Blitzstart verhilft SV Herbern zum 4. Auswärtssieg in Folge

Nils Venneker (links) hielt diesmal gemeinsam mit Phillip Dubicki die Mitte der SVH-Abwehrreihe dicht.

BRAMBAUER -  Völlig ausgepumpt lagen einige SVH-Spieler nach dem Schlusspfiff auf dem Kunstrasen, so intensiv hatten sie sich den vierten Auswärtssieg in Folge erarbeitet. Beim 2:0-Sieg gegen den BV Brambauer-Lünen hatte sich der Landesligist das Leben zeitweise selbst schwer gemacht. Doch unter dem Strich steht die erneute Verteidigung der Tabellenführung.

Der SV Herbern legte einen absoluten Blitzstart hin. Die Zuschauer hatten gerade erst die richtige Sitzposition auf der Tribüne der Glückauf Arena gefunden, da jubelte schon Blau-Gelb. Farchmin hatte sich auf der rechten Seite an der Eckfahne energisch durchgesetzt, legte zurück auf Ploczicki am Sechzehner, der am zweiten Pfosten den freien Mondrian Runde sah. Runde hatte keine Probleme und versenkte den Ball ins lange Eck.

Die ersatzgeschwächten Gastgeber waren offenbar noch nicht da und brauchten erst diesen Weckruf. Denn anstatt dass die Herberner nun weiter zupackten und ein weiteres Tor nachlegten, kroch sich der Schlendrian der vergangenen Partien ein. Die Herberner blieben passiv und weckten damit Brambauer. Die wurden immer stärker und hatten nach einer Ecke durch Dalibor Mikuljanac die erste große Gelegenheit, doch sein Kopfball strich am langen Pfosten vorbei. Bis zur Pause fehlten dem Spiel die Höhepunkte, das Spiel vor allem der Herberner wurde immer fahriger. Erst ein erneuter Freistoß von Kerem Kalan in der 44. Minute sorgte nochmal für einen Aufschrei, als Ersatzkeeper Leo Fenker den Ball mit dem Fingerspitzen noch zur Ecke lenkte.

In der zweiten Halbzeit bekam Herbern das Spiel wieder mehr in den Griff, doch es fehlte oft der letzte Pass um für gefährliche Aktionen zu sorgen. So blieb es spannend, auch wenn Brambauer selbst wenig Torgefahr ausstrahlte. Nach der Einwechslung von Sebastian Schütte kam aber wieder Betrieb in die SVH-Offensive. Seine Ablage auf Bröer knallte der noch drüber, sein eigener Schuss kurz danach ging rechts vorbei (76./77.).

Doch es war wohl der Dosenöffner. Denn in der 80. Minute war es soweit. Robin Ploczicki erkämpfte sich den Ball auf Strafraumhöhe, ließ einen Verteidiger stehen und schlenzte den Ball rechts ins Tor. Es war die Erlösung auf Herberner Seite, Ploczicki ging in einer Jubeltraube unter.

Von Brambauer kam kein Aufbäumen mehr, eher waren die Herberner noch am dritten Treffer dran. Doch eine entscheidende Situation sollte nicht mehr gelingen, der Blitzstart sollte am Ende gereicht haben.

SVH: Fenker – Dubicki, Venneker, Sabe, Bröer, Ploczicki, Kaminski, Runde (81. Schett), Lünemann (75. Hölscher), Närdemann (71. Schütte), Farchmin

Tore: 0:1 (2.) Runde, 0:2 (80.) Ploczicki - lel

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