Bergkamener Kreisligisten verlieren, TIU dabei das Kellerduell

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SuS-Spieler Marco Macagnino (hinten) schirmt gekonnt den Ball von seinem Heessener Gegenspieler Marian Gutsche ab.

RÜNTHE -   Nach drei Siegen in Folge unterlag der SuS Rünthe in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) dem SVE Heessen. Und auch TIU Rünther verlor im Kellerduell, genau wie Gurbet Sprt gegen Nordbögge

Kreisliga A1 (UN/HAM): SuS Rünthe – SVE Heessen 0:2 (0:0). Im heimischen Hafenstadion war die Elf von Trainer Michael Wierling weitgehend chancenlos. Am Ende hieß es 0:2 (0:0) für den Tabellenvierten.

„Der Sieg für Heesen war nicht unverdient. Mich würde aber interessieren, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn wir in Bestbesetzung gespielt hätten“, bemerkte Wierling. Die Rünther mussten auf sechs Stammkräfte verzichten. Das machte sich bemerkbar. Der SuS hatte große Probleme den Ball überhaupt ihn die gegnerische Hälfte zu tragen. Ihn dort zu halten gelang fast gar nicht. „Wir hatten zu viele schnelle Ballverluste“, bemängelte Wierling. In der Defensive steigerten sich die Blauen erst nach der Pause. In kämpferischer Hinsicht war den Gastgebern kein Vorwurf zu machen.

Im ersten Durchgang rettete SuS-Keeper Manuel Noetzel gleich mehrere Male in allerhöchster Not. Vor allem gegen Ex-SuS-Spieler Matthias Chrismann lieferte sich Noetzel ein Privatduell (16., 18., 40.), das der Rünther klar für sich entschied. Chrismanns Sturmpartner Alessandro Palermo war zunächst ebenso erfolglos (23. , 30.). Die einzige SuS-Chance der ersten Hälfte datiert aus der 20. Minute, als Obertaxer mit einem Freistoß an Betke scheiterte. Nach dem Wechsel stand Rünthe hinten besser. Heesen hatte Schwierigkeiten sich Möglichkeiten herauszuspielen. Kurioserweise erzielte die Gäste genau zu in dieser Phase das Führungstor. Palermo traf auf Chrismann-Flanke zum 0:1 (59.). Die Gäste verwalteten fortan den Vorsprung. Die 08er hatten offensiv imer noch nichts zu bieten. Bis zur zweiten Minuten der Nachspielzeit. Da traf Drlja nach Lippe-Flanke aus dem Nichts den Pfosten. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings schmechelhaft gewesen. im gegenzug machte Palermo alles klar.

SuS: Noetzel – Wagner, Franke, Best, Drlja, Obertaxer, Gattner, Reichelt (76. Lippe), Macagnino (71. Seack), Boruch, Küster (71. Rupp)

Tore: 0:1 (59.) und 0:2 (90+3) beide Palermo

IG Bönen – TIU Rünthe 5:2 (3:2). Der Glaube an den Klassenerhalt lebt wieder bei der IG Bönen. Der Weg bis dahin ist zwar noch lang, doch das Schlusslicht A1 wahrte mit dem 5:2-Sieg im „Abstiegsendspiel“ gegen den Vorletzten TIU Rünthe immerhin die Hoffnung auf ein gutes Ende und hat nur noch drei Punkte Rückstand. Der vorletzte Rang könnte je nach Abstieg in den Bezirksligen immerhin zu einem Relegationsspiel berechtigen.

„Das war komplett nichts, keine Einstellung und kein Zweikampfverhalten“, war TIU-Spielertrainer Daniel Rafalski enttäuscht.

Den besseren Start in die so eminent wichtige Partie fand aber Rünthe. „Wir sind erst nach einer halben Stunde reingekommen“, meinte der Sportliche Leiter Peter Thiemann. Da lag Bönen schon 0:2 hinten, weil die Gastgeber zweimal bei Ecken düpiert worden waren. Sertac Cakici (25.) und Beraat Halatci (33.) trafen per Kopf.

Doch im Gegensatz zu vorherigen Spielen, zeigte das Schlusslicht Moral. Nur drei Minuten nach dem 0:2 verkürzte Semih Karayaka nach Vorlage von Ibrahim Yörük. Und mit dem nächsten Angriff glich Yörük aus, nachdem Raphael Thiemann aufgelegt hatte (36.).

Die IG hatte noch eine kritische Szene nach einem Ballverlust von Mehmet Duman zu überstehen, aber kurz vor der Pause sorgte das Tor von Kapitän Nihat Isik für großen Jubel bei den Gastgebern.

Bedient war dagegen TIU-Trainer Daniel Rafalski: „Wir bringen uns durch zwei individuelle Fehler selber aus dem Konzept. Und dann brechen wir auseinander. Das gleicht Auflösungserscheinungen“, meinte der Rünther Torhüter.

Rafalskis Aussage trifft das Geschehen in der zweiten Halbzeit. Der IG boten sich Chancen in Hülle und Fülle, doch erst Karayaka schoss nach schönem Rückpass von Adem Batak das beruhigende 4:2 (66.). Zuvor hatte Thiemann den Pfosten getroffen (58.), Karayaka drüber geschossen (61.) und Yörük die scharfe Hereingabe von Thiemann verpasst (64.).

Rünthe machte noch einmal durch einen Außenpfostentreffer von Salih Nane auf sich aufmerksam (68.).

TIU: Rafalski – Cakir (84. Dönecke) – Nane, Sezer Cakici – Aytekin, Solak, Öztürk, Erbay, Vasilica (53. Vapurcu) – S. Cakici

Tore: 0:1 Sertac Cakici (25.), 0:2 Halatci (32.), 1:2 Karayaka (35.), 2:2 Yörük (36.), 3:2 Isik (45.), 4:2 Karayaka (66.), 5:2 Thiemann (87.)

Gurbet Spor Bergkamen – VfK Nordbögge 1:3 (1:1). Gurbet Spor Bergkamen hat die Patzer des Konkurrenten TIU und SuS Rünthe nicht genutzt. Da sowohl TIU Rünthe als auch der SuS Rünthe verloren, hätte Gurbet Punkte gut machen können im Abstiegskampf, durch die Niederlage bleibt der Rückstand jedoch bei fünf Punkte zum SuS Rünthe.

Drei glanzlose Zähler waren es am Ende für den Tabellendritten VfK Nordbögge. Schon das Unentschieden zur Pause war nach Ansicht des Coaches „glücklich“. Gurbet Spor erwischte den besseren Start und ging bereits nach sieben Minuten durch Spielertrainer Coskun Bayir in Führung.

Den Ausgleich leitete Florian von Glahn mit einer Hereingabe ein. Den Versuch von Raphael Poljsak blockte Gurbet Spor noch ab, doch Sven Peschel staubte ab (22.). Nach dem Wechsel „haben wir uns zusammengerauft“, sah Juraschuk zwischenzeitliche Besserung. Wieder war es Peschel. der kurz nach der Pause traf. Die Gäste hatten allerdings im zweiten Durchgang auch brenzlige Situationen zu überstehen und spielten bis auf den finalen Konter über Kloda ihre Angriffe zu ungenau aus.

Gurbet Spor: Göleli – A. Genc, Höhne, Acar, Ergünbas (73. Ö. Genc), Islak, A. Genc, T. Gürses, E. Genc, Bayir, Curuk

Tore: 1:0 (7.) Bayir, 1:1 (22.) Peschel. 1:2 (50.) Peschel, 1:3 (90.) Kloda

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