Stockum schlägt SuS Rünthe – Eintracht und TuRa verlieren

+
Luftduell zwischen Marin Madjedovic (SuS, links) und Candy Opsölder.

WERNE - Der SV Stockum hat das Zweitrunden-Spiel im Pokalwettbewerb verdient mit 5:3 nach Verlängerung (0:1, 1:1) gegen den SuS Rünthe gewonnen, dabei aber eine unnötige Konditionseinheit eingelegt. Hingegen verlor Eintracht Werne gegen den Bezirksligisten SG Bockum-Hövel und auch der FC TuRa gegen Wethmar.

Kreispokal, 2. Runde: SV STockum – SuS Rünthe 5:3 (1:1, 0:1) nach Verlängerung. „Das hätte schon nach 90 Minuten erledigt sein müssen. Uns fehlte einfach nur das Tor“, meinte Trainer Ralf Gondolf. Sein Team empfängt nun am Mittwoch, 2. September, im Achtelfinale den Königsborner SV.

Für die Spieler der beiden A-Kreisligisten war die Partie auch ein Kampf gegen den inneren Schweinehund und eine Frage der Kraft. Für Stockum war’s das dritte Spiel in sechs Tagen, für die Rünther gab’s Donnerstag und Freitag zwei harte Einheiten mit Fitnesstrainer.

Schon vor der Pause hatte Stockum mehr Ballbesitz und Bacak schoss an die Latte, doch den ersten Treffer setzte der SuS (32.). Marcel Müller stand dabei allerdings unter Abseitsverdacht.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste offensiv zunächst gar nicht statt. Stockum kam zu Chancen und traf nach 58 Minuten verdient zum Ausgleich, als Thierry Opsölder über rechts bis zur Grundlinie lief und mit Bacak den freien Mitspieler im Rücken der Abwehr fand.

Danach wehrte SuS-Keeper Noetzel einen Schuss von Candy Opsölder zur Ecke ab (60.). Bacak traf später das Lattenkreuz (72.) und verzog freistehend aus fünf Metern (76.), der eingewechselte Bußkamp köpfte zunächst freistehend zu halbherzig auf das Tor, dann zwang er Noetzel in den letzen Sekunden der regulären Spielzeit aus der Distanz zu einer Glanztat.

Auf der Gegenseite kam der SuS ab der 70. Minute auch wieder zu Chancen. So nach 81 Minuten, als Packheiser einen Schuss von Karl Michalski nach vorne abwehrte, Schenk im Nachsetzen aber verzog. „Mit den 90 Minuten war ich zufrieden,“, meinte SuS-Trainer Andre Henning, „danach fehlte uns aber die Kraft.“ Keine 60 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, da sorgte Candy Opsölder im zweiten Versuch für das 2:1. Thierry Opsölder, Nils Bußkamp und Necati Bacak erhöhten dann binnen sieben Minuten (100. bis 107.) auf 5:1 und machten alles klar. Danach ließ Stockum noch Rünther Ergebniskosmetik zu, ohne in Gefahr zu geraten. „Das machte sich schon Freitag gegen Herbern bemerkbar, dass wir ein bisschen auf den Brustwarzen kriechen“, meinte SVS-Trainer Rolf Gondolf.

SV Stockum: Packheiser – Ünal, Köroglu (87. Bußkamp), Schmidt (46. Uzun), Barthel, C. Opsölder, Th. Opsölder, Kozlik (80. Eliyazici), Tayar, Karaman, Bacak

SuS Rünthe: Noetzel – Wagner, Abdul Hasan, M. Michalski (46. Obertaxer), Pälmke, Medjedovic, Borúch (56. K. Michalski), Großpietsch, Müller, Aziz Hasan (74. Akti), Schenk

Tore: 0:1 (32.) Müller, 1:1 (58.) Bacak, 2:1 (91.) C. Opsölder, , 3:1 (100.) Th. Opsölder, 4:1 (105.) Bußkamp, 5:1 (107.) Bacak, 5:2 (118.) Akti, 5:3 (120.) Foulelfmeter Müller

Eintracht Werne – SG Bockum-Hövel 0:1 (0:0). Sieben Mann standen Eintracht-Trainer Jörg Fiebig im Heimspiel gegen den ambitionierten Bezirksligisten nicht zur Verfügung. „Die Mannschaft hat sich superteuer verkauft. Ich kann ihr keinen Vorwurf machen“, meinte der Trainer der Gastgeber. Lob gab’s indirekt vom Gästetrainer Markus Mazelle: „Ich bin von der guten Leistung meiner Mannschaft überrascht.“

Der gastgebende A-Kreisligist verlangte der SG trotz der Personalnot alles ab. Die Eintracht stand in ihrer 4-4-2-Formation recht tief, hoffte auf Gegenstöße über den schnellen Manfrey Hessfeld. „Da war es am Strafraum mit unserer Spielfreude vorbei“, meinte Mazelle, dessen Team dennoch ein paar Chancen hatte; so durch Dominik Orlowski nach einem langen Pass, als er den Ball über den halbherzig herauslaufenden Manuel Linke lupfte, aber auch am Tor vorbei.

