermitteln und ihnen den Druck zu nehmen. „Die Spieler müssen irgendwie die Köpfe frei bekommen. Deshalb werden wir aber nicht auf das Training in dieser Woche verzichten. Das müssen wir anders machen“, macht Staar deutlich.

Und wenn am kommenden Samstag Schlusslicht SV Dorsten-Hardt sein Nachholspiel gegen Aufsteiger Gemen gewinnt, würde der Vorjahres-Dritte sogar als Schlusslicht in die nächste Partie gegen die Hammer SpVg II gehen. Das Kellerduell und Derby gegen den Ex-Verein des Trainergespanns Bentrup und Staar steigt am Sonntag, 8. November. „Und da müssen wir gewinnen. Egal wie“, fordert Staar. Nach Leichtigkeit hört sich das natürlich nicht an.

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