Fortuna Seppenrade will den Kreis LH verlassen

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Spiele in der Fußball-Kreisliga A (LH) zwischen dem SV Fortuna und dem SV Herbern II würden der Vergangenheit angehören, wenn der Lüdinghauser Vorortverein den Kreis 21 verlässt.

LÜDINGHAUSEN - Schwerer Schlag für den Fußballkreis Lüdinghausen: Fortuna Seppenrade will spätestens zur Saison 2015/16 in den Kreis Ahaus/Coesfeld wechseln – womöglich aber auch schon in diesem Jahr.

Diesen Weg zu gehen, darin war sich der Vereinsrat des SV Fortuna nach einer Diskussion am Freitagabend im Klubheim einig. Die Anträge werden in den kommenden Wochen vorbereitet und bei den entsprechenden Stellen eingereicht sowie alle weiteren Formalitäten in die Wege geleitet.

Über einen Wechsel entscheidet nur der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Dessen Zustimmung dürfte aber als sicher gelten, nachdemn bereits Westfalia Wethmar zu dieser Saison in den Kreis Unna/Hamm wechselte.

Ob der Wechsel bereits zum Sommer 2014 erfolgen könnte, ließ der SV Fortuna noch offen. Der Beschluss über den Zeitpunkt wird noch vom Vorstand gefasst, der Vereinsrat hat da nur eine beratende Funktion. Zuvor werden die Fortuna-Mitglieder auf der Generalversammlung am 31. Januar über diesen einschneidenden Schritt informiert.

„Diese Entscheidung haben wir nicht ad hoc getroffen. Schon weit im Vorfeld wurden intensive Gespräche mit dem Kreisvorstand Ahaus/Coesfeld, aber auch mit dem heimischen Kreisvorstand geführt“, sagt Fortuna-Vorsitzender Berthold Stegemann.

„Zwei ganz wichtige Argumente gaben den Ausschlag für einen Wechsel. Zum einen sind im Spielbetrieb der Junioren im anderen Kreis 52 Vereine am Start. Bei uns sind es 20, wobei einige Vereine nicht einmal alle Staffeln besetzen können“, sagt Stegemann, und: „Zum anderen könnten alle Mannschaften unseres Vereins in einem einzigen Kreis spielen. Bis jetzt sind vor allem unsere Mädchen und Damen in verschiedenen Kreisen im Meisterschaftsbetrieb unterwegs.“

Die geplanten Veränderungen waren zuvor in einer Arbeitsgruppe, der alle beteiligten Gruppen wie die Schiedsrichter und die am Spielbetrieb der Senioren, Junioren und Damen verantwortlichen Personen angehörten, erörtert worden.

„Die Argumente des Kreises Ahaus/Coesfeld waren überzeugend und kamen uns entgegen“, sagt der stellvertretende Fortuna-Vorsitzende Helmut Nottenkämper. „Alle Mannschaften von uns würden wertgleich in die dortigen Ligen integriert“, erläuterte er. „Der Vorstand des heimischen Kreises, den wir über unsere Gedankenspiele informiert haben, signalisierte zwar Verständnis, appellierte aber an den Solidargedanken. Der SV Fortuna will sicherlich nicht der Anfang vom Ende des Kreises Lüdinghausen sein.“ Der DFB-Stützpunkt in Seppenrade sei davon nicht betroffen.

„Ziehen andere Vereine nach, wäre das der Anfang vom Ende für den Kreis“, befürchtet Robert Heitmann, der Vorsitzende des Fußballkreises Lüdinghausen.

Die beiden Kreisvorsitzenden Robert Heitmann (Lüdinghausen) und Willi Westphal (Ahaus/Coesfeld) wurden von den Fortunen am Wochenende telefonisch über den Vorschlag des Vereinsrates informiert. Neben Westfalia Wethmar hatten auch die Leichtathleten des TV Werne und nun auch die Laufsportfreunde Werne den Fußball- und Leichtathletikkreis gewechselt.

Auch die Fußballer des Werner SC hatten lange Zeit mit einem Kreiswechsel geliebäugelt, hatten dann aber im Sommer vergangenen Jahres ein klares Bekenntnis für den Kreis Lüdinghausen abgegeben. . - mib

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