Stockumer Derbysieg in Nachspielzeit – SVH II lässt Federn

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Der Stockum – hier mit Ali Karaman (Mitte) gegen Eintracht Wernes Pierluca Pra siegte im Derby auf schwer bespielbaren Untergrund.

WERNE - In den Verfolgerduellen am 18. Spieltag in der Kreisliga A (LH) verloren Eintracht Werne und der SV Herbern II und rutschen ab. Zudem hat Spitzenreiter SuS Olfen sich wieder gefangen und 2:0 gegen Schlusslicht Ascheberg II gewonnen.

Kreisliga A (LH): SV Stockum – Eintr. Werne 2:1 (0:0). Mit einem Treffer in der Nachspielzeit beendet der SV Stockum scheinbar die Aufstiegsträume der Eintracht. Stockum selbst liegt mit fünf Punkten Rückstand noch in Schlagdistanz, doch Trainer Ralf Gondolf gibt sich zurüchaltend. „Realistisch betrachtet, sehe ich da eher andere Mannschaften vorne“, so der Coach.

Ausgerechnet Thierry Opsölder, zu Saisonbeginn aus dem Evenkamp nach Stockum gewechselt, erzielte den Siegtreffer. Beide Mannschaften hatten mit Personalproblemen zu kämpfen. Bei der Eintracht saßen zwei Altherren und zwei Juniorenspieler auf der Bank. Bei Stockum musste Ex-Torhüter Mustafa Eravasar reaktiviert werden. Der Packheiser-Ersatz zeigte jedoch eine souveräne Leistung.

Insgesamt verlief das Derby auf schwachem Niveau. Beide Mannschaften hatten Probleme das Spiel geordnet aufzubauen. Vor allem der entscheidende Pass kam nur selten beim beim Zielspieler an. Dies lag nicht zuletzt auch an der schwer bespielbaren Stockumer Asche. Im ersten Durchgang hatte die Eintracht etwas mehr vom Spiel. Zur Pause führten die Gäste nach Chancen 3:1. Bozaci (15., 40.) und Pra (37.) vergaben bei Eintracht, Sudolt für Stockum (16.). Die Elf von Ralf Gondolf kam engagiert aus der Kabine. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung leitete aber die Werner Führung ein. Andreas Pawlik setzte Bozaci auf der rechten Seite ein. Der legte nach innen, wo Stockums Sertac Uzun den Ball bedrängt von Mario Martinovic ins eigene Tor drückte.

Der Treffer brachte aber keine Sicherheit. In der 61. Minute setzte Sudholt Lars Zimmer in Szene. Dessen Schuss parierte Manuel Linke noch, beim Abstauber von Stefan Möer war der Schlussmann aber machtlos. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich in der 65. Minute. Sandro Ünal spielte im Mittelfeld Foul gegen Möer. Der Schiedsrichter entschied auf Gelbe Karte. Im Falle von Ünal bedeutete dies Gelb-Rot. Eine Entscheidung, die sogar Stockums Trainer Gondolf später als „überzogen“ bezeichnete. In Überzahl hatte Stockum mehr Platz, vergab aber leichtfertig seine Konterchancen. Als alles auf ein Remis hindeutete, kam Thierry Opsölder halbrechts an den Ball und traf zum Sieg.

SVS: Eravsar – Föst (55. Tayar), Möer, Radstaak (45. Uzun), Barthel, Sudholt. Isikli (65. T. Opsölder), C. Opsölder, Köhler, Karaman, Zimmer

Eintracht: Linke – Ünal, Scharein, Dominik Obrenovic (43. Hilmer/87. Küster), Pra, Zengin, Pawlik, Dario Obrenovic, Marko Martinovic, Bozaci, Mario Martinovic (83. Schwarzkopf)

Tore: 0:1 (49.) Eigentor Uzun, 1:1 (61.) Möer, 2:1 (90+2) T. Opsölder

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte (65.) Ünal (Eintracht) - tm

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