SVH mit hausgemachten Problemen im Mittelfeld

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Der SV Herbern – hier mit Dennis Närdemann (l.) – geriet gegen Kellerkind Burgsteinfurt außer Tritt.

HERBERN - „Wir haben das Spiel im Mittelfeld verloren.“ Christian Bentrup, Trainer des SV Herbern, hatte einen Tag nach der 1:2-Niederlage gegen den SV Burgsteinfurt den Grund für die überraschende Heimniederlage schon deutlich umrissen.

Zu wenig kam aus der Schaltzentrale des Herberner Spiels, um gegen den abstiegsbedrohten Aufsteiger zu bestehen, der die Herrschaft im Mittelfeld so eroberte.

Ein Beispiel, das Bentrup nannte, war Julian Trapp. Der 19-Jährige spielte unter der Woche im Pokal-Halbfinale beim 5:1-Erfolg stark, bereitete Treffer vor und trug sich sogar selbst in die Torschützenliste ein. Zurecht belohnte ihn der Trainer mit einem Startelf-Einsatz gegen Burgsteinfurt auf der Abräumerposition vor der Abwehr neben Robin Ploczicki.

Doch Trapp wirkte müde. „Irgendwie war er nicht so gut drauf“, musste Bentrup im Nachhinein erkennen.

Doch damit war er nicht der Einzige, der nicht sein volles Leistungspotenzial abrufen konnte. Auch die beiden Außen mit Dominick Lünemann und Mondrian Runde setzten nicht die erhofften Impulse. „Daran merkt man, dass beide zuletzt nicht wie gewohnt trainieren konnten“, erklärte Bentrup.

Damit war in seinen Augen die Unterlegenheit im Mittelfeld hausgemacht. „Wir haben den Burgsteinfurtern so das Feld überlassen und ihnen zu viele Räume gegeben“, führte der SVH-Trainer weiter aus, was sich im Laufe der ersten Halbzeit auch durch die beiden Gegentore abzeichnete. Nach langen Bälle aus der Mitte war SVB-Stürmer Christian Bußmann zweimal durchgebrochen und setzte sich schließlich robust durch. „Die erste Halbzeit hat das Spiel entschieden“, stellte Bentrup dementsprechend fest.

In der zweiten Hälfte sei sein Team zwar besser ins Spiel gekommen, aber die Durchschlagskraft habe nun weiter gefehlt.

Das ist umso ärgerlicher, da sich der souveräne Spitzenreiter YEG Hassel und Verfolger Sportfreunde Stuckenbusch beim 0:0 im Topspiel die Punkte teilten und der Rückstand auf den zweiten Platz hätte minimiert werden können.

Den hat nun der BSV Roxel mit 38 Punkten inne, der die Chance beim 2:0-Sieg gegen die Hammer SpVg II nutzte – wenn auch durch zwei ganz späte Tore.

Herbern belegt mit 35 Punkten nun den fünften Rang. „Gegen Haltern wird es für uns auch sehr schwer, aber wir müssen zusehen, dass wir möglichst drei Punkte holen, sonst hat sich das mit Platz zwei ganz schnell ausgeträumt“, räumt Bentrup ein: „Ansonsten geht es für uns dann darum, die jetzige Position zu halten, was aber mit Blick auf die letzte Saison auch nicht schlecht ist. Da sollte man die Kirche im Dorf lassen.“ In der vergangenen Saison mussten die Blau-Gelben bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen – davon sind sie in dieser Saison weit entfernt. - lel

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