SVH-Trainer Bentrup: „Wir stellen alles auf Null“

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Konsternierte Blicke aufs Spielfeld: Herberns Trainer Christian Bentrup und sein „Co“ Ludger Staar.

Herbern - Nach zwei Spielen in der Landesliga 4 ist der Vorjahres-Dritte SV Herbern ganz tief gefallen. Mit 2:7 Toren und ohne Punkt belegte das Team von Trainer Christian Bentrup nach dem 3. Spieltag nur Rang 14 – das ist der erste Abstiegsrang.

Das 1:5 gegen den TuS Haltern vor heimischem Publikum war ein neuerlicher Tiefpunkt nach dem 1:2 aus der Vorwoche beim SV Burgsteinfurt. Auch wenn beide Gegner als Tabellenzweiter und -dritter mit neun Zählern eine weiße Weste haben und sicherlich nicht zu den schwächsten Teams der Liga zählen, wird diese Tatsache die Sicht bei den Herbernern auf die eigenen Fehler nicht verstellen.

Denn von Schönmalerei ist Bentrup weit entfernt. „Vielleicht sind wir zu relaxed in die Saison gegangen“, fragt sich der Trainer. Und die Höhe der Niederlage „öffnet dafür die Augen, dass wir mehr investieren müssen“, hofft Bentrup auf einen lehrsamen Schock.

„Man kann natürlich gegen Haltern verlieren. Aber in dieser Höhe war das nicht zu erwarten“, meint der Trainer. Eines hat sich dabei durch die ersten beiden Spiele durchgezogen: jeweils nur eine Halbzeit lang spielte das Team nach dem Geschmack des Trainers – in der anderen blieb das Team weit hinten den eigenen Möglichkeiten zurück.

Gegen Haltern waren es die zweiten 45 Minuten, in denen bei den Hausherren nicht viel klappen wollte. Nach ansprechender erste Hälfte und einigen Chancen wollte das Team nach der Pause angesichts des knappen 0:1-Rückstandes auf den Ausgleich drängen. Neun Sekunden nach dem Wiederanpfiff war dieses Vorhaben über den Haufen geworfen – Vierfach-Torschütze Vargin Der erzielte mit unbedrängt das 2:0.

Danach folgten fast zeitweise Auflösungserscheidungen im Teamgefüge und weitere Gegentreffer nach haarsträubenden Fehlern. Es stimmte in keinem Mannschaftsteil mehr und Haltern erhöhte ohne Probleme.

„Fakt ist: Wir stellen jetzt alles auf Null“, sagt Bentrup. Der Spaß ist erst einmal vorbei und alle Spieler empfehlen sich in der Woche beim Training und im Kreispokal-Spiel am Mittwoch (Anstoß: 19.30 Uhr) bei A-Kreisligisten SV Rinkerode für einen Start-elfeinsatz am Sonntag in der Partie beim starken Aufsteiger SC Münster 08. Zwar fehlen weiter sechs Spieler, darunter Leistungsträger wie Runde, Lünemann und Sabe. „Das ist nicht das Argument. Alle wollen in der Landesliga spielen. Und ich glaube immer noch daran, was ich vor der Saison gesagt habe: Alle sind leistungsmäßig noch näher aneinander gerückt.“

Nur müsste dies jetzt unter Beweis gestellt werden. Absprachegemäß hütet die aktuelle Nummer zwei Sven Freitag das Tor im Pokalspiel.

Auch der Blick zur Tabellenspitze verbietet sich. „Jetzt müssen wir erstmal sehen, dass wir überhaupt mal punkten. Solange das nicht gelingt, brauchen wir gar nicht dahin schauen“, sagt Bentrup. Er ist nun gefragt, damit sich der Fehlstart nicht zu einer Krise auswächst. Aber das ist ihm in seiner sechsjährigen Amtszeit mehrfach gelungen.

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