SVH-Trainer Berndsen: „Hoffe, dass die Jungs wachgerüttelt sind“

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Thomas Berndsen, Trainer der Herberner A-Jugend

HERBERN - Die Erleichterung darüber war förmlich zu spüren, dass die Fußball-A-Jugend des SV Herbern jetzt endlich in die Winterpause gehen darf.

Seit Anfang November war die schwierige Personallage beim Landesligisten für Trainer Thomas Berndsen nicht mehr aufzufangen, es schlichen sich immer mehr Kleinigkeiten ins Spiel.

Die Mannschaft ist nach der 2:4-Niederlage vom vergangenen Wochenende bei Kellerkind Delbrück und nun fünf sieglsoen Meisterschatsspielen in Serie endgültig im Abstiegskampf angekommen. Danach sah es zu Beginn der Saison erst nicht aus. Im Gespräch mit WA-Mitarbeiterin Lenneke Lenfers-Lücker blickt Trainer Thomas Berndsen auf eine turbulente Halbserie zurück.

Der aktuelle Tabellenstand ist sicherlich ernüchternd. Wie fällt Ihr Fazit für die Hinrunde aus?

Thomas Berndsen: Wir haben jetzt 13 Punkte. Ich habe von vornherein gesagt, dass wir immer Punkte gegen den Abstieg sammeln werden und nach dem Negativlauf sind wir da jetzt auch angekommen. Ich hoffe, dass die Jungs jetzt wachgerüttelt sind, wir dürfen uns eigentlich keine Aussetzer erlauben. Wir müssen lernen auch mal über den Kampf zu kommen, nur mit Schönspielerei kommt man in der Landesliga nicht weit.

Woran gilt es dann jetzt in der Pause zu arbeiten?

Berndsen: Wir müssen zusehen, dass wir auch mal den Kampf annehmen. Das ist eine reine Einstellungssache und deswegen ist es wichtig, dass die Jungs jetzt den Kopf frei bekommen. Sie müssen wachgerüttelt werden. Im taktischen Bereich müssen wir gar nicht so viel machen, wir haben uns in den letzten Spielen eigentlich nur selbst geschlagen, wir haben nicht verloren, weil der Gegner so stark war. Bei uns kommen auch Kleinigkeiten hinzu. Ich muss zum Beispiel einen Carlos Carima spielen lassen, obwohl er nicht trainieren konnte, uns auch in den Spielen oft gefehlt hat. Bei uns fehlt immer einer, der dann ersetzt werden muss. Dadurch fehlt uns die Kompaktheit in der Mannschaft mit der wir mal durchspielen können, das gibt keine Sicherheit.

Mit Blick auf die nahen Abstiegsränge – was ist in der Rückrunde für Ihre Mannschaft noch drin?

Berndsen: Zunächst mal tut die Pause allen gut. Die Jungs haben Ferien und Urlaub und können sich mal mit ganz anderen Dingen beschäftigen und sich ablenken. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Klasse halten werden. Wir haben jetzt in der Hinrunde alle Mannschaften kennengelernt und gesehen, dass keine Übermannschaft dabei war, wir haben ja sogar Lippstadt verdient mit 2:0 geschlagen. Wenn alle Mann wieder an Bord und fit sind, bin ich sehr optimistisch für die Rückrunde. Für uns geht es dann aber gegen Münster 08 direkt gut los, da müssen wir dann wieder voll da sein.

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