SV Herbern feiert den Erfolg im Kollektiv

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Dominick Lünemann machte eine starke Partie nach seiner Einwechslung.

HERBERN -   Noch drei Minuten bis zum Anpfiff, vor der Bank des SV Herbern bildet sich ein großer Kreis. Trainer Christian Bentrup schwört seine Mannschaft ein. „Wir brauchen jeden von euch“, lautet seine Botschaft und neunzig Minuten später ist klar: die Botschaft ist angekommen.

Dominick Lünemann stand nicht in der Startelf, doch nach seiner Einwechslung sieht man ihm an, dass er kämpft, beißt, keinen Zweikampf scheut und die Linie rauf und runter rennt. Bentrup will nach dem Schlusspfiff keinen herausheben aus seinem Kollektiv. „Mir ist wichtig, dass jeder weiß, dass er dazu gehört. Und die Jungs auf der Bank haben die auf dem Platz mit angefeuert.“ Doch er fügt hinzu: „Auch wenn ich keinen hervorheben will, aber mir gefällt, wenn Leute, die eingewechselt werden, nochmal einen Schub geben.“ Und damit zielt er auf Lünemann, aber auch auf Schett ab, der das Eigentor zum 5:2 mit „vorbereitete“. Aber auch Dubicki fügte sich nach seiner Einwechslung in der Innenverteidigung gut ein.

Und auch ein anderer feierte ein ganz besonderes persönliches Comeback. Es hätte kaum besser für den Herberner Jungen Dennis Närdemann laufen können bei der Rückkehr nach Hause. Er hatte den richtigen Riecher für die Torraumszenen, staubte zweimal am zweiten Pfosten ab. Außerdem bereitete er ein Tor vor. Und das alles, obwohl er angeschlagen war. „Aber dafür haben wir ihn ja auch zurückgeholt“, erklärte Bentrup mit einem Schmunzeln. Er musste ihn vorzeitig vom Platz nehmen, doch der laute Applaus von den Zuschauerrängen zeigte, dass jedem abseits des Spielfeldes gefallen hatte, was er sah.

System mit einer Spitze bewährt sich

Närdemann agierte als Zehner hinter der einzigen Spitze Farchmin, rückte ab und zu in die Spitze. Das System mit einer Spitze bewährte sich. „Die Vorstellung meiner Mannschaft fand ich über weite Strecken überragend und mit der Führung im Rücken konnten wir natürlich auch ganz anders agieren“, bilanzierte Bentrup äußerst selbstbewusst. „Hoffentlich ziehen wir das möglichst lange weiter durch.“ Am Selbstbewusstsein darf es vorerst wohl nicht scheitern. - lel

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