Pokal-Halbfinale: SV Herbern ist der Favorit

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Zwar sind nicht mehr alle Spieler aus dem Pokalsiegerteam aus dem vergangenen Jahr (im Finale gegen Eintracht Werne) mit dabei, doch trotzdem will auch der diesjährige Kader genau das erleben: Die große Party nach dem Titelgewinn.

HERBERN - Noch zwei Spiele ist Fußball-Landesligist SV Herbern vom Kreispokaltitel entfernt. Die drei verbliebenen Mitstreiter: allesamt Kreisligisten. Die Favoritenrolle ist damit klar, auch vor dem Halbfinale gegen Union Lüdinghausen. Trainer Christian Bentrup will den Favoritenstatus ebenfalls nicht von der Hand weisen. Für ihn gibt es jedoch ein Aber.

„Wir müssen das erstmal auf dem Platz beweisen“, fügt er hinzu, wenn er über die Rolle seiner Mannschaft unter den verbleibenden vier Teams – neben Union Lüdinghausen sind noch die SG Selm und der SV Südkirchen mit dabei – im Kreispokal spricht. Derjenige, der den Titel holt, geht in die Geschichtsbücher ein. Denn der Fußballkreis Lüdinghausen wird bekanntlich nach dieser Saison aufgelöst, in dieser Saison wird der letzte Titelträger gesucht.

Entsprechend groß ist die Motivation bei Bentrup. „Und nicht nur bei mir, die Mannschaft weiß auch um die Bedeutung in diesem Jahr“, stellt er klar. Der SV Herbern hat neben dem finalen Charakter des Wettbewerbs in diesem Jahr auch die Titel aus den beiden Vorjahren im Gepäck. Sie hätten also auch die Chance den Pokal das dritte Jahr in Folge einzuheimsen.

„Die Jungs wissen mittlerweile wieviel Spaß die Spiele im Westfalenpokal machen und sind dementsprechend motiviert“, erklärt Bentrup. Nach dem 3:2-Sieg gegen Beckum in der Liga am Wochenende hat die Mannschaft ohnehin genügend Selbstvertrauen und Schwung gesammelt, um es entsprechend in Lüdinghausen auf den Platz zu bringen.

Mario Pongrac, Trainer von Union Lüdinghausen, ist sich der theoretischen Überlegenheit des Gegners auch vollkommen bewusst. „Wenn alles normal läuft, geht Herbern als Sieger vom Platz, wir sind klarer Außenseiter.“

Über den Gegner weiß Bentrup hingegen wenig. „Ich weiß, dass sie mit Görlich einen guten Torschützen haben“, zählt er sein bescheidenes Wissen auf. Damit hat er nicht Unrecht. Sven Görlich belegt mit 16 Treffern aktuell Rang drei in der Torjägertabelle der Kreisliga A. Am Wochenende hatte er aber mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Die scheinen überwunden. Union-Trainer Mario Pongrac vermeldet einen vollen Kader.

Nach einem guten Saisonstart, durch den die Lüdinghausener lange als Aufstiegskandidat galten, sind sie mittlerweile im Mittelfeld der Tabelle auf Rang sieben abgetaucht. In den vergangenen zwei Jahren wurde Lüdinghausen gleich von der Landesliga in die Kreisliga durchgereicht.

Viele Fakten braucht Christian Bentrup zu seinem Gegner aber auch nicht. „Wir wollen frühzeitig Druck ausüben und unsere Stärken ausspielen, da interessiert mich dann auch der Gegner nicht so viel“, stellt er klar.

In Lüdinghausen mit dabei ist Dominick Lünemann, der am Dienstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Er wird aber vorerst auf der Bank Platz nehmen. Dennis Hölscher wird nach seiner Schienbeinwunde geschont, da er am Ostermontag in der Liga eh aufgrund eines Kurzurlaubs fehlt. Eric Sabe ist weiterhin im Urlaub, dafür sind Steven Farchmin und Julian Trapp wieder mit von der Partie.

Anstoß: Donnerstag 18.45 Uhr, Kunstrasen Lüdinghausen - lel

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