Nur Niederlagen für Eintracht, FC TuRa und Stockum

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Sadek Zengin und der SV Stockum zogen gegen Mark ersatzgeschwächt den Kürzeren. 

Werne/Bergkamen - Es war nicht der Tag von Eintracht Werne und dem FC TuRa Bergkamen in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm). Beide Teams verloren jeweils ihre Spitzenspiele. Eintracht gegen Heessen und TuRa gegen Uentrop. Stockum unterlag dem neuen Spitzenreiter VfL Mark. 

Kreisliga A1 (Unna-Hamm): SV Stockum – VfL Mark 2:5 (0:2). Gegen den neuen Spitzenreiter war der ersatzgeschwächte SV Stockum chancenlos. Immerhin verhinderte der späte Ausgleich von TuS Wiescherhöfen II gegen das Schlusslicht Lohauserholz III, dass der SVS vor dem Derby bei der Eintracht auf den letzten Platz abrutschte. Allerdings trennt die Stockumer nur das bessere Torverhältnis von Lohauserholz III. 

Ohne neun Spieler und ohne den urlaubenden Trainer Ralf Gondolf hielten die Gastgeber bei Dauerregen gegen den VfL Mark in der ersten halben Stunde noch gut mit. Yannick Giersch hatte die erste Chance der Gäste, aber Esatzkeeper Max Kerkhoff parierte stark (27.). Nachdem Heße scheiterte (32.), parierte Kerkhoff stark gegen Dankerts Kopfball aus zwei Metern. Der Marker klatschte sich noch respektvoll ab mit dem Stockumer Schlussmann – und köpfte die anschließende Ecke zum 0:1 ein (37.). 

Mark presste nun und nachdem Rüther noch an Kerkhoff scheiterte (39.), landete ein Fehlpass des SVS-Schlussmanns bei ihm und so fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff das 0:2 (45.). Auch nach der Pause presste Mark weiter, Stockum bekam kaum Entlastung. Das 0:3 legte Yannick Girsch für Weber auf (58.) und mit der ersten Chance des Spiels verkürzte Enes Tayar nach einem Konter auf 1:3 (64.). 

Unter Flutlicht und bei Dauerregen legte Mark das 1:4 nach. Ein Abstoß von Kerkhoff landete bei Dankert in den Füßen, der Eckert bediente (74.). Fast vom Wiederanstoß an weg gelang Tolga Topuz das 2:4 (76.). Fast wäre eine verunglückte Flanke von ihm zum 3:4 ins Tor gegangen und auch Hamza Tozlu hatte eine Chance aus 16 Metern (82., 83.). Mark mit seinem deutlichen Plus an Einschussgelegenheiten setzte dann den Schlusspunkt durch Knothe. 

„Die ersten 30 Minuten waren ordentlich, der Rest katastrophal. Nach dem 0:1 sind wir eingebrochen und die Zuordnung stimmte nicht“, sagte Co-Trainer Bernd Löbbecke. 

SVS: Kerkhoff – Thörner, I. Cördük, A. Cördük, Lupp, Köroglu (58. Topuz), Saadouni, H. Tozlu, Tayar, Ö. Eliyazici, Chakif 

Tore: 0:1 (37.) Danker, 0:2 (45.) Rüther, 0:3 (52.) Weber, 1:3 (64.) Tayar, 1:4 (74.) Eckert, 2:4 (76.) Topuz, 2:5 (87.) Knothe

SVE Heessen – Eintracht Werne 2:0 (1:0). Die Eintracht hat mit der Niederlage im Spitzenspiel beim Meisterschaftsfavoriten die Tabellenführung an den VfL Mark abgegeben, der sich mit dem 5:2-Sieg in Stockum dank des besseren Torverhältnisses an die Ligaspitze gesetzt hat. „Für mich war das heute ein Nullnull-Spiel, was ja auch hätte funktionieren können. Aber beim ersten Gegentor war’s Abseits und beim zweiten kein Foulelfmeter“, ärgerte sich Trainer Mario Martinovic über die Niederlage beim Tabellendritten. 

