Stockum verspielt 2:0-Führung – Eintracht schließt zur Spitze auf

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Stockums Ali Karaman (Mitte) im Zweikampf mit einem Bönener Gegenspieler.

Stockum -  Der Kreisligist SV Stockum hatte beim 2:2 (2:0) die SpVg Bönen am Rand einer Niederlage, musste am Ende aber trotz der zwei späten Gegentore froh sein, die Partie nicht noch zu verlieren. Eintracht Werne schließt zudem zur Tabellenspitze auf. Der SuS Rünthe holte ein 3:3 beim TSC Hamm II.

Kreisliga A1 (Unna-Hamm): SV Stockum – SpVg Bönen 2.2 (2:0). Dabei begann die Partie mit knapp 45-minütiger Verspätung, da der angesetzte Schiedsrichter Michael Wellmann aus Dortmund verspätet anreiste.

Und in die Partie fanden die Gastgeber den besseren Start. Nach vier Minuten bediente Necati Bacak über links den in der Mitte freistehenden Thierry Opsölder, der unbedrängt aus elf Metern Entfernung SpVg-Keeper Heller keine Chance ließ.

In der Folgezeit blieben Chancen Mangelware. Die Gäste kamen durch einen Kopfball durch den freistehenden Jörn Holtmann nach einer Ecke zu einer Chance, der Ball ging aber ein Meter neben das Tor (18.).

Die zweite Chance der Gastgeber führte gleich zum 2:0. Bacak, sonst eigentlich selber Torjäger, schickte mit einem langen Ball Thierry Opsölder auf die Reise, der schneller war als seine Gegenspieler und von der linken Strafraumgrenze mit einem Schlenzer über Heller ins Tor traf (25.).

Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, aber nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste nach und nach den Druck auf die Gastgeber.

Nach einem Konter hätten die Gastgeber aber für die Entscheidung sorgen können. Ali Karaman lief aufs Tor und bediente statt selber zu schießen den mitgelaufenen Necati Bacak, der aber den Ball nicht richtig traf (74.).

Wenig später gelang dem weiter ungeschlagenen Bezirksliga-Absteiger aus Bönen der Anschlusstreffer. Die SpVg spielte sich dabei hinter die Stockumer Abwehrlinie und die finale Flanke verwertete Fatih Korkmaz. Nun drängten die Gäste weiter massiv auf den Ausgleich. Nach einer Ecke traf ein Bönener per Kopf (84.). In der Schlussphase hatten die Gäste sogar noch Chancen, alle drei Punkte mitzunehmen.

„Wir haben gut angefangen. Aber am Ende ist uns auf einigen Positionen die Puste ausgegangen“, sagte SVS-Trainer Ralf Gondolf. Sein Team bleibt mit 14 Punkten im Mittelfeld stecken.

SVS: Packheiser – Barthel, Lupp (46. Slimani), T. Opsölder, Karaman, Bacak, Ünal, C. Opsölder (80. Bußkamp), Tayar, Isikli, Radstaak – Tore: 1:0 (4.), 2:0 (25.) beide T. Opsölder, 2:1 (77.) Korkmaz, 2:2 (85.)

Hammer SC – Eintracht Werne 0:5 (0:2). Ein Spieltag, der wie gemalt ist für Eintracht Werne. Selbst souverän und deutlich gewonnen und durch die Patzer der Konkurrenz an die Tabellenspitze herangerückt.

Nach der ersten Saisonniederlage des Spitzenreiters VfL Mark (1:2 gegen BV 09 Hamm), dem Remis der SpVg Bönen in Stockum) und des TuS Uentrop (2:2 gegen Hammer SpVg III) ist das Team von Trainer Jörg Fiebig nun auf vier Punkte an das Spitzenduo Mark und Uentrop herangerückt – und das sind die beiden nächsten Gegner.

Eintracht freut sich auf die Top-Duelle

„Wir haben nun 14 Tage Zeit, uns darauf vorzubereiten. Jetzt wollen wir uns wieder richtig ins Geschäfts bringen“, sagte Eintrachts Trainer Jörg Fiebig voller Vorfreude.

