SVH: Restprogramm als Chance und Bürde

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Sven Freitag hatte gegen Ahaus zwanzig Minuten, um sich auf das Spiel vorzubereiten.

HERBERN -   Alles beim Alten trotz einer nicht maximalen Punkteausbeute – so lässt sich das Wochenend-Fazit des SV Herbern wohl am besten zusammenfassen.

Dank der ebenfalls nur unentschieden spielenden Kontrahenten im Kampf um den zweiten Tabellenplatz haben die Blau-Gelben noch alles selbst in der Hand. Trainer Christian Bentrup sieht das als Chance und als Bürde.

Da die Herberner noch gegen alle Konkurrenten – BSV Roxel, SF Stuckenbusch, TuS Sinsen, Lüner SV – im direkten Duell antreten müssen, sind die aktuellen drei Punkte Rückstand auf Platz zwei natürlich absolut aufholbar. Doch Bentrup sieht auch die andere Seite der Medaille. „Das ist gleichzeitig ein sehr schweres Restprogramm, das wir noch spielen müssen“, betont er, dass neben den direkten Konkurrenten auch noch der weit voraus liegende Tabellenführer Hassel wartet. Und zwischendurch warten noch Kellerkinder wie Hammer SpVg II und Dorsten-Hardt, die im Kampf um den Klassenerhalt alles reinwerfen. Schon am kommenden Wochenende gegen die Oberliga-Reserve der Hammer SpVg ist deswegen höchste Konzentration gefragt. „Wir müssen unsere Leistung abrufen und gucken was auf uns zukommt“, sagt Bentrup und spekuliert dabei auch über mögliche Verstärkungen aus der ersten Mannschaft bei den Gastgebern.

Überhaupt war Bentrup froh, „halbwegs unbeschadet“ aus dem Spiel gegen Angstgegner Ahaus heraus gekommen zu sein. Warum seine Mannschaft wieder solch eine schwache erste Halbzeit zeigte, sei schwer zu erklären. „Der Rasen war katastrophal und total holprig, außerdem hat Ahaus natürlich anders gespielt als Brambauer“, versuchte er zu erklären, dass die robuste Spielweise und das schnelle Pressing der Gastgeber seiner Mannschaft das Leben schwer gemacht habe. Außerdem gab es eine Kuriosität bei seinen beiden Keepern. Sowohl Sven Freitag, der später zwischen den Pfosten stand, als auch Leo Fenker seien erst um „zwanzig vor drei“ in Ahaus am Platz gewesen. „Das beeinflusst natürlich auch die Spielvorbereitung“, stellt Bentrup klar.

Dementsprechend sei der eine Punkt wirklich ein Gewinn gewesen – spätestens nachdem die Ergebnisse der Konkurrenten da waren. - lel

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