Martin Südfeld: Die Lebensversicherung des TuS Stockum

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Martin Südfeld, hier noch im Dress des WSC.

WERNE/WITTEN -   Mit seinen zwei Toren beim 3:2-Erfolg des Wittener Landesligisten TuS Stockum gegen den Unnaer Vorortclub SSV Mühlhausen hat der aus Werne stammende Stürmer Martin Südfeld seinem Team die minimale Chance auf den Klassenerhalt gewahrt.

Dabei fiel der Siegtreffer durch Reiser in der vierten Minute der Nachspielzeit –und das in Unterzahl, nachdem Kai Drathen wegen einer Notbremse vom Platz flog (69.). Der vom früheren Trainer des Werner SC, Hartmut Sinnigen, trainierte SSV Mühlhausen liegt aktuell auf dem ersten Nichtabstiegplatz und hätte sich vorzeitig sichern können. Doch durch den Sieg hat Südfelds Team den Abstand auf fünf Punkte verkürzt und das eigene Zählerkonto als Tabellen-14. auf 23 erhöht.

Nach schwacher erster Hälfte steigerte sich das Team des 25-Jährigen, der beim Werner SC groß wurde. Südfeld suchte danach zunächst sein Glück beim damaligen Verbandsligisten Davaria Davensberg, ehe er zum WSC zurückkehrte und nach dem Bezirksliga-Aufstieg ging.

„Wenn meine Mannschaft so kämpft wie in der zweiten Halbzeit, dann bin ich zufrieden – selbst wenn wir absteigen würden. Doch mit dieser Leidenschaft, die die Jungs am Ende gezeigt haben, sehe ich Hoffnung für den Klassenerhalt“, sagte Trainer Sieweke einer in Witten erscheinenden Zeitung.

Seit dieser Saison spielt der Angreifer in Stockum und ist dort so etwas wie die Lebensversicherung darauf, dass sein Team überhaupt noch in Richtung Ligaerhalt blicken kann.

Denn der Angreifer, der oft als alleinige Spitze agiert, hat am vergangenen Montag seine Saisontore 17 und 18 erzielt und führt damit die Torschützenliste gemeinsam mit Oliver Adler vom Tabellendritten SV Brackel an. Der hoch gewachsene Angreifer hat somit die Hälfte aller 36 Stockumer Treffer erzielt.

Gegen Mühlhausen traf Südfeld, der in der Vorsaison beim Liga- und Stadtrivalen SV Herbede nicht über die Reservistenrolle hinaus kam, zweimal zum Ausgleich. Beim 1:1 in der 52. Minute köpfte Südfeld nach einer mustergültigen Flanke ins Tor. Bei seinem zweiten Treffer setzte sich Südfeld sich erneut gegen seinen Gegenspieler energisch durch (67.).

Am Sonntag muss Stockum nun beim beim Aufstiegsanwärter Kirchhörder SV antreten, der als Tabellenvierter zur der neun (!) Teams umfassenden Spitzengruppe gehört, die nur drei Zähler auseinander liegt. Dieses Tableau wird vom Lüner SV mit 40 Punkten angeführt.

Keine Rückkehr zum Werner SC

Danach werden die nächsten Heimspiele richtungsweisend sein. Zwar fällt das Spiel am 4. Mai gegen das abgeschlagene Schlusslicht TuS Eving-Lindenhorst nach dem Evinger Rückzug aus, am 18. Mai kommt dann der ebenfalls bedrohte SV Höntrop.

Ob der Angreifer aus Werne auch in der nächsten Saison in Witten spielen wird, ist noch offen. Der Spieler hatte mit einer Rückkehr zum Werner SC geliebäugelt, konnte sich jedoch nicht mit den Verantwortlichen des Sport Clubs einigen. - fraz

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