Eintracht, SV Stockum und SuS Rünthe siegen

WERNE - Der Kreisligist Eintracht Werne tat sich im Spiel gegen den Drittletzten TuS 1859 Hamm schwer, bleibt durch den knappen 3:2 (2:1)-Sieg jedoch in der Verfolgerrolle. Auch Stockum und Sus Rünthe siegen.

Kreisliga A1 (UN/HAM): Eintracht Werne – TuS 1859 Hamm 3:2 (2.1). „Wir müssen das Ding schneller nach Hause bringen“, meinte Eintrachts Trainer Jörg Fiebig.

Bei kühlen Temperaturen auf einem tiefen Rasenplatz zeigte sich die Eintracht in der ersten Halbzeit dominanter. So kam es in der 13. Minuten zum 1:0 für die Evenkämper nach einer Flanke von der linken Seite, als Matthias Schynol per Kopf traf. Die Eintracht wurde zunehmend stärker, verlagerte das Spiel komplett in die Hammer Hälfte und kombinierte gefällig bis zum Strafraum. Allerdings blieben lange Zeit die ganz klaren Torchancen aus.

Das 2:0 entstand wiederum aus einer von links kommenden Flanke. Diesmal köpfte Oliver Tole ins rechte untere Eck ein (40.).

Der Gast kam jedoch noch vor der Pause durch Marvin Obermann zum Anschlusstreffer (42.). Dabei wurde zuvor Eintracht-Keeper Manuel Linke regelwidrig zu Boden gebracht – allerdings blieb der Pfiff aus.

Der Start in Durchgang zwei war perfekt für die Eintracht. Das Team von Jörg Fiebig erhöhte drei Minuten nach Wiederanpfiff auf 3:1 (48.) durch Mario Martinovic.

Der Gast gab sich aber nicht geschlagen und suchte sein Heil nun in der Offensive.

Mit vielen Flankenbällen drängte der TuS die Eintracht in die eigene Hälfte und die Hausherren verloren zudem eine Vielzahl an Zweikämpfen. Glück hatten die Gastgeber, dass dabei Obermann und Wagner ihre Torchancen ausließen.

In der 84. Minute traf nach einem wiederholten Abwehrfehler Witold Cyranek zum 3:2-Anschlusstreffer – den Sieg rettete der Gastgeber aber über die Zeit.

„Es war für uns ein schwer erkämpfter Sieg. Wir waren am Ende viel zu unkonzentriert, Hamm hatte zu viel Platz. Wir müssen hier eher den Sack zumachen“, bemängelte Eintracht-Trainer Jörg Fiebig.

Eintracht: Linke -- Matula, Zengin (74. Hessfeld), Schynol, Obrenovic, Müller, Pawlik, Tole, Marco Martinovic, Pra (74. Scharein), Mario Martinovic (74. Hasanbegovic)

Tore: 1:0 (13.) Schynol, 2:0 (40.) Tole, 2:1 (42.) Obermann, 3:1 (48.) Mario Martinovic, 3:2 (84.) Cyranek

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte Cyranek (TuS 59./90.) für wiederholtes Foulspiel

TuS Germania Lohauserholz- Daberg II – SV Stockum 1:4 (0:2). Die Teamsitzung unter der Woche scheint gefruchtet zu haben. Gegen Schlusslicht Lohauserholz stimmte beim SV Stockum vor allem die Einstellung, wie Trainer Ralf Gondolf feststellte. In der Tabelle kletterte der SVS auf Rang sieben.

Die Gäste nutzten nach einer 20-minütigen Abtastphase die erste Gelegenheit. Nach einem Foul an Necati Bacak legte sich Ali Karaman den Ball zurecht und verwandelte einen Freistoß zum 1:0 (20.). Nur fünf Minuten später schlugen die Stockumer erneut zu. Enes Tayar nutzte einen Abstauber zum 2:0. Die Führung brachte den Gästen Sicherheit. Stockum kontrollierte über die gesamte Zeit das Spiel.

