Landesligist Herbern startet mit einem ausgeglichenen Kader in die Saison

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Der Kader für die neue Saison des SV Herbern.

HERBERN -  Optimistisch blickt Trainer Christian Bentrup auf dem am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den SV Emsdetten beginnende Saison in der Landesliga 4. Als „angespannte Vorfreude“ bezeichnet Bentrup seine aktuelle Gefühlsverfassung. Die fußt auf ein fast durchweg positives Fazit nach über fünf Wochen Vorbereitung.

22 Spieler umfasst der Kader für die kommende Saison – und die garantieren eine hohe Leistungsdichte und einen großen Konkurrenzkampf. „Das sorgt für eine große Intensität beim Training. Fast alle sind auf einem Level“, freut sich Bentrup über die guten Rahmenbedingungen. In allen bisherigen Vorbereitungsspielen gab es keine Niederlage und dabei noch ein Unentschieden gegen den Westfalenligsiten 1. FC Gievenbeck.

Die Vorbereitung im Vorjahr lief auf Grund von vielen Verletzungen nicht so richtig rund. Und dennoch glückte eine guter Saisonstart, dann aber folgten viele Leistungsschwankungen mit einer späten Verwicklung im Abstiegskampf fast bis zum Saisonende. „Da auch die spielerische Qualität sich gesteigert habe, sollte auch das Problem der einfachen Ballverluste im Spielaufbau abgestellt werden“, hofft Bentrup. Doch eine Wunschplatzierung nach Rang zwölf im Vorjahr will er nicht vorgeben. Da die Staffel mit den drei Westfalenliga-Absteigern BSV Roxel, BV Brambauer und SV Dorsten Hardt vermutlich aber noch stärker und ausgeglichener ist, war es fast zwangsläufig, dass sich die Blau-Gelben breiter aufstellen. Und damit soll auch die taktische Flexibilität zunehmen.

Bentrups Wunschsystem ist derzeit ein 4:2:3:1. In der Viererkette sind als Innenverteidiger Kapitän Nils Venneker und sein routinierter Stellvertreter Björn Christ gesetzt.

Davor möchte Bentrup mit einer Doppelsechs agieren und drei offensive Mittelfeldspieler sollen die einzige Spitze Steven Farchmin unterstützen.

Runde ein Gewinner der Vorbereitung

Für die Außenbahnen gibt es zudem verschiedene Optionen. So spielte am Sonntag in der Generalprobe beim 3:0-Sieg im Westfalenpokal gegen den Bezirksligisten Teuto Riesenbeck Eric Sabe rechter Außenverteidiger.

Der schnelle und ballsichere Spieler kam in der Vorsaison vorrangig im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. „Wir haben mehr Möglichkeiten und probieren das aus, was uns am meisten hilft“, sagt Bentrup.

Angetan ist er speziell auch von den A-Jugendlichen Johannes Richter und Julian Trapp. „Sie sind schon erstaunlich weit und klopfen an die Tür“, sagt Bentrup. Ebenfalls einen starken Eindruck hinterließen Robin Ploczicki und Ahmet Schett. Der Angreifer aus der A2 der Hammer SpVg sei „läuferisch stark und willg und hat sich so entwickelt, dass wir auch mit zwei Stürmern spielen können“, erklärt Bentrup.

Auch ein 4:1:4:1-System wurde einstudiert. Generell möchte der Trainer seinem Team schon die eigene Spielidee mitgeben, aber die größere taktische Flexibilität soll auch bei Besonderheiten des Gegners helfen.

Im offensiven Mittelfeld wussten zudem die Neuzugänge Mondrian Runde und Dennis Närdemann zu überzeugen. „Mondrian wollten wir ja nicht umsonst schon in den vergangenen Jahren holen. Er ist flexibel, taktisch gut ausgebildet und auch noch torgefährlich“, sagt Bentrup über den früheren Spieler der Bezirksligisten FC Nordkirchen und Werner SC, der aus Werne stammt.

Und auch Rückkehrer Dennis Närdemann „zeigt das, was wir uns von ihm erwartet haben. Aber da kann noch mehr kommen“, ist sich Bentrup sicher.

Mit Blick auf den Saisonstart sagt er: „Und es wäre schön, wenn wir ähnlich gut starten wie im Vorjahr – und dann keinen Einbruch bekommen...“ - fraz

Der SV Herbern bestreitet am Mittwochabend auf dem Rasenplatz an der Werner Straße ab 19.30 Uhr gegen den Bezirksligisten VfL Senden einen letzten Test vor dem Meisterschaftsstart am Sonntag. „In dieser Partie sollen vorrangig die Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt ein bisschen zurück stecken mussten“, sagt SVH-Trainer Christian Bentrup.

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