Olfen gibt sich keine Blöße – SVH II und Stockum verlieren deutlich

SV Herbern -II verlor gegen den SuS Olfen. Foto: Hillebrand

WERNE -  Deutliche Niederlagen für den SV Herbern II gegen den Spitzenreiter und auch für den SV Stocku, hingegen ein glücklicher Sieg für Verfolger Eintracht Werne. So sah es am 23. Spieltag in der Kreisliga A (LH) aus.

Kreisliga A (LH): SV Herbern II – SuS Olfen 1:5 (1:1). Trotz einer frühen Führung kassierte die Landesliga-Reserve des SV Herbern gegen den Tabellenführer eine deutliche Heimpleite. „Die Niederlage geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung, weil wir ab der siebzigsten Minute völlig eingebrochen sind“, stellte SVH-Trainer Timy Schütte fest.

Im ersten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Olfen hatte zwar mehr Spielanteile, doch der Gastgeber agierte aus einer kompakten Grundordnung und setzte immer wieder Akzente nach vorne. „In der ersten Halbzeit haben wir taktisch genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte Schütte. Nach einer Balleroberung von Niklas Lohmann erzielte Michael Aschoff mit einem Schuss aus der Drehung das 1:0 (7.). Zehn Minuten später setzte sich der schnelle Marvin Böttcher auf der rechten Seite durch und traf zum 1:1 (17.). Kurz vor der Pause tauchte Böttcher erneut vor dem Herberner Gehäuse auf, doch SVH-Torwart Sebastian Adamek verhinderte mit einem starken Reflex das 1:2 (44.).

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel war Adamek gegen Böttcher jedoch völlig machtlos (51.). Nachdem der eingewechselte Dennis Böttcher das 1:3 nachlegte (70.), warf der SVH alles nach vorne und lud den Gast zum Kontern ein.

SV Herbern II: S. Adamek, Neuhaus (46. Schlupp), Hölscher, Temmann, S. Aschoff, Klüsener, Nathaus, Bußkamp (73. Hüttermann), Lohmann, Brinkmann (57. Schwertmann), M. Aschoff

Tore: 1:0 (7.) M. Aschoff, 1:1 (17.) M. Böttcher, 1:2 (51.) M. Böttcher, 1:3 (70.) D. Böttcher, 1:4 (85.) D. Böttcher, 1:5 (89.) Koslowski

PSV Bork – Eintracht Werne 2:3 (0:1). Eintracht Werne tat sich auf dem Borker Kunstrasenplatz schwer. Die abstiegsbedrohten Gastgeber wehrten sich nach Kräften.

„Ich muss sogar sagen, dass Bork mir leid tut. Die hätten einen Punkt verdient gehabt. Aber gut, so ist das. Wir stehen mit oben und da hat man eben das Glück“, gab Eintrachts Trainer Muris Mujkanovic zu. Die Begegnung wurde sehr kampfbetont geführt. Der PSV Bork zeigte sich hier engagierter und bereitete den Wernern sehr große Probleme. Die Eintracht hatte Schwierigkeiten, ihre spielerischen Stärken in die Wagschale zu werfen.

In der Schlussphase war die Partie offen. Letztlich entschied die individuelle Klasse von Faruk Bozaci das Spiel zugunsten der Gäste. In der 85. Minute erhielt die Eintracht einen Freistoß in 35 Metern Torentfernung. Bozaci schoss direkt und traf genau in den Torwinkel. „Das ist der Vorteil, wenn man einen wie Faruk Bozaci hat“, freute sich Mujkanovic.

Eintracht: Linke – Ünal, Pra, Woitek (84. Bressler), Obrenovic, Gorgon, Bozaci, Zengin (74. T. Opsölder), Taymaz, Saado, Kaya (72. Lupp)

Tore: 0:1 (38.) Gorgon, 1:1 (51.) Foulelfmeter Godrowski, 1:2 (60.) Saado, 2:2 (72.) Godrowski, 2:3 (85.) Bozaci

GS Cappenberg – SV Stockum 5:0 (0:0). Eine Halbzeit lang hielt der Gast mehr als nur gut mit, doch nach dem ersten Gegentor brachen alle Dämme beim Team von Trainer Ralf Gondolf.

„In der zweiten Halbzeit war es das gleiche wie in den Wochen zuvor. Wir verlieren die Konzentration und nach dem ersten Gegentor völlig den Faden“, sagte Gondolf, und ergänzte: „Anscheinend haben wir dann immer mehr mit uns selbst zu tun.“

Dabei war die erste Hälfte noch chancenarm. Nach der Pause brachte die erste gefährliche Flanke durch Lippke gleich den 1:0-Führungstreffer für die Grün-Schwarzen. Denn in der Mitte durfte Tim Jessella, obwohl von zwei Gegenspielern umgeben, unbedrängt hochsteigen (51.). Eine Trotzreaktion des Gastes blieb zunächst aus. Im Gegentei: Nach einer Ecke brachte Patrick Osmolski erneut den Ball in die Gefahtenzone und aus drei Metern traf Wiesmann unbedrängt zum 2:0 ein (68.).

Danach hatten die Gäste ihre beste Phase. Aber Marvin Radstaak rutschte freistehend nach Köhler-Flanke weg (72.) und Köhler traf danach aus 20 Metern nur den Pfosten (74.). Nur zwei Minuten später nach einen Konter war die Partie entschieden. Jesella legte auf den mitgelaufenen Ressemann, der ohne Probleme Packheiser überwand.

Nach Ressemanns Pass lief Farinde alleine auf den Stockumer Keeper zu und überwand ihne ohn Probleme. In der Schlussminutet unterlief Zakaria Slimani dann das Eigentor zum demütigenden 0:5, nachdem Schürmann zuvor außen zwei Gegenspieler aussteigen ließ.

SVS: Packheiser – Karaman, Eulich, Barthel, Slimani, Köroglu, Heidenreich, Uzun, Radstaak (77. Ö. Eliyazici), Köhler, Karaman, H. Tozlu

Tore: 1:0 (51.) Jesella, 2:0 (64.) Wiesmann, 3:0 (76.) Ressemann, 4:0 (81.) Farinde, 5:0 (90.) Eigentor Slimani

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