SVH verlässt nach 4:1 im Kellerduell die Abstiegsplätze

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Herberns Angreifer Marcel Brillowski (Mitte) erzielte den wichtigen Treffer zum 3:1.

Herbern - Der SV Herbern hat am Samstagabend mit seinem vierten Saisonsieg im Kellerduell gegen die Reserve der Hammer SpVg die Abstiegsplätze verlassen. Der 4:1 (1:1)-Erfolg am Samstagabend vor 130 Zuschauern im Derby beendete zudem die Negativserie der Blau-Gelben mit zuletzt vier Niederlagen in Serie.

Die Stimmungslage war entsprechend. Während die Herberner jeden Treffer ausgiebig feierten, stellte der ernüchterte Gäste-Trainer Ferhat Cerci seinen Spielern das denkbar schlechteste Zeugnis aus: „Das war ein Totalausfall der gesamten Mannschaft“, sagte er.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber denkbar schlecht. Nach einer Ecke köpfte Haris Kahric zum 0:1 ein (10.). Doch die Gastgeber ließen sich nicht davon verunsichern und gestalteten die Partie offen.

Tim Bröer gleicht per Seitfallzieher aus

Und es dauerte nicht lange, bis der Ausgleich fiel. Nachdem die HSV-Abwehr den Ball nicht aus dem Strafraum bekam, landete er bei Tim Bröer. Der traf mit einem sehenswerten Seitfallzieher aus zehn Metern zum 1:1 (20.).

Die erste Hälfte war dabei geprägt von intensiven Zweikämpfen – beide Teams gingen entsprechend der Bedeutung der Partie engagiert zur Sache, wobei die Hammer immer wieder mit kleinen taktischen Fouls auch des Spielaufbau des SVH unterbanden.

Die Gastgeber bekamen aber ab Mitte der ersten Hälfte ein leichtes optisches Übergewicht – doch zu einer Chance sollte es nur durch eine Standard-Situation reichen. Der Freistoß von Dennis Hölscher aus 25 Metern in halblinker Position ging knapp am Torwarteck vorbei (32.).

Der Start in die zweite Hälfte spielte den Gastgebern in die Karten. Nach einem langen Ball von Eric Sabe entlang der rechten Außenbahn behinderten sich Kahric und Türkkan gegenseitig, so dass der Ball zu Sebastian Schütte durch rutschte.

Dieser lief alleine auf Michael Strzys zu und ließ dem Ersatzkeeper des Oberliga-Kaders keine Chance beim Treffer zum 2:1. Und nur sechs Minuten später leistete sich Kahric an der Außenbahn ein unnötiges Foulspiel gegen den starken Schütte und seinem Team einen Bärendienst – denn die Konsequenz war die Ampelkarte und dass sein Team in Unterzahl weiter spielen musste.

Nachdem SVH-Angreifer Marcel Brillowski aus drei Metern eine Hereingabe von Lünemann knapp verpasste (55.), fiel das 3:1 wenig später. Denn die Herberner ließen nun nicht locker und schnürten ihre Gäste ein. Als Schütte Dennis Hölscher in den Strafraum schickte, überlupfte der Mittelfeldspieler Keeper Strzys und Marcel Brillowski drückte den Ball in Bedrängnis per Kopf sicherheitshalber zum 3:1 über die Linie (64.).

Der Gast kam noch zu einer Chance, aber den Schuss von Danny Radke aus 18 Metern parierte Sven Freitag mit einem starken Reflwx (77.). Entschieden war die Partie zwei Minuten später, als Dennis Hölscher bei einem Freistoß aus 22 Metern in halblinker Position über die Mauer hinweg diesmal ins Torwarteck zum 4:1 traf (79.). Zuvor war Lünemann übel gefoult worden und musste auch ausgewechselt werden.

Einen noch höheren Sieg vergaben in der Schlussphase Eric Sabe, der nach einem starken Sololauf aus sechs Metern verpasste, abzuschließen (83.) und erneut Brillowski nach einer Hereingabe von Sabe (85.).

SVH: Freitag – Venneker, Christ, Sabe, Hölscher, Ploczicki (71. Richter), Kaminski, Bröer, Lünemann (80. Bentrup), Schütte (67. Runde), Brillowski

HSV II: Strzys – Kahric, Neuhaus, Mvemba (46. Fichera), Kisker (70. Sarisoy), Markandesar (58. Yildiz), Tunc, Mooy, Türkkan, Ibrahimi, Radke

Tore: 0:1 (9.) Kahric, 1:1 (20.) Bröer, 2:1 (48.) Schütte, 3:1 (64.) Brillowski, 4:1 (78.) Hölscher

Bes. Vork.: Ampelkarte für Kahric (HSV II, 53.), wiederholtes Foulspiel - fraz

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