SVH: Bentrup geht Risiko ein, die Belohnung bleibt teilweise aus

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Mondrian Runde (rechts) ging angeschlagen ins Spiel, traf gegen Haltern aber zum 1:0 und hatte weitere Chancen.

HERBERN -  Weiter auf Platz eins, 14 von 18 möglichen Punkten geholt und ungeschlagen in der Meisterschaft. Das Zwischenzeugnis nach sechs Spieltagen und einem Fünftel der Saison fällt für den Landesligisten SV Herbern vorzeigenswert aus.

Und dennoch gibt es Grund, nicht ganz zufrieden zu sein. Denn am Sonntag verschenkten die Blau-Gelben zwei Punkte beim 1:1 (1:0) gegen das neue Schlusslicht TuS Haltern. Denn gegen das einzige Team in der Liga, dass noch ohne Sieg ist, ließen die Hausherren nach der Pause nach und der Druck nahm deutlich ab, der auf das Tor der Gäste aufgebaut wurde.

In der ersten Hälfte war dies noch anders. Da dominierten die Gastgeber deutlich und führten 1:0 durch den zweiten Saisontreffer von Neuzugang Mondrian Runde verdient. Mehr war möglich, doch Top-Torjäger Dennis Närdemann vergab drei weitere gute Chancen, genauso wie noch einmal Runde scheiterte.

Ein 2:0 – da waren sich die Hausherren und auch die Gäste einig – wäre die Entscheidung gewesen.

So durfte aber Haltern hoffen, und holte seinen ersten Punkt der Saison durch Eilerts Sonntagsschuss aus mehr als 30 Metern. „Wir sind schlecht aus der Kabine gekommen. Aber zwischen der 55. und 70. Minute hatten wir genug Chancen, um das 2:0 nachzulegen“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup. Aber es scheiterten Venneker nach einem Vorstoß, Runde, Dubicki und Bröer.

Dass der Druck nachließ, war für den 51-Jährigen verständlich. Mit Björn Christ, Tim Bröer, Mondrian Runde und Dennis Närdemann standen fünf Akteure, die zuletzt nur sporadisch auf Grund von Verletzungen trainierten, in der Startelf. „Das ist für einen Trainer ein zweischneidiges Schwert. Zum einen will man eine erfolgreiche Stammformation nicht ändern. Und wenn man angeschlagene Spieler hat, die nicht so verletzt sind, dass sie ausfallen, aber wenig trainieren, dann brauchen sie auch die Spiele“, erklärt Bentrup.

Er gibt zu, damit ein Risiko eingegangen zu sein, zumal auch der eingewechselte Dennis Hölscher nicht ganz fit war. „Doch eigentlich hätte es auch so langen müssen“, war das Fazit nach den 90 Minuten.

In den nächsten drei Wochen stehen nun drei Partien gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel an: Am Sonntag geht es zum Absteiger BV Brambauer (10.), danach kommt Ahaus (13.) und anschließend muss Herbern zur Hammer SpVg II (14.). „Wir wollten aus den beiden Partien gegen Haltern und Brambauer vier Punkte. Das ist immer noch möglich, aber nun schwieriger. Wir wissen vom Freundschaftsspiel aus dem Juli, dass uns ein zweikampfstarker und aggressiv auftretender Gegner erwartet“, blickt Bentrup schon einmal voraus.

Seine angeschlagenen Spieler, zu denen nun auch mit leichten Adduktorenproblemen seit Sonntag Philipp Dubicki zählt, sollte bis dahin wieder ein Stück weiter fit sein für die Aufgabe. - fraz

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