Werner SC II verliert gegen Hohenholte – SVH II seit sechs Spielen sieglos

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Michael Aschoff (links) brachte den SVH II am Abend in Hiltrup in Führung.

Werne -  Die Bezirksliga-Reserve des Werner SC hat ihre dritte Saisonniederlage in Folge kassiert. Die Landesliga-Reserve des SV Herbern hat das Punktspiel der Fußball-Kreisliga A2 (MS) beim TuS Hiltrup II mit 1:3 (1:0) verloren und blieb in ihrem sechsten Spiel in Folge sieglos (bei vier Unentschieden).

Kreisliga A2 (Münster): Werner SC II – SC GS Hohenholte 2:3 (1:2). „So wie wir uns trotz der dritten Niederlage in Folge verkauft haben, habe ich keine Bange davor, dass wir die Punkte nicht holen, die wir noch brauchen“, meinte WSC-Trainer Kurt Gumprich nach dem Spiel gegen Hohenholte. Dabei blickte er nicht nach oben auf die Top 3, wo der Abstand zum Tabellendritten Albachten nur drei Punke beträgt. Viel mehr interessierte er sich für das 1:1 im Kellerduell zwischen Havixbeck und Südkirchen...

Die Begegnung mit Hohenholte hatte hohen Unterhaltungswert. „Die haben eine richtig gute Mannschaft und die haben auch richtig gut gespielt“, meinte Gumprich. Der kleine, aber feine Unterschied. Die Münsteraner sind eingespielter.

Gumprich brachte eine komplett veränderte Startelf mit einer völlig neuen Viererkette und einem neuen Sechser ins Rennen. Weil mit Bozkurt, Heese, Klossek und Konieczny vier „junge Wilde“ aus dem erweiterten Kader der Ersten einrückten, hatte die erste Elf einen Altersschnitt von gerade einmal 22 Jahren.

Und die legte gleich gut los. Marvin Stöver köpfte nach 14 Minuten einen Freistoß zum 1:0 ins Netz. Hohenholte profitierte vor der Pause von Werner Unterstützung. „Keinen Vorwurf aber das waren zwei Torgeschenke“, meinte Gumprich: Zunächst verursachte Marcel Eichhorst einen Foulelfmeter, den Stephan Waltring verwandelte (24.), dann ließen die Werner über Außen Johannes Aldenhövel marschieren, der mit einem Schuss in den Winkel das 1:2 erzielte.

Die Werner, inzwischen ohne den angeschlagenen Torjäger Marc Fuhrmann, stellten nach der Pause Eisenbach und die Spitze und Bozkurt noch offensiver auf. Das wurde mit dem 2:2 durch Dennis Klossek belohnt. Danach blieb das Spiel schnell und intensiv. Hohenholte machte schließlich mit einem Freistoß alles klar. Wilhelmer köpfte aus drei Metern zum 2:3 ein.

In der Nachspielzeit (90.+4) besaß der Sport Club die große Chance zum 3:3. Klossek traf dabei die Latte, Bozkurt köpfte den Abpraller aus fünf Metern Keeper Yannick Boonk in die Arme.

Das nächste Spiel bestreiten die Werner am Samstag, 7. November. Wegen des Revierderbys wurde die Partie in Rinkerode um einen Tag vorgezogen. Anstoß: 14.30 Uhr.

Werner SC II: Vorwick – Bozkurt, Heese, Konieczny, Stöver, Egert, Eichhorst, Eisenbach, Telgmann, Klossek, Fuhrmann (42. Nowak)

Tore: 1:0 (14.) Stöver, 1:1 (24.) Elfmeter Waltring, 1:2 (43.) Aldenhövel, 2:2 (54.) Klossek, 2:3 (83.) Wilhelmer

TuS Hiltrup II – SV Herbern II 3:1 (0.1). Damit ist der Kontakt zu den Top 5 bei mindestens sieben Punkten Abstand zunächst einmal abgebrochen. „Wir müssen nun auch ein bisschen nach unten gucken“, meinte Trainer Timy Schütte.

„Wir hätten gerne etwas mitgenommen. Ein Punkt war sicher möglich“, sagte Schütte, dessen Team bereits in der vierten Minute in Führung ging. Nach einer hohen Flanke und einem Kopfball von Pottmeier bekam Michael Aschoff den Ball vor die Füße. Mit einem Schuss aus der Drehung traf er aus kurzer Distanz zum 0:1.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte der SVH eine starke Leistung vor allem in der Defensive. „Wir hatten zwar vorne wenig Aktionen, aber wir haben 35 Minuten lang richtig gut gestanden und nichts zugelassen“, meinte Schütte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Hiltrup etwas stärker auf und dabei auch zu einer Chance.

Auch in der Anfangspahse der zweiten Halbzeit zeigte sich der SVH noch gefestigt, wurde aber durch den unglücklichen Ausgleichstreffer von Jannik Tipkemper geschockt. Der abgefälschte Ball senkte sich aus 18 Metern als Bogenlampe hinter Sebastian Adamek ins Netz (50.). „Davon haben wir uns aus der Ruhe bringen lassen und haben uns auch nicht mehr so gut bewegt“, meinte Schütte, dessen Team nun unter Druck geriet.

„Flatterball“ bringt die Entscheidung

Gute Chancen gab’s für die Hiltruper dennoch kaum. So musste ein „Flatterball“ aus 20 Metern zur 2:1-Führung herhalten. Torschütze war wiederum Tipkemper (75.). Keine 60 Sekunden später traf den SVH der Doppelschlag – wieder aus der Distanz. Von der halblinken Seite traf Robin Paton zur Entscheidung ins lange Eck.

SV Herbern II: S. Adamek – Havers, Roters, Christ (46. Chr. Adamek), Krieter, Heitmann, Richter, Pottmeier, Kortendieck, Trapp, M. Aschoff (70. St. Aschoff)

Tore: 0:1 (4.) M. Aschoff, 1:1 (50.) Tipkemper, 2:1 (75.) Tipkemper, 3:1 (76.) Paton

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