Beim Hammer SC brauchte der Gast etwa 20 Minuten, um sich an den Kunstrasen zu gewöhnen.

Nach einer halben Stunde fiel das 1:0 für die Evenkämper. Nach einen Freistoß köpfte Oliver Tole zunächst an die Latte, beim Nachsetzen reagierte Marko Martinovic am schnellsten (33.). Wenig später legte Ex-Profi Oliver Tole das zweite Tor nach. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld umkurvte der Angreifer HSC-Keeper Vogt und schob ins leere Tor ein.

Nach knapp einer Stunde schwächten sich die Hausherren, als sie eine Ampelkarte sahen (57.).

Kurz darauf erzielte Manfrey Hessfeld nach einem Steilpass von Matthias Müller das 3:0, als er Schlussmann Vogt noch den Ball durch die Beine schoss (59.).

In der Schlussphase erhöhte Verteidiger Andreas Matula mit seinem ersten Saisontor auf 4:0, der den Ball nach einer Kopfball-Vorlage durch Mario Martinovic nach einem Freistoß volley aus einem Meter über die Linie drückte (80.).

Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Jonas Thörner, dessen Schuss aus 16 Metern in den Winkel abgefälscht wurde.

„Wir waren das ganze Spiel dominant. Mit dem 1:0 haben wir Sicherheit bekommen. Schön ist auch, dass wir endlich mal zu Null gespielt haben“, freute sich Jörg Fiebig.

Eintracht: Linke – Matula, Schynol, Obrenovic, Pra, Müller, Marko Martinovic, Mario Martinovic, Hessfeld (70. Thörner), Zengin (67. Scharein), Tole, (65. Hasanbegovic)

Tore: 0:1 (33.) Marko Martinovic, 0:2 (39.) Tole, 0:3 (59.) Hessfeld, 0:4 (80.) Matula, 0:5 (88.) Thörner

Bes. Vork.: Ampelkarte für (HSC, 57.) wegen Einforderns einer gelben Karte für einen Gegenspieler

Türkischer SC Hamm II – SuS Rünthe 3:3 (0:2). Eigentlich war der SuS Rünthe klar auf Kurs für die drei Punkte, doch am Ende waren sie froh den einen Punkt mitgenommen zu haben. „Der Punkt ist am Ende glücklich“, gab auch auch Christian Pälmke zu, der Trainer Andre Henning vertrat, der gestern seinen Geburtstag feierte.

Zu Beginn setzten die Gäste ihr Vorhaben um, den Gegner früh zu Fehlern zu zwingen. Bereits in der sechsten Minute führte das zum Erfolg. Nach einer Balleroberung in der gegnerischen Hälfte schaltete Rünthe blitzschnell um und Abdul Hasan vollendete eine Flanke von rechts zum 1:0. Kurze Zeit später verwandelte Padurek einen fälligen Elfmeter nach Foul an Boruch zur eigentlich beruhigenden 2:0-Führung.

Eigentlich, denn danach stellte Rünthe das Spielen ein. Das nutzten die Gastgeber aus und erzielten nach einem Freistoß aus 20 Metern den Anschluss. Danach verlor Hamm einen Spieler durch Gelb-Rot, doch das stoppte die sie nicht zwei weitere Tore zu erzielen. „Zwei Gegentore in Überzahl geht natürlich gar nicht“, sagte Pälmke. Dank Nils Wierlings Tor bereitete die Mannschaft ihrem Trainer dennoch ein kleines Geburtstagsgeschenk.

SuS: Noetzel – Michalski, Schenk, Abali, Pälmke, Boruch, Hasan, Medjedovic, Padurek (87. Seack), Wierling, Großpietsch

Tore: 0:1 (6.) Hasan, 0:2 (14./ET) Padurek, 1:2 (47.), 2:2 (80.), 2:3 (82.), 3:3 (90.+2) Wierling – Bes. Vork.: Gelb-Rote Karten für Cubukcu (66.) wegen Meckern; Mehmedi (87., beide TSC II) wegen Foulspiels; Rote Karte gegen Ö. Sahin (TSC II) nach Abpfiff wegen Schiedsrichter-Beleidigung

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