WSC stellt ab Sommer erstmals ein Frauenteam

Die B-Juniorin Lena Volkenrath (l.) wird in der kommenden Saison in der WSC-Frauenmannschaft spielen.

WERNE -  Nach 14 Jahren Pause kehrt eine Frauenmannschaft im Werner Westen auf das Fußballfeld zurück. Um die aktuelle B1-Jugend will die aktuelle Trainerin Marion Rudolph zur kommenden Saison 2014/15 ein Team für den Spielbetrieb bei den Erwachsenen stellen.

In ihrer Glanzzeit spielten die Werner Fußballerinnen des WSC-Vorgängervereins Sportfreunde 67 Werne in den 80er und 90er Jahren zeitweise in der Regionalliga gegen die damalige Elite aus dem Westen wie Siegen und Rheine und Wattenscheid – das war damals die höchste Spielklasse.

Hochphase bis Mitte der 90er Jahre

Dann kam Mitte der 90er Jahre ein Bruch – die Spielerinnen wie Torhüterin Marion Rudolph, Ute Lüttecken, Silke Conrad, Gisela und Martina Essiger sowie Marion Grotefels unter den Trainern wie Werner Angersbach oder Peter Hahne hörten aus privaten und beruflichen Gründen auf – oder einfach, weil sie zu alt wurden. Nachwuchs gab es kaum, so dass der Frauenfußball rund um das einstige Jahnstadion im Jahr 2000 mit der Fusion der Sportfreunde mit dem SSV von der Landkarte verschwand.

Kurzzeitig gab es Anfang der 00er Jahre ein Renaissance beim damaligen VfL Werne, aber auch diese Mannschaft zog sich bald wieder aus dem Spielbetrieb der Kreisliga zurück.

Nun boomt seit langer Zeit der Mädchenfußball beim Werner SC wieder. Es gibt insgesamt vier Mannschaften in allen Altersklassen für Mädchen, die am Ligabetrieb teilnehmen können.

„Eine Mädchenmannschaft hatten wir in all den Jahren immer – auch während unserer Krise“, sagt Marion Rudolph. Der Aufschwung – der Begann im Jahr 2009 und wurde durch die Heim-Weltmeisterschaft 2011 noch angefacht – war Ende vergangenen Jahres bei den erstmals ausgerichteten Mädchenstadtmeisterschaften zu sehen. Alle vier WSC-Teams blieben ungeschlagen, es gab zwei Titel für die C- und D-Juniorinnen und zwei zweite Plätze für die E- und B-Juniorinnen.

Die meisten Spielerinnen aus dem ältesten Nachwuchs – im Mädchenbereich gibt es keine A-Jugend – wechseln im Sommer zu den Seniorinnen. Und da drei Spielerinnen hier dabei sind, die schon zu alt für die Jugend sind – das sind Isabel Bekkerz, Eda Özdemir und Jennifer Dold – spielt das Team in der Kreisliga B außer Konkurrenz mit.

In der kommenden Saison wollen die dann 16- bis 18-jährigen Mädchen den Sprung in den Seniorenbereich wagen. „Ich traue ihnen das zu“, sagt Trainerin Rudolph: „Allerdings werden wir keine Vorgaben wie einen Aufstieg machen.“

Rudolph hört als Trainerin auf

Zudem noch nicht klar ist, in welcher Liga der Werner SC spielen darf oder muss. Die zu dieser Saison neu gegründete Damenmannschaft des TuS Ascheberg spielt in der Kreisliga B (Dortmund) – eine Staffel, die vermutlich auch für den WSC vorgesehen ist. Rudolph hofft aber, dass ihr Team in die Kreisliga A (Unna/Hamm) eingruppiert werden kann. „Da haben wir Spiele gegen Rünthe, Pelkum, Overberge... Da kann man doch hinspucken, wärend wir in der Dortmunder Liga ganz weite Fahrten hätten“, begründet Rudolph. „Aber ich weiß nicht, ob der der Verband uns dort spielen lässt“, führt Rudolph weiter aus. Einen Antrag wird der WSC auf jeden Fall für diese Einteilung stellen.

Rudolph selbst wird sich dann aus der ersten Reihe zurückziehen. „Ich trainiere durchgängig seit 1984 Mädchenmannschaften, dazu kamen immer wieder auch Frauenteams. Ich bin auf. Und man wird nicht jünger“, sagt die 53-Jährige.

Immerhin hat sie ihre eigene Mission erfüllt: „Ich wollte wieder eine Frauenfußball-Mannschaft beim Werner SC. Aber dieses Ziel habe ich nur mit der guten Unterstützung von Thomas Volkenrath und Markus Rohe erreicht“, dankt Rudolph ihrne Mitstreitern.

Sie wird als eine Art sportliche Leiterin im zweiten Glied weiter machen – und die weitere Entwicklung ihrer jungen Spielerinnen verfolgen.

Auf der Suche nach einem Trainer ist der Sport Club bereits – „und auf jeden Fall wären noch ein paar erfahrene Leute für die jungen Spielerinnen wichtig“, sucht Rudolph für den großen Stamm ihres Teams noch Routiniers.

Ansprechpartner:

Thomas Volkenrath unter Tel.: 02389/53 25 05 und 0157/76300510; Markus Rohe unter Tel.: 02389/53 85 67 und 0170/7305317

Von Frank Zöllner

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