Eintracht und SVH II patzen, Olfen der große Sieger

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Eintrachts Dario Obrenovic (links) wird hier energisch von Capelles Lars Zimmermann gestoppt. Capelle gewann am Ende überraschend mit 1:0.

WERNE -   Im letzten Spiel des Jahres gab es für die Kreisliga-Spitzenteams Eintracht Werne und SVH Herbern unliebsame Überraschungen bei Kellerkindern. So ist Spitzenreiter Olfen der große Sieger, der sich mit 5:1 gegen Cappenberg durchsetzte.

Kreisliga A (LH): SC Capelle – Eintracht Werne 1:0 (0:0).

Eindringlich hatte Eintracht-Trainer Muris Mujkanovic seine Spieler vor dem Auftritt beim Kellerkind SC Capelle gewarnt – auch angesichts der beiden knappen Siege in der Hinrunde und im Pokal. Letztlich vergebens: Denn mit 0:1 verlor der Tabellenzweite überraschend beim Vorletzten und kassierte im letzten Spiel des Jahres die zweite Saison-Niederlage. Damit wächst der Rückstand auf Spitzenreiter Olfen wieder auf fünf Punkte an.

Für den Gastgeber war es hingegen der zweite Saisonsieg. „Ich habe so etwas befürchtet. Auf dem Boden war mit spielerischen Mitteln kaum etwas möglich“, begründete Muris Mujkanovic die Maßgabe, dass sein Team bereits Mitte der zweiten Hälfte die Brechstange auspackte und es mit langen Bällen versuchte.

Vor der Pause hatte die Eintracht ein Chancenplus. Doch ein Freistoß von Mario Martinovic aus 23 Metern strich knapp am Winkel vorbei (13.). Danach produzierte Lachmann fast ein Eigentor nach einem Eintracht-Einwurf (22.) und einen Schuss vom Strafraum durch Dario Obrenovic lenkte Reckmann um den Pfosten (25.).

Auf der Gegenseite schoss nach einer Ecke Winkler Linke den Ball genau in die Arme (27.). Danach verpasste Tuncay Kaya zweimal (37., 44.).

Nach der Pause scheiterte für die Eintracht Mario Martivovic mit einem Volleyschuss aus fünf Metern (53.), ehe auf der Gegenseite der Treffer des Tages fiel. Der Ex-Stockumer Fabrizio Pate ließ seinen Gegenspieler aussteigen und bei mit seinem Schuss Keeper Linke keine Chance (56.). Wenig später wäre fast das 0:2 gefallen, als Eckey Freistoß-Flanke aus 40 Metern von Linke über die Latte gelenkt wurde.

Die Eintracht hatte nur noch zwei Chancen. Die erste vergab Andreas Pawlik, als er eine Kopfball-Ablage von Schynol aus drei Metern nicht traf (62.) und als Mario Martinovic nach Vorarbeit von Bruder Marko aus acht Metern knapp vorbei zielte (79.). Ansonsten verteidigten die Capeller leidenschaftlich. „Das war ein genauso verdienter wie wichtiger Sieg. Wir haben das richtige gut verteidigt gegen die starke Offensive von Eintracht Werne“, freute sich Capelles Coach Martin Ritz.

Eintracht: Linke – Ünal, Scharein, Schynol, Do. Obrenovic, Pawlik, Da. Obrenovic, Marko Martinovic, Lupp, Kaya (65. Zengin), Mario Martinovic

Tore: 1:0 (53.) Pate

SV Südkirchen – SV Herbern II 2:1 (1:0). Die Herberner Reserve hat im Rennen um die Meisterschaft einen Rückschlag hinnehmen müssen. Eine mäßige Leistung reichte gestern nicht zum Sieg. Auch Trainer Timmy Schütte bezeichnete die Niederlage als „nicht ganz unverdient“. Auf der Gegenseite feierte Südkirchens neuer Trainer Bernd Schawohl den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Nach einer starken Leistung in der Vorwoche und dem damit verbunden 1:0-Erfolg gegen Spitzenreiter Olfen, war Schütte nach der gestrigen Niederlage ernüchtert. „Dann war der Sieg letzte Woche fast umsonst“, ärgerte er sich. Einen Augenblick später wurde er aber wieder kämpferisch. „Wir wollen in der Rückrunde oben dran bleiben und dann schauen, was passiert“, erklärte der Trainer.

