Partie in Cappenberg sorgt für Aufregung

MichaelRedbrake

CAPPENBERG -   Dass ein Unparteiischer nicht immer der Freund der Spieler ist, ist keine allzu neue Erkenntnis. Doch was sich am Sonntag beim Kreisliga-Spiel zwischen dem GS Cappenberg und dem PSV Bork (0:3) abgespielt hat, hatte für die Gastgeber eine besonderes bittere Note, wie eine in Selm erscheinende Zeitung berichtet.

Dabei stand Michael Redbrake, Schiedsrichter von Davaria Davensberg, einmal mehr im Mittelpunkt des Geschehens – und das nach einer Partie, die alles andere als hektisch gewesen sein soll. Und diese wird auch ein weiteres Nachspiel haben, da der Rechtsanwalt einen Sonderbericht verfasst hat und sich deshalb die Kreisspruchkammer mit diesem Vorfall beschäftigen muss.

Der Unparteiische, der auch schon mit dem Werner SC Anfang vergangenen Jahres mehrere Auseinandersetzungen hatte, gab am Sonntag in der 75. Minute beim Stand von 0:1 für die Gäste einen Strafstoß, den auch nicht alle Spieler der abstiegsbedrohten Borker so gesehen hatten.

Auf dem Weg zum Strafraum stieß der Schiedsrichter mit Cappenbergs Spieler Tom Zentgraf zusammen. „In dieser Situation habe ich einen Schlag in den Unterleib gespürt“, sagt der Schiedsrichter. Redbrake fiel hin und zeigte dem GSC-Spieler Rot.

Dass er, noch am Boden liegend, den Spieler beleidigt haben soll, bestritt Redbrake. Allerdings wollten dies auch einige Borker Spieler gehört haben. „Für mich ist das fernliegend“, sagte Redbrake dazu auf WA-Anfrage. Vielmehr habe er starke Schmerzen gehabt und darüber geflucht.

Redbrake spricht von einem „Shitstorm“

Der zweite Platzverweis gegen den Cappenberger Spielertrainer Patrick Osmolski war ebenfalls umstritten. Dieser habe nur nachfragen wollen, warum der Schiedsrichter seinen Spieler verbal angegangen sei, berichten die GSC-Verantwortlichen.

Die Partie wurde nun längere Zeit unterbrochen. „Und sie war für mich eigentlich schon beendet, da die Cappenberger Spieler den Platz verlassen hatten“, führte Redbrake aus. „Kurios“ für ihn sei gewesen, dass nicht etwa der GSC-Kapitän Patrick Kaspareit auf ihn zukam, sondern zwei Offizielle. Die baten ihn dann, das Spiel doch fortzusetzen. Auch damit wird sich die Spruchkammer beschäftigen müssen.

Dass Redbrake sich nach dem Abpfiff seine Sporttasche zum Auto bringen ließ, da er sich am Platz nicht mehr umziehen wollte, sah er als eine „Marginalie“ an. „Viel Bemerkenserter war doch das Verhalten der Cappenberger, die den Platz verlassen hatten, angeführt von ihrem Kapitän Kaspareit“, sagt Redbrake.

Und es könnte sein, dass die Spruchkammer es noch mit einem weiteren Verfahren zu tun bekommt. „Im Internet ist ein Shitstorm gegen mich losgebrochen“, sagt der Schiedsrichter. Auf der Facebook-Seite des Cappenberger Rotsünders Tom Zengraf gab es bis zum Abend sechs Einträge, die durchaus moderat waren...

Mit Michael Redbrake werden weitere Vorkommnisse in Verbindung gebracht, die ihn bei Spielern und Verantwortlichen in der Region nicht unumstritten machen.

Der Werner SC hatte es 2013 zweimal mit Redbrake zu tun. Das erste Mal bei der Kreishallenmeisterschaft, wonach Özkan Saka längere Zeit gesperrt wurde. Und wenig später nach einem Spiel der WSC-Reserve, als sich Redbrake bedroht fühlte und unter Polizeischutz den Platz im Lindert verließ. - fraz

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