Ralf Gondolf will Olfens Meisterfeier verschieben

Bereits im Vorjahr machte der SuS Olfen in Stockum die vorzeitige Kreismeisterschaft perfekt. - Archivfoto: Lenfers-Lücker

STOCKUM -  Geschichte kann sich am Sonntag wiederholen: In der Vorsaison am 25. Mai 2014 sicherte sich der SuS Olfen mit einem 5:0-Erfolg beim SV Stockum vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga A (LH). Weil Olfen anschließend in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde scheiterte, gibt es diese Konstellation erneut. Und am 25. Spieltag inder Kreisliga A (LH) hat es Eintracht Werne mit Bork und Herbern II mit Vinnum zu tun.

Kreisliga A (LH): SV stockum – SuS Olfen. Dem Gäste-Team von Norbert Sander reicht nun im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten ein Remis, um den Kreismeistertitel zu verteidigen. „Das ist nur ein Etappenziel“, sagt Trainer Sander, denn: „Unser Saisonziel ist der Aufstieg.“

Die Olfener haben 16 Punkte Vorsprung. Und sollten die Stockumer nicht gewinnen, können sie in den verbleibenden fünf Partien den Rückstand nicht mehr aufholen. „Wir habe es uns erarbeitet, dass wir schon relativ früh Meister werden können“, sagt Sander, und ergänzt: „Wir sind im Moment richtig gut drauf.“ Das mussten zuletzt BW Ottmarsbocholt bei der 0:5-Klatsche und in dieser Woche Davaria Davensberg bei einer 1:8-Abreibung in einer vorgezogenen Partie vom 27. Spieltag erkennen.

„Wir wollen die Meisterfeier natürlich ein bisschen hinaus zögern“, möchte Stockums Trainer Ralf Gondolf noch nicht unbedingt am Sonntag gratulieren. Er sagt aber auch: „Wenn es so ist, haben sie es auch verdient. Olfen ist die beste Mannschaft der Liga.“

Neben der Olfener Stärke kommt zudem die mangelnde Konstanz der Verfolger. „Stockum spielt eine starke Saison. Aber sie haben sich eben auch Ausrutscher wie die Niederlage gegen Ottmarsbocholt oder das Remis gegen Vinnum geleistet, die uns nicht passiert sind“, erklärt Sander.

Dass sein Trainerkollege Ralf Gondolf die jüngste Olfener Partie gegen Davensberg beobachtete, dürfte ihm nach Sanders Meinung kaum weiterhelfen. „Ich denke schon, dass ihn das ein bisschen nachdenklich gemacht hat.“

Dennoch kündigt Gondolf ein offenes Visier an. „Wir werden auf Sieg spielen und nicht nur nach Olfen schauen. Aber wir müssen eng bei den Leuten dran sein, sonst kann es böse ausgehen“

Auch wenn der Gast Naturrasen nicht unbedingt gewohnt ist, „müsste es eigentlich möglich sein, den fehlenden Punkt zu holen, auch wenn es beim Tabellenzweiten schwer genug wird.“

Sein Team wird Sander im Tatendrang übrigens nicht bremsen: „Wir sind keine Mannschaft, die auf einen Punkt spielen kann.“

Fraglich sind beim Gast die zuletzt fehlenden Max Müller (Nackenprobleme) und Alex Hellweg (Nerv eingeklemmt). André Zoldas Einsatz ist zudem fraglich. „Aber um diese Ausfälle aufzufangen, ist unser Kader groß genug.“

Beim SV Stockum fehlt Andreas Gaida mit einer schweren Bänderverletzung und Alexander Sudholt mit Knieproblemen. Dafür sind Föst und Tayar wieder dabei. Heidenreichs Einsatz ist noch fraglich.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportzentrum Stockum

W. Vinnum – SV Herbern II. Die Blau-Gelben wollen mit einem Sieg gegen das Kellerkind in die Erfolgsspur zurückkehren. Nach der Niederlage gegen Union Lüdinghausen ist die SVH-Reserve ins graue Mittelfeld der Tabelle abgerutscht. „Wir wollen die Saison vernünftig beenden und noch ein paar Spiele gewinnen. Platz sechs entspricht nicht unserem Anspruch und unserem Leistungsvermögen“, sagt SVH-Trainer Timy Schütte.

Der SVH muss auf Ramon Lutter, Marcel Pottmeier, Stefan Roters und Sebastian Adamek (alle verletzt) verzichten. Spielertrainer Sven Overs, Fabian Nathaus und Marvin Bruland stehen wieder zur Verfügung.

Die SVH-Reserve verspielte gegen Union Lüdinghausen eine 3:0-Führung und verlor mit 3:4. Vinnum kam im Kellerduell gegen SuS Olfen II nicht über ein 2:2 hinaus. Im Hinspiel setzte sich der SVH deutlich mit 6:1 durch.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr

Eintracht Werne – PSV Bork. Es ist das erste Spiel für die Eintracht, nachdem bekannt wurde, dass in der kommenden Saison trotz Vertragsverlängerung nicht mehr Muris Mujkanovic an der Seitenlinie bei den Evenkämpern stehen wird und dafür Jörg Fiebig übernimmt (WA berichtete).

Die sechs Spiele lange Abschiedstour des künftigen sportlichen Leiters beginnt mit der Partie gegen den Tabellen-13. Bork, der keine Abstiegssorgen mehr hat. „Wir wollen noch das rausholen, was geht. Und das ist Platz zwei“, sagt Eintracht-Angreifer Mario Martinovic und erklärt damit, dass die Saison für den Tabellenvierten nicht einfach austrudeln soll.

Faruk Bozaci ist nach abgesessener Gelbsperre wieder dabei. Dafür fehlt nun Tuncay Kaya nach seiner Roten Karte aus dem Cappenberg-Spiel. Er muss drei Spiele lang aussetzen. Auch Andreas Pawlik ist noch gesperrt und Rouven Scharein noch verletzt.

Eintracht Werne holte zuletzt beim 2:2 in Cappenberg ein 0:2 auf und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Der PSV Bork ließ durch einen 4:3-Sieg gegen BW Alstedde aufhorchen.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportzentrum Dahl - fraz/nil

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