Gumprich verabschiedet sich vom WSC II mit Überraschungssieg

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Kurt Gumprich hat beim Werner SC aufgehört.

Werne - Kurt Gumprich stand am Sonntag überraschend das letzte Mal an der Seitenlinie bei der Reserve des Werner SC – und sah einen Überraschungssieg gegen einen Titelanwärter.

Kreisliga A2 (Münster): Werner SC II – SC Nienberge 5:3 (3:2). Die „Zweite“ des Werner SC schlägt den bisherigen Tabellenzweiten aus Nienberge und feiert im letzten Spiel vor der Winterpause einen extrem befreienden Sieg – nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie.

Die Reserve des Sport Clubs machte von Beginn an Druck – und das zahlte sich früh aus. Unter Druck spielte Nienberges Verteidiger Ruschulte den Ball an seinem weit aufgerückten Torwart vorbei zur Werner Führung (2.).

Danach lief es weiter nach Maß für die Hausherren. So legte Marc Fuhrmann nach schönem Zuspiel von Jussef Saado das 2:0 nach (14.). Nach einer halben Stunde nutzte Saado, er spielte als Leihgabe aus der „Ersten“, in der er am Samstag aus familiären Gründen passen musste, selbst einen kapitalen Bock des Gäste-Keepers zum 3:0 (32.).

Doch danach gab der Gastgeber das Spiel fast aus der Hand. Zunächst rettete WSC- Keeper Luca Wiegel zweimal in höchster Not, ehe die Gäste doch noch auf 3:2 verkürzten (38., 43.).

Nach der Halbzeit aber zeigte der Sport Club aber die nötige Moral, die noch in der Vorwoche fehlte, und schlug selbst wieder zu. Innerhalb von sechs Minuten machte Fuhrmann nach zwei blitzsauber gespielten Angriffen seinen Dreierpack perfekt (53., 59.).

Nienberge gab sich aber nicht auf und kam nochmal heran. Kerem-Selim Kacar setzte einen direkten Freistoß aus 20 Metern direkt in den Winkel (67.).

Doch danach ließ die „ZWeite“ des WSC nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg über die Zeit – trotz Unterzahl nach der Ampelkarte gegen Marius Nowak (77.).

WSC II: Wiegel – Kerk, Wintjes, Liesegang Plümper, Demand, Gumprich (50. Nowak), Eisenbach, Telgmann, Eichhorst, Fuhrmann (90. Mrkonic), Saado

Tore: 1:0 (2.) Eigentor Ruschulte, 2:0 (14.) Fuhrmann, 3:0 (32.) Saado, 3:1 (38.) Ruschulte, 3:2 (43.) Bexten, 4:2 (53.) Fuhrmann, 5:2 (59.) Fuhrmann, 5:3 (67.) Kacar

Bes. Vork.: Gelb-rot gegen Nowak wegen wiederholtem Foulspiel (77./WSC)

Gumprichs Abgang

Der 59-Jährige hat eine neue sportliche Herausforderung gefunden. Am vergangenen Dienstag informierte er WSC-Abteilungsleiter Thomas Overmann, dass er in der Winterpause einen neuen Verein übernehmen wird. „Das ist ein neuer Anreiz, etwas zu bewegen“, nannte Gumprich zu den Gründen, ohne allerdings seinen neuen Verein zu nennen. „Der Abschied von der Mannschaft nach dem Spiel ist mir schwer gefallen. Das ist schon eine tolle Truppe. Aber wir haben jetzt 19 Punkte und damit den angepeilten Klassenerhalt geschafft“, sagte Gumprich. Er löste im Winter diesen Jahres zur Rückrunde Rainer Littau als Coach der WSC-Reserve ab, der beruflich stark eingespannt war und deswegen kürzer treten musste.

Zu dem Zeitpunkt war die „Zweite“ des Sport Clubs schon auf Kurs Richtung Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga A – und der wurde auch souverän geschafft.

Wer Nachfolger von Kurt Gumprich an der Seitenlinie beim Werner SC II wird, steht ebenfalls noch nicht fest.

„Wir haben aber schon erste Gespräche mit einem möglichen Nachfolger geführt. Der hat auch schon höherklassig gespielt und wäre ein guter Kandidat“, sagte WSC-Fußballchef Thomas Overmann.

Er war zwar verwundert von Kurt Gumprichs Abgang, sagte aber auch: „Es ist alles fair abgelaufen. Wir können uns noch weiterhin in die Augen schauen“, meinte Overmann.

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