SV Herbern beendet seine Heim-Misere

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Robin Ploczicki (Mitte, vorne) erzielte das zwischenzeitliche 2:1 beim Sieg über Dorsten-Hardt.

HERBERN - Der SV Herbern hat seine Heim-Misere beendet – und wie. Mit 6:1 (3:1) schickten sie den Westfalenliga-Absteiger SV Dorsten-Hardt noch tiefer in die Krise. Damit gelang der Truppe von Trainer Christian Bentrup der erste Heimsieg seit Mitte August. Es war ein erlösender Erfolg.

Den Herbernern war von Beginn an der Wille anzumerken, der elenden Serie ein Ende zu bereiten. Denn bereits nach zwei Minuten gingen sie in Führung. Mondrian Runde brachte den Ball von links auf die andere Seite zu Dominick Lünemann, der den Ball scharf vor das Gäste-Tor passte. Da war Tim Bröer eingelaufen und nagelte den Ball aus einem Meter unter die Latte. Der Traumstart für den SVH war perfekt. Man merkte die Sicherheit, die die frühe Führung den Herbernern gab.

Doch aus dem Nichts fiel dann plötzlich der Ausgleich. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau ging der Dorstener Pascal Meinberg über rechts, drei Herberner waren bei ihm. Er schaffte es dennoch den Ball in die Mitte zum völlig freien Alexander Brefort zu passen, der keine Mühe hatte beim Schuss ins untere linke Eck (24.).

Die Gastgeber fingen sich danach wieder, es fehlte aber die hundertprozentige Chance. Erst nachdem Mondrian Runde den Ball durch zwei Verteidiger an der linken Eckfahne auf Eric Sabe durchsteckte und der am Sechzehner Robin Ploczicki bediente, fiel das erlösende 2:1 (42.). Und noch vor der Pause erhöhte Steven Farchmin nach Vorlage von Dominick Lünemann mit dem 3:1 (45.) – ein entscheidender Nackenschlag für die Dorstener, die nach dem Ausgleich doch nochmal kurzzeitig Hoffnungen hatten.

In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild kaum. Herbern hatte das Spiel im Griff – was fehlte, war nur der nächste Treffer. Und der war dann sehenswert. Routinier Björn Christ legte sich in der 62. Minute den Ball zum Freistoß auf halbrechter Position kurz dem Sechzehner zurecht. Sein Schuss landete vom Innenpfosten im rechten oberen Eck. Danach war Dorsten-Hardt geschlagen, sie dezimierten sich selber durch zwei Frustfouls von Linksverteidiger Jens Lensing. In Überzahl spielten die Blau-Gelben ihre Überlegenheit weiter aus, trafen noch durch Eric Sabe und den eingewechselten Steffen Hunnewinkel. Damit waren alle Zweifel beseitigt, fulminanter konnte die Serie nicht beendet werden.

SVH: Freitag – Dubicki, Venneker (73. Trapp), Christ, Bröer, Ploczicki, Richter, Runde (67. Hunnewinkel), Sabe, Lünemann (69. Schett), Farchmin

Tore: 1:0 (2.) Bröer, 1:1 (24.) Brefort, 2:1 (41. Ploczicki), 3:1 (45.) Farchmin, 4:1 (63.) Christ, 5:1 (72.) Sabe, 6:1 (84.) Hunnewinkel

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Jens Lensing (Dorsten-Hardt) wegen wiederholten Foulspiels - lel

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