SVH-Trainer Bentrup nach Talfahrt: „Werden Neustart wagen“

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SVh-Trainer Christian Bentrup

Herbern - Die Hinrunde in der Saison 2015/16 in der Landesliga 4 ist beendet – und weist den SV Herbern als Tabellen-13. ganz knapp über dem Strich aus.

Der Drittplatzierte der Vorsaison wollte eigentlich wieder an der Tabellenspitze mitmischen, muss aber nach neun Niederlagen und einem Remis aus 14 Spielen den Blick nach unten richten. Im Gespräch mit Frank Zöllner erklärt Herberns Trainer Christian Bentrup die Gründe für die Talfahrt und erläutert auch, wie die Blau-Gelben in der sechsten Saison unter dem 52-Jährigen eine bessere Rückrunde spielen wollen.

Was sind die Gründe für den Absturz des SV Herbern in der Hinrunde?

Christian Bentrup: Die liegen in der Verletztenmisere. Wir haben eine hervorragende Vorbereitung gespielt, in der sich erst Außenspieler Mondrian Runde verletzt. Nach dem Westfalenpokalspiel kurz vor der Saison gegen Brackel fielen mit Eric Sabe und Dominick Lünemann zwei weitere schnelle Spieler aus, die auf den Außenbahnen zum Einsatz kommen. Dazu kamen weitere Verletzte und Urlauber, so dass uns zeitweise bis zu elf Spieler fehlten.

Ist die aktuelle Situation die bedrohlichste in Ihrer Zeit in Herbern?

Bentrup: Nein, die bedrohlichste Lage hatten wir vor zwei Jahren, als wir im letzten Saisonspiel noch unbedingt einen Punkt zum Klassenerhalt holen mussten. Wenn wir eine halbwegs normale Rückrunde spielen, kommen wir da unten raus. Die Qualität und der Wille dafür sind da, davon bin ich überzeugt.

Im Vorjahr war der SV Herbern von den Heimmannschaften gefürchtet. In diesem Jahr ist Ihr Team angesichts von sieben Niederlagen in acht Auswärtspartien ein gern gesehener Gast.

Bentrup: Aber genau daran macht sich unsere Verletztenserie fest. Mehr als die Hälfte unserer Hinrundenspiele mussten wir ohne unsere schnellen Außen machen, normalerweise ist dies auswärts genau unsere Spielweise. Wir mussten deswegen unser Spiel umstellen. In Roxel trotz der Niederlage und auch in Dorsten-Hardt hat man gesehen: Sind unsere Außen dabei, ist es gleich viel besser. Aber man muss dann auch mal die Tore machen...

Muss der SV Herbern in der Winterpause personell nachlegen?

Bentrup: Nein. Ich habe überhaupt keine Zweifel an der Truppe und an unserer Arbeit. Wir hatten in der Hinrunde auch unglaubliches Pech. Wir machen jetzt hinter das Jahr 2015 einen Haken und werden in 2016 einen Neustart wagen.

Hält das Nervenkostüm der jungen Mannschaft im sich abzeichnenden Abstiegskampf?

Bentrup: Das glaube ich schon. Im Moment gibt es auch keinen Gründe, die Nerven zu verlieren. Da sehe ich keine Probleme, weil die Mannschaft in den letzten zwei Jahren viel dazu gelernt hat. Das funktioniert schon. Es sind noch 14 Spiele und 42 Punkte zu vergeben.

Wie ist die Vielzahl an individuellen Patzern zu erklären?

Bentrup: Da gibt es keine Erklärung für. In der Hinrunde war es bei uns oft so, dass diese Fehler immer gleich zu Gegentoren führten. Und macht die ein Torwart wie am Samstag Sven Freitag, fallen meist Tore. Wobei es zu diesem Zeitpunkt dann ja auch erst 1:1 stand. Aber die Reaktion vom Rest der Mannschaft war toll. Sie haben Sven aufgerichtet und ihm gesagt, dass er uns schon so viele Punkte gerettet hat.

Wie kommt der SV Herbern aus dem Keller heraus?

Bentrup: Durch harte Arbeit. Am 22. Januar werden wir wieder in die Vorbereitung starten. Ab da geht es in die Vollen. Und ich hoffe, dass wir von den Verletzungen verschont bleiben und wir mal über mehrere Wochen mit derselben Truppe auflaufen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir acht Heimspiele haben – und das zum großen Teil gegen die direkte Konkurrenz. Die Heimpartien liegen uns im Moment anscheinend besser.

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