Dennis Närdemann: Rückkehr des Schlüsselspielers

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Rückkehrer Dennis Närdemann glänze bereits in den ersten drei Meisterschaftsspielen mit vier Saisontoren für den Landesligisten SV Herbern.

HERBERN - Nach drei Jahren beim Bezirksligisten FC Nordkirchen ist Dennis Närdemann wieder zurück bei seinem Heimatverein SV Herbern. Für den Überraschungs-Spitzenreiter der Landesliga ist der torgefährliche Spielgestalter einer der Schlüsselspieler – und traf am Sonntag beim 5:0-Erfolg in Gescher erneut doppelt und glänzte auch als Vorbereiter.

Dennis Närdemann spielt Fußball fast so lange, wie er laufen kann. Mit vier Jahren trat er das erste Mal gegen den Ball, natürlich bei den Minikickern seines Heimatvereins SV Herbern. Seitdem hat der heute 23-Jährige immer das blau-gelbe Trikot des SVH getragen – bis auf zwei Ausnahmen: Als B-Jugendlicher kickte der Herberner für LR beziehungsweise RW Ahlen, und im Sommer 2011 wechselte er von den Landesliga-Senioren des SVH zum Bezirksligisten FC Nordkirchen.

Nach drei Jahren in der Schlossgemeinde ist er nun zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. „Es war schade, dass wir es in Nordkirchen nie geschafft haben aufzusteigen“, sagt Närdemann. „Das war auch der Grund, warum ich nach Herbern zurückgegangen bin. Ich wollte wieder eine Liga höher spielen.“

Golfen in Westerwinkel zur Entspannung

Das kann er beim SVH. Die Herberner waren ohne Närdemann in die Westfalenliga aufgestiegen, mussten in der Saison darauf aber gleich wieder runter. Der verlorene, nun zurückgekehrte Sohn musste sich in vielen Dingen nicht groß umgewöhnen. Da sind der bestens bekannte Verein, der alte Trainer (Christian Bentrup) sowie mit Björn Christ, Marvin Bruland und Dennis Kaminski drei ehemalige Mitspieler, die noch heute in der ersten Herberner Mannschaft kicken.

„Wir haben nun eine viel jüngere Truppe als noch 2011, aber ansonsten gibt es keine größeren Unterschiede“, sagt Närdemann. Auch die aktuelle Mannschaft sei schlagkräftig genug, um in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen und – anders als in der Vorsaison – den Abstiegskampf zu vermeiden. „Mit dem Aufstieg rechne ich nicht, aber ein Platz im Mittelfeld ist durchaus machbar“, so der Herberner zurückhaltend trotz des perfekten Startes mit neun Punkten aus drei Spielen.

Närdemann selbst kommt in der Mannschaft als waschechte Nummer 10 im offensiven Mittelfeld eine zentrale Bedeutung zu. „Er ist sehr wichtig für uns“, sagt Trainer Bentrup. „Wir haben mit Daniel von der Ley einen torgefährlichen Offensivspieler verloren und mit Dennis einen torgefährlichen Offensivspieler gewonnen, der dazu noch Spielmacherqualitäten hat.“

Die hohen Erwartungen an den Rückkehrer habe Närdemann in den Vorbereitungspartien und vor allem in den ersten drei Saisonspielen (5:2 gegen Emsdetten, 2:0 gegen Mesum, 5:0 gegen SV Gescher) bereits erfüllt, betont Bentrup. Mit vier Treffern liegt er in der Torschützenliste ganz vorne. „Dennis kann eine ähnlich hohe Quote erzielen wie Daniel von der Ley“, sagt der Coach. „15 bis 20 Saisontore traue ich ihm durchaus zu.“

In der vergangenen Spielzeit ließ es der Herberner 23 Mal für den Bezirksligisten FC Nordkirchen klingeln. „Natürlich würde ich gerne wieder viele Tore schießen, aber eine Zahl habe ich mir nicht gesetzt“, so Närdemann kurz nach Start der neuen Saison.

Doch Fußball ist nicht alles im Leben des Großhandelskaufmanns. Anfang dieses Jahres hat Dennis Närdemann mit dem Golfen begonnen. Auf der Anlage des nahe gelegenen Klubs am Schloss Westerwinkel entspannt er vom Spiel mit der großen Kugel und versucht, die kleinen Löcher auf dem Green nach und nach genauso unsicher zu machen wie schon seit vielen, vielen Jahren die großen Tore auf den Fußballplätzen.

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