Nach einer schönen Kombination war es Sandro Ünal, der aus knapp 18 Metern den Ball überlegt im Gehäuse der Hausherren unterbrachte (72.). Nur vier Minuten danach lief Necati Bacak den gegnerischen Torwart an und wurde belohnt. Nach dem Ballgewinn traf er zum 4:0 (76.). „Genau so wollen wir es machen“, freute sich Gondolf. Kurz danach hatte Karaman noch die Chance zum 5:0, traf aber nur die Latte.

Das 1:4 in der Schlussminute war Ergebniskosmetik. Gondolf: „Wir müssen jetzt gucken, dass wir die Leistung und vor allem das Resultat in den nächsten Wochen bestätigen. Die Ergebnisse haben jetzt erst einmal Priorität.“

SV Stockum: Packheiser – Lupp, Barthel, T. Opsölder, Karaman (85. Bußkamp), Bacak, Ünal, Eliyazici (70. Köroglu), Slimani, Tayar, Radstaak (70. Uzun) – Tore: 0:1 (20.) Karaman, 0:2 (25.) Tayar, 0:3 (72.) Ünal, 0:4 (76.) Bacak, 1:4 (89.) Walter

VfK Nordbögge – SuS Rünthe 2:4 (0:1). Über die 90 Minuten hatte Rünthe beim Abstiegskandidaten mehr vom Spiel, weswegen SuS-Coach Andre Henning von einem verdienten Sieg sprach: „Hinten heraus muss man aber von Glück reden, dass wir die zwei späten Tore gemacht haben.“

Die Anfangsviertelstunde verschlief der VfK komplett: Marcel Müller traf für den Gast die Latte (7.) und war nach 14 Minuten Wegbereiter der Rünther Führung mit einem Pass auf Michael Großpietsch in den Lauf, der den Ball ins Netz drosch.

Nach dem Rückstand kämpfte sich der VfK in die Partie und hatte Glück: Der Schiedsrichter pfiff zum Unverständnis der Nordbögger einen Handelfmeter, obwohl Sascha Frey den Ball aus kurzer Distanz vor den Bauch bekommen hatte (33.). Müller traf aber nur den Innenpfosten.

Der VfK war nach dem Seitenwechsel zunächst spielbestimmend. Einen Freistoß vom eigenen Strafraum verarbeitete Justin Seepe direkt weiter in den Lauf von Möller, der die Kugel aus 18 Metern über den herauseilenden Nötzel zum 1:1 ins Netz hob (50.). Nach einer Stunde verlor Nordbögge aber wieder den Faden. Dennoch war das 1:2 unnötig, weil Samed Özgüc an der Fünfmeterlinie Müller tölpelhaft umrannte. Diesmal verwandelte Jan Padurek den Elfmeter (68.). Doch in der Schlussphase kam der VfK zurück: Jonas Wiggermann ließ Engin Abali im Strafraum ganz alt aussahen und markierte das 2:2 (81.). Lars Lenser hatte sogar die Führung auf dem Fuß, passte aus 16 Metern allerdings schlampig quer (83.). es ging nun hin und her. Dann traf aus dem Gewühl heraus Mustafa Akti zum 2:3 (86.) und wenig später Mathias Närdemann zum 2:4 (89.) – sehr zum Verdruss von VfK-Trainer Jürgen Serr.

SuS Rünthe: Nötzel – Michalski (88. Franke), Wagner, Abali, Schenk (79. Urbaczka) – Medjedovic, Padurek (75. Wierling) – Großpietsch, Närdemann, Müller – Akti

Tore: 0:1 Großpietsch (14.), 1:1 Möller (50.), 1:2 Padurek (Foulelfmeter/68.), 2:2 Wigerrmann (83.), 2:3 Akti (86.), 2:4 Närdemann (89.)

Bes. Vork.: Müller verschießt Handelfmeter (33.)

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