Schett rettet SVH einen Punkt gegen Beckum

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Herberns Ahmed Schett (vorne links) schreit seine Freude über seinen Treffer zum 1:1 heraus. Mit ihm jubeln (von links) Eric Sabe, Mondrian Runde und Dennis Närdemann.

HERBERN -   Herberns Trainer Christian Bentrup bewies einmal mehr ein glückliches Händchen. Der nach 59 Minuten eingewechselte Ahmed Schett rettete dem bisherigen Landesliga-Spitzenreiter SV Herbern mit seinem Schuss aus 20 Metern (86.) einen Punkt beim 1:1 (0:1) gegen einen starken SV Beckum.

In einer gutklassigen und intensiv geführten Partie war es ein leistungsgerechtes Ergebnis. „Es war viel Tempo und viele Zweikämpfe im Spiel. Das Unentschieden ist in Herbern kein Beinbruch, aber wir stehen weiter auf der Stelle“, sagte Gäste-Trainer Carlos Castilla. Denn sein ambitioniertes Team wartet auch nach dem 4. Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg.

Den Gästen spielte es dabei lange Zeit in die Karten, dass sie früh in Führung gingen. Nach einem Zuspiel von Lade in den Strafraum auf Maurice Schwab spitzelte der Defensivspieler den Ball an den heraus stürmenden Sven Freitag vorbei ins Tor (7.). Für die Gastgeber war dies der erste Rückstand in dieser Saison und sie brauchten einige Zeit, um sich zu sortieren. Dazu kam, dass Beckum in der Defensive gut stand und kaum Flanken und Schüsse zuließ.

Drei Chancen vor der Pause

Drei Chancen hatten die Blau-Gelben dennoch. Nach 28 Minuten kam Julian Trapp – der zusammen mit Marvin Bruland für die beruflich verhinderten Kaminski und Lünemann in die Startelf rückte – nach Runde-Zuspiel aus fünf Metern einen Schritt zu spät. Und erneut Trapp schoss weit über das Tor (38.), wenig später verzog Mondrian Runde aus spitzem Winkel volley nur ganz knapp (40.).

Auch nach der Pause brauchten die Gastgeber lange Zeit, um sich Chancen zu erspielen gegen weiter defensivstarke Beckumer. Bei denen fehlte allerdings auch die Entlastung. „Wir haben nach der Pause zu wenig gemacht und hatten viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung. Wir wollten aber auch hinten sicher stehen“, erklärte Beckums Trainer Castilla.

Ab der 70. Minute nahm der Druck der Gastgeber vor 180 Zuschauern deutlich zu. Tim Bröer scheiterte noch an SVB-Keeper Tapu aus spitzem Winkel (71.). Und nach der Hereingabe von Ahmet Schett wurde der Schuss von Eric Sabe durch Michel Eising für seinen geschlagenen Torwart ein Meter vor der Linie geklärt (75.).

Danach versuchte sich Dennis Hölscher aus 18 Metern und verzog knapp (82.) und der Volleyschuss von Tim Bröer aus 28 Metern nach einer abgewehrten Ecke setzte auf der Latte auf (84.). Zwei Minuten später traf Ahmed Schett aus 20 Metern mit einem Flachschuss zum längst verdienten Ausgleich (86.). Aber beinahe hätte die Partie noch eine ganz andere Richtung genommen, als Falk für die Gäste nur den Außenpfosten traf (89.).

„Wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich schießt, ist das natürlich Glück. Aber der war verdient. Wenn wir fünf Minuten eher das Tor gemacht hätten, hätten wir gewonnen. Beckum war nach 70 Minuten stehend k.o.“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup, der vom Niveau der Partie angetan war: „Das war ein Bombenspiel von beiden Seiten.“

SVH: Freitag – Sabe, Venneker, Christ, Bröer – Trapp (59. Schett), Polczicki (80. Hölscher) – Runde, Bruland, Närdemann – Farchmin (68. Dubicki)

Tore: 0:1 (7.) Schwab, 1:1 (86.) Schett - fraz

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