Mit der ersten Halbzeit war Schütte gestern nicht einverstanden. „Die haben wir total verpennt. Die Einstellung passte nicht“, fasste er zusammen. Südkirchen übernahm nach zehn Minuten die Führung. Der für Südkirchen spielende Herberner Fernando Manfredi setzte den Ball direkt aus 20 Metern ins Netz. Bis zur Pause bekam Herbern das Spiel nicht in den Griff. Auch Südkirchen brachte spielerisch nicht viel aufs Feld.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der SVH das Spiel. In der 65. Minute vergab Ramon Lutter die bis dahin beste Herberner Möglichkeit. Aus kurzem Winkel scheiterte er aber an Südkirchens Schlussmann Marc Philipps. Zwei Minuten später dann der Ausgleich. Philipps wehrte zunächst den Volleyschuss von Julian Trapp ab. Im Nachschuss traf Marian Tüns dann aber ins Tor. In der 70. Minute scheiterte Trapp knapp mit einem Distanzschuss. Herbern bestimmte die Schlussphase, war dabei aber nicht zwingend genug. Südkirchen nutzte in der 83. Minute seine einzige Möglichkeit. Nach einer Freistoß-Flanke traf Jean-Marcel Akono zum Sieg.

SVH II: Brinkmann – Richter, Roters, Bruland, Nathaus, Pinnekämper (40. Hüttermann), Klüsener, Trapp, Lutter (77. Overs), Tüns, Mangels

Tore: 1:0 (10.) Manfredi, 1:1 (67.) Tüns, 2:1 (83.) Akono

Kurzberichte 16. Spieltag

Kreisliga A Lüdinghausen

SuS Olfen – GS Cappenberg 5:1 (1:1). Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage kam der Spitzenreiter zu einem Kantersieg und baute den Vorsprung auf seine patzenden Verfolger wieder aus. Dabei geriet das Team von Trainer Norbert Sander durch Tim Jesella sogar in Rückstand (18.). Dennis Böttcher hatte mit dem schnellen 1:1 (21.) das passende Rezept gegen aufkommende Nervosität. Dennis Böttcher legte nach der Pause das 2:1 nach (51.), sein Bruder Marvin erhöhte per Doppelpack auf 4:1 (70., 73.). Den Schlusspunkt setzte direkt nach Wiederanpiff Justus Radke (73.).

SuS Olfen II – SG Selm 1:2 (1:1). Der favorisierte Gast mühte sich zu einem knappen Erfolg. Das Kellerkind ging dabei früh in Führung durch Czubak (7.), doch Lebsack (45.+3) und Tumbrink (52.) drehten die Partie. Vor der Pause sah Olfen Kronblum noch die Ampelkarte (39.).

BW Ottmarsbocholt – BW Alstedde 0:0. Zwei Mannschaften, die zuletzt für torreiche Partien gut waren, trennte n sich diesmal torlos.

Dav. Davensberg – PSV Bork 3:1 (1:0). Der PSV bleibt auch nach dem Trainerwechsel tief im Tabellenkeller. In Davensberg gab es die zweite Niederlage in Serie für Neu-Trainer Ingolf Grodowski. – Tore: 1:0 R. Atalan (30.), 1:1 Berger (47.), 2:1, 3:1 Schäckermann (75./79.)

Westf. Vinnum – U. Lüdinghausen 1:6 (1:3). Völlig chancenlos war die Westfalia gegen Lüdinghausen, für die Grewe dreimal traf. – Tore: 0:1 Grewe (19.), 0:2 Wischnewski (22.), 1:2 Nährmann (35), 1:3 (35.), 1:4 beide Grewe (60.), 1:5 Mainka (75.), 1:6 Uellendahl (85.). - fraztm

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