Die Eintracht konzentrierte sich auf die Defensive und hatte zunächst Glück, dass Marvin Sachweh bereits in der ersten Minute alleine auf Keeper Rafalski zusteuerte, sein Schuss aber zu unplatziert war. Heessen hatte in der Folge – wie von den Gästen geplant – mehr Spielanteile und zwei Chancen. Bergholz prüfte Rafalski mit einem 35-Meter-Schuss, die folgende Ecke setzte Dominik Giffey mit einem Kopfball neben das Tor. 

Aber auch die Eintracht konnte in Führung gehen. Nach einem lang gespielten Ball der Werner prallten Heessens Keeper und ein Innenverteidiger zusammen. Kabakoglu kriegte die Kugel, stand aber mit dem Rücken zum Tor und traf mit seinem Fallrückzieher die beiden Heessener und nicht ins freie Tor. Bevor Kevin Messner in der 37. Minute das 1:0 mit einem tollen Hackentrick erzielte, stand Flankengeber Firat Isikli beim Zuspiel auf ihn im Abseits. 

Die Eintracht erhöhte zwar im Verlauf der zweiten Halbzeit das Tempo, weil aber die halbe Mannschaft angeschlagen war, ließen die Kräfte auf Dauer nach. Sieben Minuten vor dem Ende fiel schließlich das 2:0 durch den Elfmeter von Julian Bergholz (83.). Simon Peter sollte ihn verschuldet haben. „Zusammenprall ja, Elfmeter nein – man kann das Spiel so nicht entscheiden“, meinte Martinovic zum Pfiff von Schiri Ahmad. 

Eintracht Werne: Rafalski – E. Akyüz, Sami Schebab (86. Yilmaz), Pawlik, Schiller, Kabakoglu, Martinovic, Peper, Bozkurt (84. Kozlik), S. Ünal, Kavakbasi (61. D. Ünal) 

Tore: 1:0 (37.) Messner, 2:0 (83.) Elfmeter Bergholz

TuS Uentrop – TuRa Bergkamen 5:1 (3:1). Die erste Saisonniederlage des FC TuRa fiel im Verfolgerduell beim TuS Uentrop herftig aus. Die Gastgeber standen gut strukturiert und war vorne zu jeder Zeit brandgefährlich. So fiel schon in der 8. Minute das verdiente 1:0. Bergkamen war in der Abwehr teilweise überfordert. TuRa-Trainer Alex Berger war entsprechend bedient: "Wir haben die ersten 25 Minuten total verschlafen.“ Per Doppelschlag war es Sebastian Jakob, der auf 3:0 erhöhte (22., 26.). 

Der Gast wurde nun wacher. Nach schönem Zuspiel von Rösener lief Dumanli frei auf das gegnerische Gehäuse zu und traf zum 1:3. In der Pause rüttelte Berger seine Spieler wach. Denn in Hälfte zwei stand eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz.

Uentrop kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Nach schöner Einzelaktion schoss Kupfer knapp über das Tor. Auch Rösener vergab eine Riesenchance zum Anschlusstreffer, als der das Aluminium traf. Der FC TuRa gewann zu diesem Zeitpunkt fast jeden Zweikampf und kam zu weiteren Chance. 

Ein Treffer wollte aber nicht fallen und so führte ein Konter zum 4:1 durch Nölle, der das Verfolgerduell entschied (72.). Sieben Minuten später fiel der 5:1-Endstand durch Ratajs Eigentor. Nächste Woche kommt die Reserve der SG Bockum-Hövel zum Nordberg. Da heißt es für die Gastgeber, Wiedergutmachung zu leisten. 

FC TuRa: Hohmann – Lambert (60. Krucinski), Dumanli, Nagel, Rataj, Klug, Civak, Golly (46. Plattfaut), Kupfer, Köroglu (82. Gotthardt), Rösener 

Tore: 1:0 (8.) Westermann, 2:0 (22.), 3:0 (26.) beide Jacob, 3:1 (32.) Dumanli, 4:1 (72.) Nölle, 5:1 (79.) Eigentor Rataj 

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