0:11-Debakel für Rünther „Partytruppe hoch zehn“

Trainer Michael Wierling

RÜNTHE - Der SuS Rünthe hat sich sich mit einem 0:11-Debakel bei der Hammer SpVg III in die Winterpause verabschiedet, dessen Gründe offenbar im Besuch von Weihnachtsmarkt und Disco zu suchen sind. Der Trainer war nach dem Schlusspfiff entsprechend geladen...

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Hammer SpVg III – SuS Rünthe 11:0 (4:0).  „Ich sage nur zwei Dinge. Charakterschwäche. Und: Weihnachtsmärkte scheinen wichtiger zu sein als eine vernünftige Einstellung zum Fußball spielen“, erklärte ein deutlich verärgerter Michael Wierling.

Am vergangenen Wochenende veranstaltete der SuS Rünthe auf dem Gelände der Hellweg-Schule seinen Weihnachtsmarkt. „Erst Weihnachtsmarkt und dann noch in die Schicht (Discothek in Bergkamen, Anm. d. Red.). Das war heute die Krönung. Partytruppe hoch zehn,“ war Wierling mit der Spielvorbereitung seiner Mannen überhaupt nicht einverstanden. „Ich habe das schon vor Wochen prophezeit“, fühlte sich der Trainer bestätigt.

Einer vom SuS angestrebten Spielverlegung hatte die Hammer SpVg im Vorfeld nicht zugestimmt. „Dann kommt einer eine Viertelstunde zu spät. Drei Leute vergessen ihre Fußballschuhe und müssen wieder umfahren. Es war gar keine richtige Besprechung möglich“, ärgerte sich der Coach weiter.

Und kündigte anschließend personelle Konsequenzen an. „Wenn jetzt nicht jeder begriffen hat, dass man sich auch in der Kreisliga A gesittet auf ein Spiel vorbereiten muss, muss ich im nächsten Jahr den einen oder anderen vor die Tür setzen“, schickte Wierling eine Warnung an seine Mannschaft.

Das Spiel selbst ist schnell erzählt. In den ersten zehn Minuten hielt der SuS beim Tabellensiebten noch passabel mit. Als Abdullah Sahin dann in der 16. Minute das erste von seinen insgesamt sechs Toren erzielte, verlor Rünthe den Zugriff.

„Heute hat keiner halbwegs Normalform erreicht“, bewertete Wierling die Leistung. Bis zur Pause hielten die Gäste das Ergebnis mit 4:0 noch in für ein Fußballergebnis typischen Grenzen. Nach dem Seitenwechsel brachen beim SuS dann alle Dämme. „Nach den letzten Spielen dachte ich, wir wären auf einem guten Weg. Aber das heute war traurig. Ein Rückfall,“ erklärte Wierling.

Mit insgesamt 58 Gegentoren hat der SuS nun die zweitschwächste Abwehr der Liga. Bei 15 ausgetragenen Spielen bedeutet dies im Durchschnitt fast vier Gegentore pro Partie.

SuS: Noetzel – Wagner Franke, K. Michalski, Großpietsch, Obertaxer (56. Padurek), Stammer, Siegel (62. Seack), Rupp, Schenk, Schnura

Tore: 1:0 (16.), 2:0 (35.) beide Sahin, 3:0 (43.) Denzer, 4:0 (44.) Sahin, 5:0 (49.) Geidis, 6:0 (53.), 7:0 (63.) beide Sahin, 8:0 (70.) Geidis, 9:0 (71.) Sahin, 10:0 (85.) Koglin, 11:0 (87.) Geidis - tm

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