Die SG störte früh, der Eintracht fehlte dabei die Ruhe im Aufbau. Es gab reichlich unnötige Ballverluste und daher nur eine richtig gute Chance vor der Pause: Nach Freistoß von Martinovic und einem Kopfball von Hasanbegovic bekam SG-Keeper Böings, ein ehemaliger Eintrachtler, die Kugel erst im Nachfassen unter Kontrolle.

Die Entscheidung fiel in der 54. Minute durch Steven Farchmin. Aus zwölf Metern war der langjährige Herberner mit einem Heber erfolgreich. Kurz zuvor hatte der Gast noch einen Schuss an den Innenpfosten zu verzeichnen. Die Eintracht kam zu zwei Chancen. Zunächst vergab Hasanbegovic nach Flanke von Pawlik überhastet, und in der Nachspielzeit fiel sogar noch ein Tor, doch Keeper Böings soll dabei außerhalb des Fünfers im Luftduell zu hart angegangen worden sein.

Eintracht: Linke – Schynol, Thörner (67. Bressler), Obrenovic, Müller, Bajric, Pawlik, Hasanbegovic, Marko Martionovic, Hessfeld, Pra

Tor: 0:1 (54.) Farchmin

FC TuRa Bergkamen – Westfalia Wethmar 1:5 (0:4.) Für den FC TuRa Bergkamen ist der Kreispokalwettbewerb 2015/16 nach der zweiten Runde beendet. Die Rot-Weißen verloren daheim gegen den Bezirksligarivalen Westfalia Wethmar deutlich mit 1:5 und waren mit diesem Ergebnis noch gut bedient. Denn bereits nach 24 Minuten hatte es 0:4 gestanden, ehe die Gäste – vor allem in der zweiten Hälfte – deutlich den Fuß vom Gaspedal nahmen.

Zuvor hatte Cody de Grood die Lüner nach schönem Schnittstellenpass von Dominik Dupke früh in Führung gebracht (4.), ehe Mohamed Camara mit drei ebenso platzierten wie harten Schüssen jeweils von jenseits der Strafraumgrenze einen Hattrick folgen ließ (8., 15., 24.). In der Folge hätten de Grood und Dupke schon das halbe Dutzend voll machen können. Zudem ahndete der überforderte Schiedsrichter Alfred Wicher aus Hamm ein klares Foulspiel an Wethmars Rafael Felsberg im Strafraum (44.) ebenso wenig wie einige unsaubere Aktionen von beiden Teams in Abschnitt zwei.

„In der ersten Hälfte haben wir uns überhaupt nicht gewehrt“, sagte TuRa-Trainer Erkan Gökce. Dies taten seine Schützlinge mit Wiederbeginn zumindest und waren bemüht, die Räume etwas besser zuzustellen. Dass Wethmar nur noch ein Treffer durch Joker Volkan Gül nach einem Konter in der Schlussminute gelang, lag vor allem aber auch daran, dass die Gäste nur noch das Nötigste taten und nahezu keinen Zug zum Tor mehr entwickelten. „Wir haben Wethmar nicht mehr spielen lassen“, versuchte Gökce dies als Verdienst seines Teams darzustellen.

So plätscherte die Partie als extrem lauer Sommerkick dem Ende entgegen. Für die Westfalia hatten Dupke und Tim Cillien zwei weitere Hundertprozentige auf dem Fuß, während die Platzherren nur eine Torannäherung in 90 Minuten verzeichneten. Die aber war sofort erfolgreich, weil nach einem langen Ball die Wethmarer Viererkette komplett falsch postiert war. Zwar wehrte Keeper Maik Müller den Civak-Schuss zunächst noch ab, doch den Abpraller drückte Hasan Kopar über die Linie (77.).

Angst habe er nach diesem Spiel vor dem Saisonstart am kommenden Sonntag nicht, sagte Gökce: „Die zweite Hälfte war völlig okay. Zudem haben uns fünf Stammspieler gefehlt.

TuRa: Kurpanik – Torka, Drieling, Celiktas, Ergül, Kopar, Gün, Köroglu, Berndt (66. Kleit), Lippmann, Krucinski (46. Civak).

Tore: 0:1 (4.) de Grood, 0:2 (8.) Camara, 0:3 (15.) Camara, 0:4 (24.) Camara, 1:4 (77.) Kopar (77.), 1:5 (90.) Gül

Arminia Hamm – SuS Oberaden 1:3 (0:1). „Wir haben uns heute dem schlechten Niveau der Heimmannschaft angepasst“, war Oberadens Trainer Michael Pannicke trotz des Erfolges nicht zufrieden. Auf Flanke von Burak Maden köpfte Zoran Mayanovic in der 25. Minute zum 1:0 ein.

Kurz nach dem Seitenwechsel schafften die Platzherren den überraschenden Ausgleich. Doch bereits drei Minuten später sorgte Akyol für die erneute Führung. Danach hatte Oberaden viele Chancen zur frühzeitigen Entscheidung. Es dauerte allerdings bis zur 92. Minute, ehe Mayanovic per Elfmeter endgültig für das Weiterkommen sorgte.

SuS Oberaden: Lucas, Akyol, Ruman, Halilovic, Goslawski, Mayanovic, Lohietz (55. Holtze), Zimnik, Maden, Erikoglu, Triller (46. Köhler)

Tore; 0:1 (25.) Mayanovic,1:1 (47.) Lünemann, 1:2 (50.) Akyol, 1:3 (90.+2) Mayanovic

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare