Zwei Aufsteiger für Kreisliga?

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Die Olfener Spieler um Kapitän Danny Achtenberg feierten am Sonntag in Stockum den Gewinn der Kreismeisterschaft.

WERNE -  Was passiert, wenn der seit Sonntag feststehende Kreismeister SuS Olfen in die Bezirksliga aufsteigt? Dann dürfte auch der Vizemeister der Kreisliga B in die Kreisliga A aufsteigen. Das wäre Fortuna Seppenrade 2, aber der Verein verlässt den Kreis. Steigt dann der Dritte auf oder nur der Meister? Oder gibt es ein Entscheidungsspiel? Der Kreisvorstand hat noch keine Regelung getroffen.

Am Wochenende sind weitere Entscheidungen gefallen in den Kreisligen des Fußballkreises Lüdinghausen. Mit dem 5:0-Sieg beim SV Stockum schoss sich SuS Olfen frühzeitig zum Meistertitel in der A-Liga. Weil Verfolger Eintracht Werne gegen BW Ottmarsbocholt nur 1:1 spielte, kann er den Tabellenführer an den letzten beiden Spieltagen nicht mehr einholen.

SuS Olfen kann sich jetzt auf die Relegationsspiele um den Bezirksliga-Aufstieg vorbereiten. Gegner ist der Verlierer des Entscheidungsspiels der Meister aus dem Kreis Ahaus/Coesfeld. Kandidaten sind der FC Epe oder – mit nur noch vagen Chancen – der SC Südlohn aus der Kreisliga A Ahaus sowie der VfL Billerbeck oder Adler Buldern aus der Kreisliga A Coesfeld.

Als Meister der Lüdinghauser Kreisliga B und damit als Aufsteiger in die A-Liga steht die zweite Mannschaft von SuS Olfen fest. Sicher Vizemeister ist Fortuna Seppenrade 2 – und damit wird die Aufstiegsfrage zur obersten Kreisklasse schon schwieriger. Wenn der SuS Olfen den Sprung in die Bezirksliga schafft, darf auch der Zweite der Kreisliga B (LH) aufsteigen. Fortuna Seppenrade wechselt den Fußballkreis, deshalb dürfte die Seppenrader Reserve in diesem Fall in der nächsten Saison in der Coesfelder Kreisliga A kicken.

Was macht aber der Kreis Lüdinghausen mit dem zweiten Aufstiegsplatz in der Kreisliga B, wenn Olfen in die Bezirksliga hochrückt? Es gibt drei Möglichkeiten. Erstens: Der Dritte der Kreisliga B steigt auf (FC Nordkirchen II oder SG Selm II). Zweitens: Der Dritte der Kreisliga B bestreitet ein Entscheidungsspiel gegen eine Mannschaft aus der Kreisliga A. Drittens: Nur der Meister der Kreisliga B steigt auf und es gibt einen Absteiger weniger in der Kreisliga A. Wie ist die Regelung? „Wir haben noch keine endgültige Entscheidung getroffen, die Gespräche mit den Staffelleitern laufen noch“, erklärte der Kreisvorsitzende Robert Heitmann am Montag. „Wir werden uns in dieser Woche für ein Modell entscheiden.“

Die Entscheidung hat Auswirkungen auf die Abstiegsregelung in der Kreisliga A. Dort spielen in dieser Saison 17 Mannschaften, in der nächsten sind es wieder 16. Fortuna Seppenrade verlässt den Kreis. Steigt Olfen 1 nicht auf, dann ist es einfach: Für Aufsteiger Olfen 2 geht Union Lüdinghausen 2 (steht schon als Tabellenletzter der Kreisliga A fest) in die B-Liga. Steigt Union Lüdinghausen aus der Bezirksliga ab, was sehr wahrscheinlich ist, muss auch der Vorletzte der Kreisliga A in die B-Liga. Momentan sind der VfL Senden II und TuS Ascheberg II auf den Plätzen 16 und 15 punktgleich. Das Torverhältnis zählt nicht, bei Punktgleichheit gibt es ein Entscheidungsspiel, erklärt Heitmann.

Bleibt also die Frage, was passiert, wenn sich der SuS Olfen in die Bezirksliga verabschiedet. Es gibt sogar ein Szenario, wonach es – wie im Vorjahr – gar keinen Absteiger aus der Kreisliga A geben könnte. Und zwar dann, wenn Olfen aufsteigt, Lüdinghausen wider Erwarten den Klassenerhalt in der Bezirksliga schafft und der Kreis sich dafür entscheidet, dass aus der Kreisliga B nur der Meister aufsteigt. - red

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