TIU Rünthe: In drei Jahren zum Wiederaufstieg

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Auf Ortsteilsderby gegen den SuS Rünthe muss TIU Rünthe – hier mit Ramazan Cakir (linkes Bild, rechts) vorerst verzichten. Ob Keeper Daniel Rafalski bleibt, ist noch unklar. - Fotos (2): Hillebrand

RÜNTHE - Am Sonntag war es für TIU Rünthe endgültig Gewissheit: Zum ersten Mal in der 15–jährigen Vereinsgeschichte muss die Türkisch-Islamische-Union die Kreisliga A wieder verlassen.

Nach einer sehr enttäuschenden Saison mit vielen Spielerwechseln und drei verschiedenen Trainern war durch den Sieg von Konkurrent IG Bönen bei TuS Germania Lohauserholz II (5:2) am Sonntag Schluss mit Kreisliga-Fußball für TIU – die Rünther verloren am Freitag bereits selbst mit 0:5 in Uentrop und kassierten die zehnte Niederlage in Folge und die zwölfte in 13 Rückrundenspielen.

Nach 13 Jahren in Folge in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) plant der Verein mit Trainer Murat Bacak einen Neuanfang in der Kreisliga B. „Ich habe den Verein im Jahr 1999 mitgegründet und möchte ihn jetzt wieder neu aufbauen“, erklärt Bacak, der vor einigen Wochen als Trainer eingesprungen ist. Gründe für den Abstieg sieht der Übungsleiter in den vielen Personalwechseln seit Anfang der Saison.

„Abstieg war folgerichtig“

Zu Saisonbeginn übernahm Birol Dereli das Amt bei der Union und holte fast eine komplett neue Mannschaft. Insgesamt 13 Neuzugänge wurden präsentiert. Doch nach nur einer halben Saison war für Dereli schon wieder Schluss am Schacht III. Gründe waren die wenigen Erfolgserlebnisse und das immer wieder einige Spieler nicht mehr aufliefen und das Team im Stich ließen.

Übergangsweise übernahm Torwart Daniel Rafalski das Traineramt, doch auch dieser hatte keinen Erfolg und gab das Amt für die letzten sechs Spiele ab. Neuer Trainer wurde fortan Murat Bacak, während sich Rafalski auf seine Aufgabe als Torwart konzentrierte. Das Personal jedoch wurde immer knapper, sodass nicht mehr viele Spieler dabei waren, die Anfang der Saison noch aufliefen. So musste Murat Bacak auf Spieler aus der Reserve zurückgreifen, die sonst in der Kreisliga D kicken. „Die Leistungen wurden von Spiel zu Spiel schlechter. Am Ende haben wir uns einfach aufgegeben. So kann man nicht in der Kreisliga A spielen. Also war der Abstieg folgerichtig“, sagt Bacak.

Eine komplett neues Team wird in der Kreisliga B an den Start gehen – mit vielen jungen und einigen erfahrenen Kickern. „Wir planen einen kompletten Neuaufbau, denn keiner möchte noch einmal so eine Horrorsaison erleben“, gibt sich Bacak kämpferisch. Auf drei Spielzeiten ist der Plan „Wiederaufstieg“ angelegt. Im ersten Jahr soll sich das Team finden und punktuell verstärkt werden, ehe im zweiten Jahr eine obere Position herausspringen soll. „Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre die Rückkehr in die Kreisliga A zu schaffen und uns dort wieder zu etablieren“ sagt der Trainer. - sep

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