Olfens Trainer Sander: „Super-spannende Saison“

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Norbert Sander

OLFEN - Norbert Sander, Trainer des Kreisliga-Spitzenreiters SuS Olfen, spricht im Interview über die Folgen des verpassten Aufstiegs, über die Favoriten in dieser Saison und über den Olfener Ortszusammenhalt.

In der vergangenen Saison wurde der SuS Olfen Meister in der Fußball-Kreisliga A, verpasste in den Relegationsspielen aber den Aufstieg. Unter dem neuen Trainer Norbert Sander steht die Mannschaft jetzt wieder an der Tabellenspitze. Der 55-jährige Coach wohnt in Olfen und empängt mit seinem Team am kommenden Sonntag ab 17.30 Uhr zum Spitzenspiel den Tabellenvierten SV Stockum, der aktuell vier Punkte Rückstand hat.

Der SuS Olfen ist ungeschlagen Spitzenreiter. Ist er jetzt auch der große Titelfavorit?

Norbert Sander: Nein, da hat sich gegenüber meiner Prognose vor der Saison nichts geändert. Anders als im letzten Jahr, als Olfen und Eintracht Werne den Meister unter sich ausgemacht haben, werden es in dieser Saison vier, fünf Mannschaften sein. Selm, Herbern 2, Werne und wir werden wohl oben dabei sein. Lüdinghausen hat eine sehr junge Mannschaft, die fulminant gestartet ist. Dass sie auf Dauer oben mitspielen kann, glaube ich nicht. Mal abwarten, was Stockum macht. Es wird auf jeden Fall eine super spannende Kreisliga-A-Saison. Wir sind Mitfavorit, und dieser Rolle stellen wir uns auch.

Ihr Saisonziel ist aber die Meisterschaft?

Sander: Das ist die Ironie des Schicksals, dass wir in der letzten Saison Meister geworden sind. Es wird in diesem Jahr aber viel schwieriger. Bislang kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment machen.

Der Kader ist weitgehend zusammengeblieben. Ist das die große Stärke des SuS Olfen?

Sander: Das ist ein Phänomen in Olfen: Wir haben in den beiden Kadern 42 Spieler, davon kommt einer aus Selm, 41 kommen aus Olfen. Das ist der Wahnsinn. Der SuS Olfen hat davon immer schon profitiert.

Ist nichts davon hängengeblieben, dass die Mannschaft den Aufstieg verpasst hat?

Sander: Das war für mich vor der Saison die Frage. Ich habe die beiden Spiele gesehen, und es war ja auch verdient, dass die Mannschaft nicht aufgestiegen ist. Das war auch ein kleines Schlüsselerlebnis für die Mannschaft. Sie hat gesehen: Wenn man die Kreisliga A Lüdinghausen dominiert, heißt das noch lange nicht, dass man bezirksligatauglich ist. Wir wissen, dass wir noch viel tun müssen.

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